Stegerer GmbH zum 20. Firmenjubiläum voll auf Erfolgskurs

Mittelständler aus Regenstauf wird zum dritten Mal in Folge als TOP 100 Innovator ausgezeichnet Foto: Stegerer

REGENSTAUF/LUDWIGSBURG (sr). Ingo Lederer, Geschäftsführer der Stegerer GmbH Metallbau, und sein Team haben allen Grund zu feiern. Nach 2016 und 2017 gehören sie in diesem Jahr erneut zu den 100 innovativsten Unternehmen des deutschen Mittelstandes.

Auf dem Deutschen Mittelstands-Summit in Ludwigsburg am 29. Juni 2018 nahm ein Teil des Teams die Auszeichnung im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung entgegen. „Wir sind stolz und überglücklich, zum dritten Mal hintereinander zu den TOP 100 zu gehören. Das zeigt, dass wir vieles richtig machen, und das nicht erst seit gestern. Wir werden auch in Zukunft ganz klar auf Digitalisierung setzen.“, so Lederer.

Das Jahr 2018 ist ein besonderes für die Stegerer GmbH. Der TOP 100 Innovator ist ihr zweiter Preis in kurzer Zeit, erst vor wenigen Tagen wurde der Regenstaufer Metallbauer beim German Brand Award ausgezeichnet. Das kommt grad recht, wie man in Bayern sagt, denn das Unternehmen feiert heuer sein 20-jähriges Firmenjubiläum.
Seit 1998 gibt es die Stegerer GmbH. Damals steckte die digitale Revolution noch in den Kinderschuhen – genauso wie Ingo Lederer und Betriebsleiter Alexander Artes, sie stiegen 2001 als Azubis ein.

Zum Glück erkannte man im Unternehmen früh nicht nur das Potential der beiden, sondern auch das der Digitalisierung: Bereits 2004 arbeitete man hier mit 3D-Konstruktionen, 2012 folgte das erste reale 3D-Objekt, das im Raum bewegt und von allen Seiten betrachtet werden kann.

Heute ist hochmoderne 3D-Technik im gesamten Produktionsprozess Standard. Für die Maßaufnahme vor Ort auf der Baustelle nutzen die Konstrukteure einen 3D-Laserscanner, für Großflächenaufnahmen eine Drohne. So stehen alle benötigten Maße exakt und schnell zur Verfügung. Der nächste Schritt ist dann die 3D-Virtual-Reality-Ansicht.

Mit Hilfe einer Mixed-Reality-Brille kann der Kunde virtuell über die Baustelle spazieren und sich das fertige Objekt ansehen – und das, bevor in der Werkstatt auch nur ein einziges Teil geschweißt wurde. „Bei Plänen oder Bildern braucht der Kunde immer noch Vorstellungskraft für das fertige Produkt. Da wirkt das ein oder andere Teil dann schon mal anders als erwartet“, berichtet Ingo Lederer aus Erfahrung. „Wenn der Kunde aber die Brille aufsetzt und damit in die virtuelle Realität abtaucht, steht er plötzlich mitten auf der Baustelle. Die Brille nimmt jede seiner Bewegungen auf und spiegelt realitätsgetreu wieder, wie das fertige Projekt aussehen wird.“

In Sachen Digitalisierung sei damit vorläufig alles Machbare realisiert, so Ingo Lederer. Bei Stegerer setzt man also kompromisslos auf die Zukunft.
Alle Prozesse im Unternehmen sind – soweit möglich – computergestützt, und zwar absolut „state of the art“. Für einen mittelständischen Handwerksbetrieb in einer sehr konservativen Branche ist das doch schon ziemlich „WOW“. Und genau das ist Teil des Erfolgsrezepts der Stegerer GmbH und unterscheidet sie vom Wettbewerb.
Die Azubis von damals haben also eine Menge bewegt. Was man dazu braucht? Sicherlich Neugier, ein bisschen Mut sowie jede Menge Technikbegeisterung und Innovationsbereitschaft. Vor allem aber eine Belegschaft, die den eingeschlagenen Weg nicht nur toleriert, sondern voll dahinter steht.

„Es ist toll, wie alle im Team unsere Begeisterung teilen. Wenn wir der Belegschaft unsere neuesten technischen Spielereien präsentieren, sprudeln alle nur so vor kreativen Ideen.“ … Und die sind bei Stegerer mehr als willkommen. 90% der Innovationsvorschläge von Mitarbeitern werden durchschnittlich umgesetzt, auch damit liegt man weit über den Werten der Konkurrenz.

In Regenstauf ist man also bestens gerüstet für die nächsten 20 Jahre. Egal, welche Technologien da noch kommen mögen, die Firma Stegerer wird vermutlich eine der ersten sein, die sie einsetzt. Und darauf sind Chefs und Mitarbeiter gleichermaßen stolz.