Nullnummer an der Further Straße

Weder die Chamer noch die Burglengenfelder konnten sich entscheidend durchsetzen im Spitzenspiel um Platz zwei. Foto: Archiv

Das Spitzenspiel zwischen Cham und Burglengenfeld hatte keinen Sieger. Zumindest hat Cham die Bilanz aufgehübscht.
Keine Tore zwischen dem ASV Cham und dem ASV Burglengenfeld sahen die 300 Zuschauer im Stadion an der Further Straße im Verfolgerduell. Im Kampf um den Aufstiegsrelegationsplatz dürfte dieses Unentschieden aber keiner der beiden Mannschaften richtig weitergeholfen haben.

Gewinner ist der SV Donaustauf, der beim 2:0-Heimsieg über den SC Ettmannsdorf nichts anbrennen ließ und aktuell vier Punkte Vorsprung auf Cham und Burglengenfeld hat. Auch wenn dem ASV erneut kein Treffer gelungen ist, konnte die Elf von Trainer Uwe Mißlinger zumindest die Bilanz gegen Burglengenfeld aufbessern. Zuletzt gab es in den Spielen gegen die Burglengenfelder fünf Niederlagen am Stück für die Kreisstädter. Uwe Mißlinger und Matthias Bösl, der wegen einer Geburtstagsfeier gleich nach Spielschluss weg musste und seinem Co-Trainer die Spielanalyse in der Pressekonferenz überließ, hatten ihre Spieler taktisch optimal eingestellt. Viel spielte sich dabei im Mittelfeld ab, so dass zumindest in der ersten Halbzeit nennenswerte Toraktionen eher selten zustandekamen. Keiner wollte dem anderen ins offene Messer laufen.

Epifani Sieger gegen Brandl
Dennoch hatten die Rot-Weißen gleich in der Anfangsminute eine dicke Chance. Brandl hatte sich 16 Meter vor dem Gästegehäuse den Ball zurecht gelegt. Doch Gäste-Keeper Marco Epifani konnte die Kugel gerade noch über die Latte zur Ecke lenken (1.). Bis zur 18. Minute dauerte es, ehe auch der ASV Burglengenfeld einen Vorstoß auf das Chamer Gehäuse wagte. Für Chams Schlussmann Lengsfeld war der Drehschuss keine allzu große Gefahr. Einsatz in der fairen Partie, in der Schiedsrichter Golo Schricker (Hohenthann) nur zwei Gelbe Karten gegen den Gast zücken musste, konnte man keinem absprechen. Doch Tormöglichkeiten blieben in einer eher niveauarmen ersten Hälfte Mangelware. Eine Einzelaktion des Burglengenfelder Torjägers Benjamin Epifani hätte beinahe zum Torerfolg geführt. Sein Freistoß aus rund 18 Metern segelte ans Außennetz (34.). Unverändert kamen beide Mannschaften aus der Kabine. Die Chamer hatten die erste Gelegenheit nach Wiederbeginn. Mario Mühlbauers Schuss ging aber drüber (46.). Gefährlicher war eine Situation zehn Minuten später, als erneut Mühlbauer an der Strafraumgrenze an den Ball kam und in Richtung langes Eck zielte. Bierlmeier und Schmaderer rutschten an der Kugel vorbei (55.).

Lengsfeld rettete gegen Christoph
Mit einer klasse Reaktion wehrte Torhüter Lengsfeld einen Schuss aus Kurzdistanz von Dietrich Christoph noch zur Ecke ab (58.). Das Spiel nahm zwar in der zweiten Hälfte an Intensität zu, doch die Defensivreihen standen auf beiden Seiten sehr kompakt. In der 64. Minute war Franz Wendl nach starkem Antritt nicht vom Ball zu trennen, sein Schuss ging knapp am Pfosten vorbei (64.). Auf der Gegenseite war Lengsfeld gegen Benjamin Epifani zur Stelle und lenkte den Ball mit einer Hand noch um den Pfosten (79.). Die letzte Aktion des Spiels hatten die Chamer. Ein Zuspiel von Bierlmeier landete bei Brandl. Doch der Chamer verzog in aussichtsreicher Position. Der Ball ging über das Tor (79.).
Stimmen zum Spiel
Robert Rödl (Co-Trainer ASV Burglengenfeld): „Ein gerechtes Unentschieden, denn auf beiden Seiten waren keine großen Torchancen zu verzeichnen. Wir haben unsere Kontermöglichkeiten nicht richtig zu Ende gespielt. Der letzte Pass hat gefehlt. Wir wussten allerdings, dass es gegen Cham richtig schwer werden würde. Unser Plan ist jedenfalls aufgegangen. Wir müssen nicht Zweiter werden. Wenn wir es werden, dann nehmen wir es natürlich mit“.
Uwe Mißlinger (Trainer ASV Cham): „Mit dem Auftritt meiner Mannschaft bin ich sehr zufrieden. Körpersprache und Mentalität, die im letzten Spiel gefehlt haben, waren von der ersten Minute an da. Leider ist es uns nicht gelungen, ein Tor zu schießen. Dem Gast aber auch nicht. So gesehen ist das Unentschieden gerecht. In der zweiten Halbzeit hatten wir mehr Spielanteile als der Gegner, aber dafür gibt es keine zusätzlichen Punkte.“ (ckm)

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