Arbeiten an der Asklepios Klinik im Städtedreieck

Leiterin der Abteilung Ulrike Rauch. Foto: Asklepios Klinik im Städtedreieck

STÄDTEDREIECK (sr). Jeder Handgriff sitzt, der Blick stets fokussiert, es wird wenig geredet. Es ist die ausgesprochen konzentrierte Atmosphäre, die beim Betreten des Labors in der Asklepios Klinik im Städtedreieck sofort auffällt.

Während die Leiterin der Abteilung, Ulrike Rauch, akribisch am PC-Bildschirm die Ergebnisse von gerade untersuchten Blutproben überprüft, füllt eine ihrer Mitarbeiterinnen die Zentrifuge mit neuen Proben und stapelt eine andere medizinisch-technische Laborassistentin (MTLA) Beutel mit Blutkonserven in den großen Kühlschrank.
Eine Dritte schließlich nimmt dem Kurierfahrer, der gerade von seiner Tour aus Oberviechtach und Lindenlohe erschienen ist, die sterile Tasche mit Blutproben von den beiden anderen Asklepios- Standorten im Landkreis Schwandorf ab.

Liebe Frau Rauch, welche Untersuchungen umfasst das Leistungsspektrums Ihres Labors?
Ulrike Rauch: Man kann das sehr gut beantworten anhand der großen Apparaturen, mit denen wir arbeiten. Hier haben wir den jeweils passenden Analyseautomaten für die Klinische Chemie für die Bestimmung von Serumparameter z.B. von Leber und Niere, für die Hämatologie (Analyse von Blutbildern) und die Hämostaseologie (Bestimmung der Blutgerinnung), für die Immunologie (Krankheitserreger und Vergiftungen) und die Immunhämatologie (Blutgruppenbestimmung, Immunreaktionen auf Blutbestandteile wie z.B. Erythrozyten und Thrombozyten). Schließlich besitzen wir noch eine sog. Urin-Station um z.B. Harnwegsinfekte zu überprüfen, ein Mikroskop u.a. für die Untersuchung von Rückenmarkflüssigkeit – und natürlich ein topmodernes EDV-System, in dem alle Daten erfasst und dokumentiert werden.

Im Labor arbeiten nur MTLA?
Rauch: Ja, für die doch sehr anspruchsvolle Arbeit ist eine eigene, dreijährige Ausbildung vonnöten. In Burglengenfeld sind aktuell mit mir fünf MTLA als Stammpersonal beschäftigt; wir untersuchen die Blutproben unserer Klinik, aber auch die aus Oberviechtach und der Orthopädischen Klinik Lindenlohe, die mit Kurier zweimal am Tag zu uns gebracht werden. Das sind an normalen Tagen bis zu 150 Proben pro Gerät.
Die meisten Proben fallen im Tagesbetrieb an, was aber ist bei Notfällen?
Rauch: Zum einen haben wir natürlich Rufbereitschaft, was heißt: Im Notfall steht innerhalb kürzester Zeit eine MTLA auch in der Nacht oder an den Wochenenden bzw. Feiertagen bereit.
Zum anderen ist unsere EDV so ausgerichtet, dass Notfälle bzw. akute Blutanalysen sofort an die erste Stelle geschoben werden. In erster Linie geht es aber bei Notfällen um Blutkonserven, die nötig sind. Hier ermitteln wir so schnell wie möglich die Blutverträglichkeit, indem wir auch einen Antikörper-Suchtest durchführen. Und natürlich halten wir die passenden Blutkonserven vor.

Was sind die größten Herausforderungen im Labor und damit an eine MTLA?
Rauch: Natürlich übernimmt heute die Technik, die man allerdings beherrschen muss, viel Analysearbeit. Aber um Ergebnisse auch bewerten und entsprechend einordnen zu können, ist nach wie vor das Hintergrundwissen einer ausgebildeten MTLA enorm wichtig. Es ist unsere tägliche Aufgabe, sehr schnell die nötigen Analysen durchzuführen und sichere Daten und Ergebnisse zu liefern. Kurzum: Eine Rund-um-die-Uhr-Diagnostik lässt keine Engpässe aufkommen.

Vielen Dank für das Gespräch.

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in der LOKAL-Ausgabe vom 27.2.2019 auf Seite 20