Neuerscheinung: „Königlich Bayerische Bezirksamt Burglengenfeld“

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Buchvorstellung auf der Burg zu Lengenfeld: Heimat- und Sagenbuch über das „Königlich Bayerische Bezirksamt Burglengenfeld“

BURGLENGENFELD (sr). Im historischen „Zehrgaden“ auf der Kaiser- und Herzogsburg Burglengenfeld wurde das Heimat- und Sagenbuch über das „Königlich Bayerische Bezirksamt Burglengenfeld“ vom Battenberg/ Gietl Verlag im Beisein der Burgherrin Irene Heuser erstmals vorgestellt. Autor des Buches ist Franz Joseph Vohburger, der sich mit den Recherchen für dieses Buch der Geschichte und Geschichten auf eine kleine Zeitreise in die Zeit der Urgroßeltern und zwar in die Zeit rund um das Jahr 1900 begab. Eine für die heutige Zeit unbekannt gewordene Welt.

Zu erforschen war das Leben und Wirken unserer Vorfahren in die Zeit vor dem 1. Weltkrieg, als es in Deutschland noch einen Kaiser gab und unser Bayern noch ein Königreich war. Der Erstellung des Buches voraus ging eine Sammlertätigkeit von über 5o Jahren und auch das Schreiben des Buches erstreckte sich nochmals über 3 Jahre. Zu erforschen und niederzuschreiben galt es das Leben und Wirken unserer Vorfahren vor ca. 100 Jahren, beispielsweise welches Gebiet das Bezirksamt Burglengenfeld damals umfasste. Und dann galt es zu erkunden, welche Geschichte, welche Geschichten, welche Sagen, Märchen, Legenden und merkwürdige Begebenheit die 53 Gemeinden des Bezirksamtes aufzuweisen hatten. Erschwerend dabei war, dass viele der damaligen Gemeinden inzwischen aufgelöst wurden, oder auch im Truppenübungsplatz Hohenfels aufgegangen sind. Damals erstreckte sich das Gebiet von Duggendorf bis Fronberg. Und im Vilstal gehörten damals auch noch die Orte Schmidmühlen, Emhof und Vilshofen dazu. Gefunden bei der Erforschung wurden auch noch teilweise auch die damaligen Spitznamen der Dörfler. So nannte man beispielsweise die Bewohner von Leonberg die „Sterznudeln“, die Pirkenseer als „Dotschnudeln“ und die Klardorfer als Sandhosen. Bekannt waren auch die Ettmannsdorfer als die bedrohlichen „Denglhammer“, die diesen Spitznamen wegen einer Rauferei ihrer KirwaBurschen bekamen.

Die Idee zu dem Buch kam Vohburger bereits vor einem halben Jahrhundert durch ein kupfernes Schild mit der Aufschrift „Bezirksamt Burglengenfeld“ an der Mauer zum ehemaligen Landratsamt Burglengenfeld, jetzt Volkskundemuseum. Dann geriet das Projekt erstmal über 50 Jahre in Vergessenheit, obwohl die Sammlertätigkeit für das Projekt weiter anhielt. Und nach einigen Anstößen durch den Verlag macht Vohburger sich dann ans Werk. Viele Aspekte gab es dabei zu beachten bei der jeweiligen Kurzgeschichte der einzelnen Orte. So die Geschichte der jeweiligen Hofmarks- und Hammerherren, Auch die Geschichte der Entstehung des Verwaltungsgebietes unter dem Adelsgeschlecht derer von Lengenfeld, Waldeck und Hopfenohe. Dann der Übergang des Gebiets durch Heirat an das Herschergeschlecht der Wittelsbacher. Nicht zu vergessen auch noch die Zeitläufe in den Orten vom 11. Jahrhundert an. Darunter auch die schrecklichen Zeiten der Pest und der Kriege, vor allem die des Dreißigjährigen Krieges. Zeiten die sich auch in vielen Sagen und Märchen unserer Heimat nieder geschlagen haben.

Der Altlandrat Hans Schuierer von Burglengenfeld und Schwandorf sagte zu dem neuen Heimat- und Sagenbuch des Königlich Bayerischen Bezirksamtes, dass hier in Buchform etwas zusammen gestellt worden sei, was es in unserer Heimat bisher noch nie gab und noch nie da war. Weiter sagte der Altlandrat, dass mit dem Buch ein Nachschlagewerk geschaffen und auch ein Stück Heimat bewahrt wurde, das sonst vielleicht in Vergessenheit geraten wäre.

Das Heimatbuch ist im MZ/Battenberg/Gietl-Verlag erschienen und für 19,90 Euro erhältlich.

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