“Denkzettel” – Scheinriesen

Die SPD-Fraktion stellt mit ihren acht Stadträten die stärkste Fraktion im Burglengenfelder Stadtrat. Gemeinsam mit der BWG bestimmen die Genossen mit einer Mehrheit von 13 Stimmen, wo die Reise hingeht in der Naabstadt.

Daran hat sich auch nach dem Abtritt von Heinz Karg nichts geändert, der ja immer noch durch seine erdrückende Anwesenheit im Gremium darüber wacht, dass keiner seiner Zöglinge aus dem Ruder läuft. Umso verwunderlicher ist das Gejammer des aktuellen Fraktionsvorsitzenden Sebastian Bösl, der von einer „Verzwergung“ des Kollegialorgans spricht, nur weil sich die „Opposition“ weigert, die destruktiven Anträge der SPD und BWG zur Demontage des Bürgermeisters mitzutragen.
Wer sich hier an die Ära des GröBaZ erinnert, kann bei soviel Gedächtnisverlust nur den Kopf schütteln.

Doch das Problem sitzt tiefer, wie der jüngste Hilferuf des SPD-Kreisvorsitzenden und langjährigen MdL Franz Schindler klarmacht. Zutreffend analyisert er, die SPD leide an einer „Verbonzung“. Gerade das politische Lebenswerk von Karg bestätigt diesen Niedergang deutlich, wie sich aktuell beim Thema Sozialwohnungsbau zeigt.

Da fordert das geistige Führungsduo Bösl und Wein unterstützt von Kargs BWG-Truppe heute Sozialwohnungen ein, die gestern noch von denselben Spezialdemokraten an amerikanische Heuschreckenfonds zugunsten einer Spaßbadfinanzierung verscherbelt wurden. Die Verantwortlichen sollten sich mal die Mühe machen, diese Wohnungen in der Pfälzerstraße zu besichtigen und mit den Mietern dort zu sprechen, statt teure Schaufensteranträge im Stadtrat zu stellen.

Im Übrigen ist die Versorgung mit Wohnraum seit Kargs Zeiten dem Stadtrat weggenommen und die Stadtbau GmbH liegt mehrheitlich in der Verantwortung der Jammerer selbst.

Ein weiteres Beispiel für sinnlose Scheindiskussionen ist der absurde Streit mit der CSU um die Zufahrt zum Baugebiet am Augustenhof.
Eine Straßenbreite von 50 Zentimeter mehr oder weniger löst nicht das Problem von rund 1.400 Pendlern, die sich jeden Tag auf dem Weg nach Regensburg durch die Richard-Wagner-Straße über den Augustenhof, Maxhütter- und Lindenstraße im Stop-and-Go zur B15 quälen müssen.
Die Planungsfehler wurden schon vor Jahren gemacht, nachdem man dort zwar ständig neue Baugebiete ausgewiesen, die überörtliche Verkehrserschließung jedoch „vergessen“ hat. Verdient haben an der Misere nur die von Karg gehätschelten Investoren.

Wer hier wie Bösl von einer „Verzwergung“ des Stadtrates spricht, sollte sich angesichts der damaligen und heutigen Mehrheitsverhältnisse selbst an die Nase fassen.
Die „große“ SPD-Fraktion ist ein Scheinriese. Je näher man ihr kommt, desto kleiner wird sie. Daran erinnern

Hans Glatzl
und die BFB-Fraktion Burglengenfeld

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