„Das sehe ich anders!?“

aus LOKAL 10.2.2016 …

 

„Das sehe ich anders …“, so lautet wohl der Leib- und Magenspruch des sich immer scheinbar souveränistischer und jovialistischer gebenden händeschüttelnden Bürgermeisters von Burglengenfeld. Damit argumentiert dieser, auch Schüttel-Thomas genannt, noch mit kräftiger und schnodriger Stimme, weisheitlichst auf Argumente anderer, die sich tatsächlich die Insubordination erlaubt hatten, eine andere Meinung zu haben, als er höchst selbst.

Dabei spielt es auch bei, oder sogar besonders bei Rechtsmeinungen, bei Gesche wohl keine Rolle, ob der Kontrahent mit einer anderer Meinung, als er der Bürgermeister, ob der nun ein Rechtsanwalt, oder gar vielleicht ein leibhaftiger Staatsanwalt sein könnte. Na ja, sein für alles geltender Paragraph 1 für ihn selber lautet wohl – wie manche seiner Gläubigen es unglaublicherweise fest glauben – und das anscheinend noch mehr als er selbst, dass er wohl immer recht habe. Und die weiteren Paragraphen dieser rabiatischen Weisheitsordnung des Bürgermeisters, die sind anscheinend alle vollinhaltlich und nahtlos an den Gesche – Paragraphen Nr. 1 angepasst. Selbst der National-Heiligen des Rathauses von Burglengenfeld, der „Heiligen Transparentia“, werden vom Bürgermeister anscheinend immer dann die Federn ihrer Flügel gerupft, wenn die Transparenz von Tatsachen doch einmal mit dem Leib- und Magenspruch des Bürgermeisters: „DAS SEHE ICH ANDERS“ kollidieren sollte.

Ja, wie nennt man eigentlich eine Regierungsform, wo einer ganz fest glaubt, dass er selbst immer recht habe und diese Meinung mit Hilfe anderer, die er meint erleuchtet zu haben, diese seine Meinung dann durchsetzen will, koste es was es wolle. Handelt es sich hier eigentlich noch um eine Demokratie? Na ja, darüber lässt sich wohl trefflich streiten. Aber, sollte es wirklich einmal zum Streit kommen, dann wird wohl im Vollzug der Paragraphen 1 und 2 der Geschischen Weisheitsordnung (GWO), der strittige Punkt vom Bürgermeister aus eigener Machtvollkommenheit (s. Paragraph 1)  mal vorerst abgesetzt und zur eigenmächtigen Absetzung natürlich keine Wortmeldungen, oder gar eine verderbliche Diskussion zu gelassen. Proteste werden natürlich auch nicht zu gelassen. Man könnte höchstens dann noch über ein Ordnungsgeld für Aufmüpfige und Andersgläubige, die die Paraphen 1 und 2 der GWO wissentlich außer Acht gelassen haben, nachdenken.
„DAS SEHE ICH ANDERS“,  könnte wohl auch bei der völlig unnötigen zweiten Ausstattungsgarantie für das Bulmare darüber stehen, wieder eine Sache wo der Bürgermeister ohne jegliche Zustimmung aller dafür zuständigen Gremien von Bulmare und selbst dem Stadtrat gehandelt hat. Wer zahlt dann endlich, für ein solches völlig eigenmächtig und ohne Rechtsgrundlage eingeholtes unnötiges Gutachten, wenn schon ein gültiges und anerkanntes Gutachten da ist? Wurde hier gegen Recht und Gesetz gehandelt? Oder gilt auch hier der allumfassende Paragraph 1 der Weisheitsordnung des Bürgermeisters von Burglengenfeld, die da heißt: „Das sehe ich anders“?  Ein „Rechtsgrundsatz“, den es so wohl in keiner anderen Gemeinde in Bayern und Deutschland geben dürfte.

Und was sagt dazu eigentlich die Rechtsaufsichtsbehörde? Na ja, man glaubt da vielleicht wohl mal: „Der Papa wird´s schon richten!“ Oder, kann man das alles vielleicht auch: „Anders sehen“? Denn das Recht haben und das Recht bekommen, das war schon immer eine Sache für sich und man soll sich ja dabei sogar auch in „Gottes Hand“ befinden, behaupten viele, die sich in der Materie auskennen. Aber, ich der Bönedückt Hannückl, glaube als Demokrat fest daran, dass es nur ein Recht gibt, dass dann auch für alle gilt. Und diesen Rechtsgrundsatz, den kann man auf keinen Fall nicht „ANDERS  SEHEN“, vor allem niemals nicht als Rechtsaufsichtsbehörde.

Es grüßet eich sackrisch
euer Bönedückt Hannückl

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