Straßenbreite im Neubaugebiet „Südhang VI“ umstritten

Fraktionsvorsitzender Michael Schaller (2.v.l.) besichtigt mit CSU-Mitgliedern (v.l.n.r.) Peter Singerer, Michael Schaller, Thomas Hofmann, Brigitte Hecht und Franz Birk die bestehende Straße samt aktueller Verkehrssituation im zu entstehenden Baugebiet Südhang VI

Bürger geben eindeutige Antwort

BURGLENGENFELD (sr/lz). Die CSU setzt ihre Wahlversprechen um und stellt sich eindeutig auf die Seite der Bürgermehrheit. Heiß umstritten ist momentan die Breite der Haupterschließungsstraße des neuen Baugebiets „Südhang VI“ am Augustenhof.
Ende September wurden durch die CSU-Fraktion im gesamten Baugebiet „Augustenhof“ insgesamt 250 Fragebögen in die Briefkästen der Bewohner eingeworfen. Anlass war die im Stadtrat kurz zuvor hitzig geführte Debatte über die Breite der Haupterschließungsstraße. Die von der Verwaltung vorgeschlagene Straßenbreite von sechs Metern war einigen Mitgliedern des Stadtrates zu viel, nachdem auch Einwendungen von Anwohnern des ursprünglichen Augustenhofs hierzu eingebracht worden waren.
„Schon in der Sitzung sprach ich für meine Fraktion von der schweigenden Mehrheit, die die sechs Meter Straßenbreite nicht nur befürwortet, sondern sich diese regelrecht wünscht“, so schreibt Michael Schaller, Fraktionsvorsitzender der CSU, in einer aktuellen Pressemitteilung. „Nicht nur ich selbst, wohnhaft im Bereich der Franz-Marc-Straße, sondern eine Vielzahl meiner Nachbarn erwartet, dass nicht erneut dieselben Fehler wie einst in der Franz-Marc- und Paul-Klee-Straße gemacht werden.“
Sollen die Bauherrinnen und Bauherren nach Einzug in ihr Eigenheim am Südhang VI also dieselben Missstände wie zugeparkte und unübersichtliche Straßen vorfinden? Schaller und die CSU denken nein.
Das Ergebnis der CSU-Fragebogenaktion stellt sich folgendermaßen dar: Es kamen bis zur Erstellung dieses Artikels 89 Antworten zurück. Schaller dazu: „Das ist eine Rücklaufquote von 35,6%. Davon stimmten 77 (86,5%) der Rückläufer für die sechs Meter und 12 (13,5%) für 5,50 Meter breite Straße. Ein bemerkenswert deutliches Meinungsbild.“
Eine brechend volle Gaststube beim öffentlichen Stammtisch in der Gaststätte Frey am 12. Oktober habe erneut gezeigt, dass dieses Thema für alle Anwohner wichtig ist. Sowohl die Befürworter des CSU-Vorschlags als auch die Verfechter einer Straßenbreite von 5,50 Metern meldeten sich in einer zweistündigen Diskussion rege zu Wort. „Im Ergebnis ist festzustellen, dass die Resonanz des Stammtisches sehr wohl das Ergebnis der Befragung stützt“, so Schallers Urteil. „Von den anwesenden Gästen sprachen sich drei Familien vehement für eine Straßenbreite von 5,50 Meter aus. Zwei weitere kurze Wortmeldungen gingen ebenfalls in Richtung pro 5,50 Meter.“
Die überwiegende Mehrheit habe jedoch die 6-Meter-Variante unterstützt. Es meldeten sich ob gefährlicher Situationen für ihre Kinder in zu engen und zugeparkten Straßen besorgte Mütter genauso wie ein Vater aus der Paul-Klee-Straße, der feststellte, dass sich seit Einführung der Einbahnstraße die Geschwindigkeit der Verkehrsteilnehmer trotz vorangegangener Befürchtungen nicht merklich erhöht habe, obgleich nun eine relativ breite, zudem abschüssige Fahrbahn ohne Gegenverkehr zur Verfügung stehe.
Eine weitere Mutter schilderte die Situation an der Schulbushaltestelle in der Franz-Marc-Straße: Diese sei gefährlich, da die Straße viel zu schmal sei, PKWs parken und so der abgesenkte Bordstein überfahren werde.
Bei dem ein oder anderen Besucher habe sich gegen Ende der Veranstaltung der Eindruck aufgedrängt, „dass insbesondere ein Anwohner immer wieder das Wort ergriff, um eine Lanze für eine möglichst schmale Gestaltung der neuen Straße vor seiner Haustür zu brechen. Dies klar mit der Intention, diese für Zu- und Abfluss des Verkehrs möglichst unattraktiv zu machen und damit letztlich einen möglichst großen Teil des steigenden Anwohnerverkehrs über die Achse Franz-Marc-Straße / Paul-Klee-Straße abzuwickeln“, resümiert der CSU-Fraktionsvorsitzende. Zu bedenken sei zudem, dass über die zu errichtende Straße der Betriebsverkehr des am Augustenhof ansässigen Bagger- und Transportbetriebs abzuwickeln sei.
Die CSU sieht nun ihre Auffassung durch die Befragung und den Stammtisch bestärkt: „Wir vertreten deshalb in der nächsten Sitzung die sehr deutliche Mehrheit der betroffenen Anwohner, die sich für mehr Übersichtlichkeit und damit Sicherheit im Verkehr auf dieser Haupterschließungsachse ausspricht.“

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