„Burglengenfeld einst und jetzt“: Ausstellung im Rathaus

Ortsheimatpfleger Günther Plößl kennt sich so gut wie sonst keiner mit den Häusern und den Geschichten der Bürger in Burglengenfeld aus. Davon konnten die Gäste der Ausstellungseröffnung einen lebhaften Eindruck gewinnen. Foto: Stadt Burglengenfeld

BURGLENGENFELD (sr). „Ich hoffe, dass viele Bürgerinnen und Bürger die Chance nutzen, sich mit unserer Stadt in Bildern zu beschäftigen und so die Jahrzehnte wechselvoller Geschichte nachvollziehen zu können.“ Bürgermeister Thomas Gesche hat die Ausstellung „Burglengenfeld einst und jetzt“ eröffnet. Im Rathaus sind bis zum22. September mehr als 200 historische Ansichten von Straßenzügen, Plätzen und Häusern aus den vergangenen Jahrzehnten zu bewundern, die jeweils mit einer aktuellen Neuaufnahme aus exakt derselben Position kombiniert wurden.

Einen Vorgeschmack auf die Ausstellung lieferte heuer bereits der Burglengenfelder Bildkalender. Noch mehr ist nun im Rathaussaal zu sehen: Die wichtigsten, die schönsten, die kuriosesten, die ungewöhnlichsten Wohn- und Geschäftshäuser, öffentlichen Gebäude, Wirtshäuser und Kirchen. „Gebäude, die den meisten seit der Kindheit vertraut sind, die man oft gar nicht mehr bewusst wahrnimmt“, sagte Dr. Margit Berwing-Wittl, Leiterin des Oberpfälzer Volkskundemuseums.

So passiere es bei Stadtführungen immer wieder, dass ältere Teilnehmer sagen: „Oh, auf dem Platz oder in der Straße bin ich ja seit 40 Jahren nicht mehr gewesen.“ Es lohnt sich laut Berwing-Wittl also, „mal ganz genau hinzuschauen, die eigenen Erinnerungen mit den Bildern von einst und jetzt zu vergleichen und die Besonderheiten zu entdecken, die diese alte Stadt so einzigartig machen“.

Zu den Ausstellungsmachern gehört auch Ortsheimatpfleger Günter Plößl. Er sagte, mit der Dar- und Gegenüberstellung „versuchen wir die gesamte Bandbreite des sozialen Lebens der Stadt abzudecken“. So werde der jeweilige Zeitgeist aufgezeigt – und „was der städtebaulichen Darstellung und Entwicklung Burglengenfelds mit manchen neuen Baugebieten und deren Bebauung angetan wurde und angetan wird“. Plößl hoffte, die Ausstellung möge dazu beitragen, den „Entscheidungsträgern Mut und Schneid“ zu geben, „nicht jeder Bebauung in jedem Baugebiet zuzustimmen, damit auch in Zukunft der Stadtgestalt der gebührende Rahmen zukommt“.
Ähnlich äußerte sich auch Werner Binder. Der frühere Lehrer am Gymnasium steuerte die aktuellen Fotos bei, die einen spannenden Kontrast schaffen zu den historischen Aufnahmen. Binder sagte, die Ausstellung „Burglengenfeld einst und jetzt“ dokumentiere Veränderungen. Sie könne aber auch den Blick schärfen, um negative Entwicklungen in Zukunft zu vermeiden.

Wer eine persönliche Gruppenführung durch die Ausstellung „Burglengenfeld einst und jetzt“ haben möchte, kann sich gern im Oberpfälzer Volkskundemuseum (Telefon 60 25 83, E-Mail museumbul@gmx.de) oder bei Ortsheimatpfleger Günther Plößl (Tel. 54 56) melden.

Die Öffnungszeiten des Rathauses und der Ausstellung: Mo, Di, Do 8 bis 12 und 13.30 bis 17.30 Uhr, Mi 8 bis 12 Uhr, Freitag 8 bis 15 Uhr sowie Sa 10 bis 12 Uhr.

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