Ungeliebt und unvergessen: „Umgehungsstraße Städtedreieck“

s’GLOSSERL

Jahrelang, ja jahrzehntelang füllte die Umgehungsstraße die Lokalnachrichten im Städtedreieck. Die Stadträte im Städtedreieck, aber auch die Bürger und Bürgerinitiativen sowohl „Dafür“, als auch „Dagegen“ meldeten sich mehr oder weniger engagiert zu Wort. Und eine Zeitlang musste man schon gar fürchten, dass die Frösche im Eselweiher, einem Naherholungsgebiet bei Teublitz, bereits unwiderruflich ihre Rucksäcke gepackt hätten. Aber dann kam scheinbar das gewollte oder auch ungewollte große „Vergessen“ der gesamten Angelegenheit. War alles vorher nur Theaterdonner um Nichts, oder will man nur den Ball flach halten, um die erhitzten Gemüter abzukühlen, oder zu beschwichtigen? Na ja, so zwischendurch kamen ja als großer Aufreger die geplanten großartigen überdimensionalen Wasserverkäufe der Teublitzer Stadtführung an die EDEKA, die sich aber dann zur Erleichterung vieler Bürger, doch in Luft auflösten. Da könnte man fast vermuten, dass der Bau einer Umgehungsstraße der Errichtung einer übergroßen Getränkefabrik vielleicht im Wege gestanden wäre. Jedenfalls verdrängte wohl ein Projekt das andere, wie man auch vermuten könnte. So genau wird man aber die Ursachen nicht klären können. Denn wohl unerforschlich sind die Beweggründe des Handelns von Kommunalpolitikern, wenn sie natürlich nur das jeweils „Beste“ für ihre Bürgerinnen und Bürger anstreben.
Aber eines verblüfft doch einigermaßen, dass bei der langen Sperrung der B 15 in Saltendorf noch kein einziges mal, der dringende, ja verzweifelte Ruf nach der so viel besprochenen und geforderten Umgehungsstraße vernommen wurde.

Schläft die städtedreieckliche Entwicklungsgruppe, bestehend aus Stadträten der drei Kommunen, so fest, oder hat man bereits stillschweigend das Projekt Umgehungsstraße in das Land der unerfüllten Träume verwiesen, was wohl für viele Bürger im Städtedreieck  auch kein Problem wäre? Aber, man weiß ja auch, dass Totgeglaubte oft länger leben, als man für möglich hält. Nicht vergessen hat aber anscheinend die Bürgerinitiative „ALEX SAGT NEIN“ die von ihr ungeliebten, bisher geplanten Trassen des Jahrhundertprojekts „Umgehungsstraße“. Darum, so vermuten viele, beteiligt sich „Alex sagt Nein“ auch aktiv bei einer GEO-Aktion beim 17. Tag der Artenvielfalt. „Alex sagt Nein“ wird sich unter der fachkundigen Leitung von Hermann Rank (LBV), dass von den Trassenplanungen für die Umgehungsstraße so sehr tangierte Naherholungsgebiet der Eselweiher untersuchen lassen. Schwerpunktmäßig werden dabei untersucht und dokumentiert die dort vorkommenden und dort lebenden Vogelarten. Aber auch ein Experte für Libellen und Segmenttiere soll dabei mitwirken. Und GEO und wahrscheinlich auch „Alex sagt Nein“ werden dann die Ergebnisse der überprüften Artenvielfalt im Eselweihergebiet auswerten und dann natürlich auch veröffentlichen. Die Ergebnisse könnten dann unter Umständen unter Beweis stellen, dass schon die Tangierung dieses Gebiets durch eine Straße, ein unentschuldbares Vergehen gegen ein solches Biotop und solch ein Rückzugsgebiet für seltene Vogelarten sein könnte.
Dann wäre dies doch wirklich ein schwerwiegendes Argument gegen die Weiterverfolgung der Träume für eine Umgehungsstraße. Diese Träume könnten dann sehr leicht, dank „Alex sagt Nein“, zu einem Alptraum für die Verantwortlichen werden.

Es grüßet sackrisch euer
Bönedückt Hannückl

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*