JAS-Gymnasium als „Schule ohne Rassismus“ ausgezeichnet

Aus den Händen von Andrea Glaubitz (links) empfing die SMV des Johann-Andreas-Schmeller-Gymnasiums, vertreten durch Kassian Gradl (2. v. l.), Miriam Schindler und Emilia Ries (2. und 3. v. r.), die Ernennungsurkunde sowie das neue Gebäudeschild, mit dem sich die Bildungsstätte zukünftig als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ausweisen darf. Als Patin des langjährig angelegten Projekts gratulierte die Präsidentin der OTH Amberg-Weiden Prof. Dr. Andrea Klug (3. v. l.) dem Schulleiter Christian Schwab (rechts) zu dieser besonderen Auszeichnung.

NABBURG (sr). „Engagement für Offenheit und Toleranz ist mir eine echte Herzensangelegenheit. Als ehemalige Schülerin des Nabburger Gymnasiums erfüllt diese Auszeichnung auch mich mit Stolz!“ Mit diesen Worten bedankte sich die Präsidentin der OTH Amberg-Weiden, Frau Prof. Dr. Andrea Klug, auch im Namen Ihrer Hochschule für das Angebot, die Patenschaft für das Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ am Johann-Andreas-Schmeller-Gymnasium zu übernehmen. Im Rahmen einer Feierstunde versammelte sich hierzu die gesamte Schulfamilie, um im Beisein zahlreicher Ehrengäste die offizielle Titelverleihung zu zelebrieren.

Als größtes Schulnetzwerk Deutschlands umfasst die 1995 ins Leben gerufene Aktion „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ aktuell bereits mehr als 4000 Schulklassen. Mit dem Nabburger Gymnasium gibt es nun alleine in der Oberpfalz 85 teilnehmende Bildungseinrichtungen, die vom „Bezirksjugendring Oberpfalz“ federführend betreut werden.

Franz Xaver Huber bedankte sich als Ministerialbeauftragter für die Gymnasien der Oberpfalz ebenfalls für die Einladung anlässlich dieser wichtigen Zertifizierung. Mit Frau Prof. Dr. Klug habe die Schule eine hochkarätige Patin gewonnen, die mit der Nabburger Schulleitung sicherlich weiterhin engen Kontakt halten werde, um für ein tolerantes und weltoffenes Lernklima an beiden Bildungsstätten zu sorgen. Gerade heute sei der Einsatz für diese westlichen Grundwerte leider nicht mehr selbstverständlich: „Diese Auszeichnung ist vielmehr auch Verpflichtung für die Zukunft. In einer Zeit, in der Egoismen im Großen, wie auch im Kleinen immer stärker in den Vordergrund rücken, gilt es, eine funktionierende soziale Gemeinschaft als etwas zu verstehen, in das man stets ein wenig mehr investieren muss.“
Der Dank der Elternbeiratsvorsitzenden Johanna Baumann ging insbesondere an die Schülerinnen und Schüler der SMV, die mit ihrem großem Engagement zu einer bemerkenswerten Erweiterung des Schulprofils beigetragen hätten.
Schülersprecherin Miriam Schindler versprach, auch weiterhin vielfältige Projekte und Aktionen anzustoßen: „Mobbing, Ausgrenzung, Gewalt und Rassismus? Diese schlimmen Auswüchse erleben wir zum Glück hier an unserer Schule nicht – und das soll auch so bleiben! Wir wollen auch in Zukunft eine Schule mitgestalten, an der jeder einen Platz hat. Dafür ziehen wir alle, Schüler und Lehrkräfte, an einem Strang.“
Bei der Überreichung des neuen Gebäudeschildes erinnerte Andrea Glaubitz im Namen des Bezirksjugendrings nochmals ausdrücklich an die umfangreichen Voraussetzungen der Zertifizierung und bat einige Schülerinnen und Schüler, die von Ihnen unterzeichnete Selbstverpflichtung zum Einsatz gegen Diskriminierung, Mobbing und Gewalt nochmals laut und deutlich vorzulesen. Allen Anwesenden wurde auf diese Weise klar vor Augen geführt, dass diese Feierstunde, die musikalisch und theatralisch von Mitgliedern der Bigband und des Oberstufentheaters umrahmt wurde, zugleich der Beginn eines weiteren Weges ist, um auch in Zukunft die Schule als weltoffenen und rassismusfreien Lebensraum zu erhalten und zu gestalten.

 

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