60 Jahre LEV-RS

Landrätin Tanja Schweiger neben Bürgermeister Siegfried Böhringer (re)

Landeselternverband der Bayerischen Realschulen noch lange nicht im Ruhestand

REGENSTAUF (do.) „Wir machen Schule gemeinsam“ – steht über dem Eingang zur Max-Ulrich-von-Drechsel Realschule Regenstauf. Zu dieser Gemeinschaft gehören selbstverständlich die Eltern und deren Vertreter, insbesondere der LEV-RS, der dort am Wochenende bayernweit zum Landeselterntag eingeladen hatte. Die Ministerialbeauftragten sowie Vertreter und Vertreterinnen zahlreicher Partnerverbände und der Politik gratulierten und informierten gleichzeitig.

Nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch Herz und Charakter bilden
Elfriede Ohrberger (Ministerialdirigentin) brachte die Besonderheit der Schulform Realschule auf den Nenner und würdigte den Einsatz des LEV-RS. „Ohne Eltern als Teil der Schulfamilie geht es nicht!“, so die Ministerialdirigentin wörtlich. In ihren Ausführungen betonte Ohrnberger, dass es ein klares Konzept für die Digitalisierung gäbe, die Lehrpläne und auch die Fortbildung der Lehrkräfte nachjustiert werden.

Kompetent und begabungsgerecht bilden
Als wichtige Säule des dualen Bildungssystems bezeichnete Mathilde Eichhammer (Vereinigung Bayerischer Realschuldirektorinnen und -direktoren VBR) die Realschule. Sie ist medienaffin und die „Schule des sozialen Aufstiegs“. „Bildung und Erziehungsarbeit gelingen jedoch nur, wenn sowohl Eltern als auch Schule ihrem Erziehungsauftrag nachkommen“, so Eichhammer.
Sie betonte die gute Zusammenarbeit des VBR mit dem LEV-RS, der beratend, informierend und ermutigend starke Eltern schafft und mahnte, dass die Politik ihre Versprechen auch nach den Wahlen nicht vergessen dürfe.

Realschüler können alles werden
Mit diesem Statement unterstrich Jürgen Böhm (Bayerischer Realschullehrerverband brlv) erneut das „Vorzeigemodell Realschule“. Die Realschüler von heute seien die Fachkräfte von morgen. Man müsse nach wie vor die Übergänge offen halten und dadurch gleichzeitig die Individualität der Kinder würdigen, so Böhm. Man müsse sich bereits jetzt auf den seiner Meinung nach bevorstehenden Lehrermangel vorbereiten und entsprechend vorbeugen.

Eltern fordern
Ministerialrat Konrad Huber stellte sich gemeinsam mit Elfriede Ohrnberger der Diskussion. Zum Thema Klassenstärke merkte er an, dass der Durchschnitt bei 25,7 und bei 44 % der Realschulen sogar unter 26 liege. In Punkto „Lehrerversorgung“ sei bereits von allen Schulen ein inhaltliches Vertretungskonzept gefordert worden. Was die Digitalisierung betrifft, dürfe man den Datenschutz nicht außer Acht lassen.
Ohrnberger verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass ALLE Eltern einer Klasse zustimmen müssen. Außerdem genüge es nicht, nur einen Beauftragten für neue Medien zu haben – „alle Lehrer müssen fit gemacht werden“, so die Ministerialdirigentin wörtlich. Wichtig sei aber vor allem der gegenseitige Informationsaustausch zwischen Schule und Eltern. Schulleiter sollen bewusst den Informationskanal Elternbeirat nutzen und bereits in der 1. Sitzung informieren, der LEV-RS soll bei den Direktoren-Tagungen vorstellig werden.

Neuer „alter“ Vorstand
Andrea Nüßlein wurde mit überragender Mehrheit (1 Enthaltung) in ihrem Amt als 1. Vorsitzende bestätigt. Wiedergewählt wurden auch Thomas Stachel (3. Vors.), Johanna Scharl (Schriftführerin), sowie Peter Gschrey und Doris Dollmann im erweiterten Vorstand. Neu sind die beiden Kassenprüfer Otto Janner und Hans-Peter Landsmann.

Speed-Dating und Info-Inseln
Interessante Informationen konnten sich die Gäste bei den unterschiedlichen Info-Inseln abholen. Im 10-Minuten-Takt ging es von einer Station zur nächsten. Vertreten waren:
die Realschule Regenstauf, die Ministerialbeauftragten (Ltd. RSDin Maria Kinzinger, Oberpfalz, Ltd. RSD Wilhelm Kürzeder, Oberbayern-Ost und Ltd. RSD Ernst Fischer, Oberbayern-West), SCHULEWIRTSCHAFT (EG) Bayern – Berufsorientierung, das Deutsche Jugendherbergswerk, das Bayerische Schullandheimwerk, das Projekt „Digitale Schule 2020“.

 

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