„Auf Spurensuche“ im Braunkohlemuseum Steinberg am See

Vor der Bergmannsbüste freute sich die HAK-Kindergruppe mit ihren Leitern Christian Scharf und Isolde Pretzl über die gelungene Ausstellungeröffnung „Marterl und Feldkreuze“ in Steinberg am See“ Foto: ssr

STEINBERG AM SEE (ssr). Getreu dem Motto des diesjährigen Internationalen Museumstages waren elf Kinder der Kindergruppe des Heimatkundlichen Arbeitskreises „auf Spurensuche“ in der Gemeinde nach Marterln und Feldkreuzen und präsentierten ihre Ergebnisse in einer außergewöhnlichen Ausstellung im Braunkohlemuseum, die noch einige Wochen zu sehen ist.
HAK-Vorsitzender Jakob Scharf zeigte sich „stolz auf diese Kindergruppe“, da sie beweise, dass „Heimatbewusstsein und Pflege der Traditionen“ nicht nur Sache der älteren Generation sei, sondern eine“ lebendige Aufgabe auch unserer Jugend“. Ihn freue, dass die Kinder regelmäßig zu bestimmten Themenstellungen zusammen kommen und dankte besonders den Leitern Christian Scharf und Isolde Pretzl. Auch Bürgermeister Harald Bemmel war sehr angetan von der „Vielfalt der Aktivitäten des Heimatkundlichen Arbeitskreises“ , die die Geschichte des Ortes lebendig halten. Der Dank der Gemeinde zeige sich auch im diesjährigen Haushalt, wo man Mittel für die Außenfassade des Museums und die Wiederherstellung der Originaltüren aus dem 18 .Jahrhundert bereit gestellt habe. Er dankte den ehrenamtlich tätigen Kräften, die das ganze Jahr Engagement für das Museum und damit für die Gemeinde zeigen.
Mit Powerpoint präsentierten dann die Kinder den zahlreich erschienen Besuchern im „viel zu kleinen Vorführraum“ ihre Ergebnisse. Sie hatten zahlreiche Marterln und Feldkreuze im Gemeindebereich „aufgespürt“ und ihre Entstehung erforscht. Bei einigen bleibt es nach wie vor unbekannt, warum sie aufgestellt wurden. Bei anderen waren Tod durch Blitzschlag wie bei Michael Retzer oder Totschlag von Stephan Obermeier – beide Marterl am Rundweg des Steinberger Sees- der Anlass. Auch das jüngste Holzkreuz zum Gedenken an den Tod eines Tauchers im See bezogen die Kindern in ihre Recherchen mit ein. Am Ende ihrer Präsentation „prüften“ sie die Aufmerksamkeit der Erwachsenen mit einem Quiz und luden zur Ausstellungseröffnung mit einer Dokumentation an einer Plakatwand, einem Puzzle und einem Memory ein. Insgesamt fand dieser Museumssonntag mit der „etwas anderen, etwas ungewöhnlichen Ausstellung“ – so Scharf- bei der Bevölkerung, für die es auch Kaffee und Kuchen gab, großen Anklang.(ssr)

 

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*