Alles KaKE?

DENKZETTEL …

Der Haushalt der Stadt Burglengenfeld für das Jahr 2018 sieht gut aus. Doch die Mehreinnahmen von rund drei Millionen Euro wecken Begehrlichkeiten, die sich auch in den Wunschlisten der Stadtratsfraktionen niederschlagen.

Dabei gibt sich das Landvolk (FWL) mit ein paar Hinweisschildern zur Geschwindigkeitsbeschränkung als Sahnehäubchen auf den reich gedeckten Gabentisch noch bescheiden. Die SPD legt mit einem Extra-Antrag ihr Augenmerk auf die finanzielle Förderung der Wifo-Aktivitäten zur Personalausweitung.

Das BFB setzt, abgesehen von den dringend notwendigen Infratstrukturmaßnahmen (Straßenausbau, Kindergarten-, Schulbau), den Schwerpunkt bei der Baulandpreisermäßigung und einem Kindergartenabschlag zugunsten von Mehrkindfamilien. Der CSU passt die Verteilung des warmen Geldregens so wie von der Verwaltung vorgeschlagen.

Eine Ausnahme bildet der wirre Wünschelstrauß der BWG, der jeden finanziellen Rahmen sprengt und dementsprechend konsequent auch ganz ohne Zahlen auskommt. Aber Zahlen und Fakten haben den großen Vordenker Heinz Karg bekanntlich noch nie interessiert, außer die selbsterfundenen.

So ist es nicht überraschend, dass die BWG einerseits der Idee eines weiteren staatlich organisierten und finanzierten Bespaßungszentrums (VAZ) erste Priorität einräumt, den TV umsiedeln und auch das Weißgelände gleich mitschlucken will.

Wie sich eine Kommune an solchen Brocken verheben kann, stellt das Bulmare unter Beweis. Allein dieser letzte große Schulden-Leuchtturm aus der Zeit des GröBaZ verschlingt Jahr für Jahr Millionen Euro, um die permanente Schieflage abzuwenden. Offenbar lässt trotz ständig öffentlich behaupeter schwarzer Null dort der Hunger der beteiligten Banken nur mit einem weiteren Zuschlag von 600.000 Euro zusätzlich auf aktuell 1,9 Millionen Euro befriedigen. Dieser Aderlass mag für Burglengenfeld möglich sein, solange die Konjunktursonne noch scheint. Aber wehe der Wind dreht. Was dann?

Doch den Bürgern wird ständig von der BWG vorgegaukelt (siehe BWG-Bürgerinfo Nr. 33 vom April 2018), „dass wir uns das Bulmare leisten können und zwar problemlos.“
Sollte diese Behauptung tatsächlich stimmen, warum muss dann die Stadt alljährlich mehr Geld in die Becken pumpen, die zum Großteil von auswärtigen Badegästen gern und kostengünstig als Wellnessoase genutzt werden? Die BWG-Haushaltsvorschläge sind reiner Populismus ohne jede Verantwortung für die Zukunft.

Eine Fortsetzung der altbekannten KaKE (KargsKostenExplosion), so beklagen

Hans Glatzl
und die BFB-Fraktion

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