„ALEXsagtNEIN“ fordert Gesamtmobilitäts-Konzept für das Städtedreieck

Entlang der Verauer Straße gibt es keinen Radweg. Dabei wäre diese Verbindung zwischen Teublitz und dem Bahnhof Maxhütte besonders wichtig. Foto: ALEXsagtNEIN

MAXHÜTTE-HAIDHOF (sr). In einem Offenen Brief an alle maßgeblichen kommunalen und behördlichen Stellen des Städtedreieck betreffend, fordert die Bürgerinitiative „Alex sagt NEIN“ neue Mobilitätskonzepte für die drei Städte.

Der Brief vom 19. April 2018 ging an die BürgermeisterInnen des Städtedreiecks, alle Parteifraktionen sowie an die Verwaltungen der drei Städte, an die Leitung der Geschäftsstelle Städtedreieck, die Landratsämter Schwandorf und Regensburg, die im Kreistag vertretenen Parteifraktionen und die Regierung der Oberpfalz:

„Der Großraum Regensburg steht wegen seiner dynamischen Entwicklung und des Zuzugs neuer Bewohner vor enormen verkehrspolitischen Herausforderungen. Im Städtedreieck werden zunehmend großflächig neue Baugebiete ausgewiesen, in denen sich Menschen ansiedeln, die hauptsächlich in Regensburg arbeiten. Beim Pendeln auf der A 93 vom Städtedreieck nach Regensburg sehen sie sich mit zähfließendem Verkehr und häufig mit langen Staus konfrontiert.
Wir regen deshalb an, dass die politisch Verantwortlichen des Städtedreiecks in Kooperation mit den Landratsämtern Schwandorf und Regensburg sowie der Regierung der Oberpfalz ein Gesamtmobilitätskonzept in Auftrag geben, das unter dem Leitbild der Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und des Umweltschutzes sämtliche Verkehrsträger einbezieht. Dieses landkreisübergreifende und umfassende Konzept sollte unter anderem folgende Aspekte berücksichtigen:
Eine wesentliche Verlagerung weg vom motorisierten Individual- hin zum öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) durch den Ausbau eines attraktiven Bus- und Schienenverkehrs, die Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene, eine strukturelle Erschließung des Städtedreiecks durch ein effektives Radwegenetz, das Elektro- und Lastenräder einbezieht – mit Anbindung an die Bahn sowie an Regensburg, die Förderung der E-Mobilität und des Carsharings, die Einführung intelligenter Verkehrsleitsysteme und Optimierung des bestehenden Straßensystems sowie nicht zuletzt eine städtebaulich sinnvolle und interkommunal abgestimmte Siedlungspolitik, die sich am Prinzip der >kurzen Wege< orientiert. (…)

Kleinräumige, in ihrer Wirkung sehr begrenzte und zweifelhafte Vorhaben, wie z. B. die geplante Ortsumgehung von Teublitz, leisten hingegen keinen Beitrag zur Lösung der Verkehrsproblematik im Städtedreieck als Teil des Großraums Regensburg. Die Umsetzung eines konzertierten Gesamtmobilitätskonzeptes würde hingegen zukunftsweisend auch die innerstädtische Verkehrssituation in Teublitz verbessern: Die E-Mobilität ist emissionsfrei und intelligente Verkehrsleitsysteme mit baulichen Veränderungen am Marktplatz verflüssigen den Verkehr. Und schließlich bliebe die wertvolle Naturlandschaft des Teublitzer Weihergebiets bewahrt.

Durch Planungen wie die der Ortsumgehung für Teublitz werden unverhältnismäßig große Finanz- und Planungsressourcen gebunden, die sinnvoller und zukunftsorientierter in die unbedingt erforderliche und letztlich unausweichliche Verkehrswende hin zur sauberen und vernetzten Mobilität zu investieren sind. Wir appellieren an die politisch Verantwortlichen, jetzt die Weichen für eine neue, umweltschonende Mobilität zu stellen!

Arbeitskreis der Bürgerinitiative ALEXsagtNEIN:
Yvonne Baldermann, Peter Eberhardt, Johannes Feicht, Petra Huber, Evi und Dr. Franz Schmidkunz, Christine Spoerl u. a.“

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