Total abgefahren

aus LOKAL 24.2.2016 …

 

Der Zug nach Regensburg ist für Burglengenfeld längst abgefahren. Das sollte eigentlich auch Wolfgang Dantl wissen, statt die Kosten für den Betrieb einer S-Bahnstrecke mit dem Kauf eines Handys zu vergleichen. Der Mann hat entweder keine Ahnung oder er täuscht die Bevölkerung bewusst. Doch Dantl ist kein harmloser Spinner, sondern als SPD-Ortsvorsitzender mit seinen Plänen durchaus ernst zu nehmen. In seiner aktiven Stadtratszeit hat er gezeigt, wie locker er mit dem Steuergeld der Bürger umgeht.
Warum also nach dem Bulmare-Finanzdesaster nicht erneut Millionen Euro für ein Prestigeobjekt ausgeben, das Burglengenfeld nur noch weiter in den Schuldensumpf treibt? Ist ja nicht sein Geld. Dass die Bürger an den hochfliegenden Visionen wenig Interesse zeigen, wird von Dantl  mit seinem absurden  Handy-Vergleich vom Tisch gewischt.
Tatsache ist, dass die Resonanz zum Reanimierungsvorschlag der Bockerlbahn äußert gering ist, trotz nostalgischer Gefühle. Die Realität der Burglengenfelder Siedlungsschwerpunkte wurde gerade in 24 Jahren SPD-Stadtentwicklungspolitik mit Zersiedelung der Stadtteile und gleichzeitiger Musealisierung des Zentrums von Burglengenfeld anders geprägt. Sei´s drum! Was interessiert den Genossen Visionär sein Geschwätz von gestern. Gerade mal 281 Fragebögen zur Städtedreiecksbahn wurden zurückgeschickt. Das heißt nur für  2,14 Prozent der Bevölkerung ist das Thema überhaupt einer Meinungsäußerung wert. Lediglich 1,42 Prozent stehen der Idee positiv gegenüber. Bestätigt wird dieser realistische Trend von den Daten aus einer Online-Umfrage der MZ. Auch hier befürworten nur 90 Personen den Ankauf der Bahnlinie durch die Kommunen im Städtedreieck mit einem Einzugsbereich von 35.000 Menschen. Bei dieser „enormen“ Nachfrage könnten vermutlich sogar die fünf Parkplätze am alten Bahnhof in der Vorstadt für die bahnwilligen Pendler ausreichen.
Weil aber nicht sein kann, was nicht sein darf, schiebt Dantl diesen Riss in seiner Realitätswahrnehmung einer schlechten Werbung und zu geringen Einsatz von Bürgermeister Thomas Gesche in die Schuhe. Wem sonst?
Nochmals zur Erinnerung: Es sind exakt 104 Befragte, die als Berufspendler überhaupt in Erwägung ziehen, bei einem optimal zeitlich zugeschnittenen Fahrplan das Angebot zu nutzen. Wer die Bedarfszahlen der DB kennt, die für die Einrichtung eines simplen Haltepunkts werktätig 1000 Fahrgäste als unterste Grenze einplanen, erkennt die völlige Aussichtslosigkeit das Projekt weiterzuverfolgen. Hier ist jeder weitere Planungscent hinausgeworfenes Geld. Abgesehen von den technischen Hürden und unvorstellbaren hohen Kosten (siehe dazu DZ 188 in lokal vom 05.08.2015)  kann man nur den Kopf schütteln über so viel Ignoranz. So handelt es sich erneut um eine Sumpfblüte aus Dantls Wünsch-dir-was-Laden. Lohnender wäre es, wenn das Städtedreieck die Kraft aufbrächte, den Weiterbau der Umgehungsstraße voranzutreiben und für den Erhalt des Maxhütter Bahnhofs mit einer besseren Vertacktung nach Regensburg kämpfen würde.
Dafür lohnt der Einsatz meinen

Hans Glatzl
und die BFB-Fraktion

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