Seit 15 Jahren gibt es den „SADPass“

Mitglieder des Netzwerkes Soziale Fachberatung im Landkreis Schwandorf freuen sich über das Jubiläum 15 Jahre SADpass.

Bessere Teilhabe am gesellschaftlichen Leben im Landkreis

SCHWANDORF (sr). „Am 4.11.2002 wurde der erste SADPass ausgestellt. Das war damals einzigartig in der Oberpfalz und als Landkreisermäßigung auch in Bayern. Mittlerweile wurde der SADPass Vorreiter für einige andere Kommunen“ berichtet die Mitbegründerin und Organisatorin des Projektes, Helga Forster. Seit nunmehr 15 Jahren sorgt der SAD-Pass für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Sozial – Aktiv – Dabei, dafür und für den Landkreis Schwandorf stehen die drei Buchstaben, die sozial schwache Mitbürger in Stadt und Landkreis Schwandorf unterstützen.

„Das Projekt für geringverdienende Menschen ist gerade in Zeiten, in denen Kürzungen an der Tagesordnung sind, positiv und wegweisend“, betont die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises, Helga Forster. Mit dem „SAD-Pass“ sollen gering verdienende Menschen Vergünstigungen nutzen können, um sich nicht gänzlich aus dem Leben zurückzuziehen und sich und ihren Kindern zum Beispiel einen Ausflug mit dem Ferienprogramm oder ins Frei- und Hallenbad zu ermöglichen. Gerade die Ermäßigungen beim öffentlichen Nahverkehr, die über den Landkreis finanziert werden, sind ein Zugpferd für den Pass.

Rund 9.000 SADPässe wurden in den 15 Jahren ausgestellt, 1.700 Personen nutzen derzeit den SADPass und die zahlreichen Ermäßigungen, die es erleichtern, am gesellschaftlichen, sozialen und kulturellen Leben teilzunehmen. Die Zahl der Antragsteller ist seit 2002 konstant gestiegen. Gleich geblieben sind die Angebotsvielfalt und die unbürokratische Antragsstellung. Das Netzwerk für soziale Fachberatung im Landkreis Schwandorf hat den SADPass zum Laufen gebracht. „Nur durch die Bündelung der sozialen Beratungsstellen und Einrichtungen konnte so ein Projekt entstehen“, erklärt die Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt, Dorothea Seitz-Dobler.

Den Antrag stellen können Menschen, die Sozialhilfe, Arbeitslosengeld II bzw. Grundsicherung erhalten oder Geringverdiener sind. Gerade Alleinerziehende haben das größte Armutsrisiko und der SADPass ist ein Instrument, um den Frauen und ihren Kindern Unterstützung zu gewähren. Die Zahl der Antragsteller, die auf Vergünstigungen beim Öffentlichen Nahverkehr, bei Eintritten in Museen und Schwimmbäder sowie zu Veranstaltungen und Vorträgen angewiesen sind, wächst. Kinder kommen in den Genuss ermäßigter Preise für Klassenfahrten, beim Kopiergeld und bei Mitgliedsbeiträgen in Sportvereinen. Die Auswahl der insgesamt 130 Angebote ist vielfältig.

Die Anbieter schlagen zwei Fliegen mit einer Klappe: Zum einen machen sie Werbung in eigener Sache und erschließen neue Kundenkreise, zum anderen stellen sie sich ihrer sozialen Verantwortung. Zudem konnten zahlreiche Kommunen, Schulen, Kindergärten und Kirchen als Anbieter gewonnen werden. Aber das Netzwerk sucht noch weitere Anbieter: „Jeder kann Teil des SADPasses sein und mitwirken“, wirbt Roland Woog von der Erziehungsberatungsstelle der Katholischen Jugendfürsorge.

Die Antragstellung für den „SADPass“ ist über die Kommunen und über viele Beratungsstellen im Landkreis möglich. Seine Gültigkeit beträgt höchstens ein Jahr, kann bei Vorliegen der Voraussetzungen aber auch verlängert werden. Alle Nutzungsmöglichkeiten sind auf der Internetseite des Landkreises unter Familie und Soziales, Netzwerk Soziale Fachberatung, zu finden.

Weitere Informationen erhalten Sie über die Gleichstellungsbeauftragte Helga Forster unter Telefon 09431 471-357 oder Email Helga.Forster@Landkreis-Schwandorf.de.

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