Traurig

DENKZETTEL …

„Kinder sind das köstlichste Gut unseres Volkes“! So vollmundig hebt die Bayerische Verfassung in Artikel 125 den gesellschaftlichen Wert hervor, den der Nachwuchs im Freistaat genießen sollte. Bekanntlich gehört auch Burglengenfeld noch immer zu Bayern. Und deshalb stellt die Unterstützung von kinderreichen Familien eine Pflichtaufgabe für Kommunen dar.

Auch in Burglengenfeld. So sollte man meinen. Doch die Stadtratsmehrheit in der Naabstadt setzt eindeutig andere Prioritäten, wie die Haushaltsvorberatungen befürchten lassen. Trotz eines Überschusses in Millionenhöhe haben SPD und BWG kein Geld übrig, um Mehrkindfamilien auch nur ein wenig unter die Arme zu greifen.

Bei der Beschaffung von Wohnrauum oder zur Übernahme von Kita- und Kindergartengebühren zeigen die Herren, die wie Sebastian Bösl selbst keine Kinder haben, den Anträgen des BFB die kalte Schulter. Ein Trauerspiel! Schließlich ist genug Geld vorhanden, um die Schweizer Gnome weiterhin mit Millionenbeträgen zu füttern, damit die Bulmare-Finanzierung nicht zusammenbricht. Andere Prestigeprojekte sind den Machern in der SPD offenbar viel wichtiger, wie der Irlsteg, dessen Kostenschätzung längst die 500.000 Euro-Latte gerissen hat, oder die teure Sanierung des Gefängnisturms ohne klares Nutzungskonzept.

Den Vogel in der Haushaltsdebatte schießt jedoch die BWG ab, die offenbar halb Burglengenfeld wie das TVund das Weiß-Gelände aufkaufen will, gleichzeitig aber kein Geld für die Bezahlung der Tariflöhne im Rathaus eingeplant hat.

Dieser Wünsch-dir-was-Katalog ohne Preisschild scheint genauso unbegrenzt wie die Verschwendungssucht ihrer Protagonisten von Kargs Polit-Altersheim. Aber dieses „Nach-uns-die-Sintflut“-Phänomen kennt das Volk ja aus der Herrschaftszeit des GröBaZ.

Einen kleinen Zuschuss für einheimische Familien zum Baulanderwerb oder auch nur ein Begrüßungsgeld für Neugeborene? Fehlanzeige! Dafür soll‘s keinen Cent geben. Oder liegt es wieder einmal daran, dass der Antrag vom BFB kommt? Eine Zustimmung zu einem BFB-Antrag war schon unter Heinz Karg als Bürgermeister bei der SPD/BWG strengstens verboten.

Dass dieser Virus in der angeblich runderneuerten SPD allen Beteuerungen zum Trotz immer noch aktiv ist, haben Bösl und seine Truppe mit ihrer Fundamentalablehnung erneut unter Beweis gestellt.

Sozial ist da gar nix, außer den billigen Sprüchen, mit denen diese Spezialdemokraten noch immer an den ausgelegten Leimruten ihres vormaligen Führers kleben. Das ist traurig, meinen

Hans Glatzl
und die BFB-Fraktion

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