Inhaberwechsel im BioMarkt Burglengenfeld

Monika Stadlbauer ist neue Inhaberin, Lothar Weber wünschte viel Erfolg für die Zukunft.

BURGLENGENFELD (lz). Am 15. September 2018 war es so weit: Monika Stadlbauer aus Ponholz ist neue BioMarkt-Inhaberin! Während das BioMarkt-Urgestein Lothar Weber in die IT-Branche wechselt, übernahm die 38-jährige Mutter eines Sohnes das Ruder beim einzigen Nahversorger in der Burglengenfelder Innenstadt. Eigentlich ist sie Wirtschaftsingenieurin, hat aber auch lange in der Gastronomie gearbeitet. Wie sie zum BioMarkt gekommen ist – das erfahren Sie im aktuellen LOKAL-Interview mit dem scheidenden Geschäftsmann und der frisch gebackenen Geschäftsfrau.

LOKAL: Frau Stadlbauer, wie kamen Sie dazu, den BioMarkt Burglengenfeld zu übernehmen?
Monika Stadlbauer: Zum Biomarkt kam ich wie die Jungfrau zum Kind. Ich kenne Lothar schon länger und dann hat er mir mal erzählt, dass er aufhört und zum Spaß gesagt „mach du halt weiter“. Erst hab ich nicht darüber nachgedacht, aber irgendwie hat sich diese Idee in meinem Kopf festgesetzt, bis hin zu der Entscheidung, es wirklich zu machen. Und jetzt bin ich mit vollem Herzblut dabei – meine Nachtlektüre ist ein Buch über Käse 😉
Ich habe keine Erfahrung im Bio Einzelhandel, aber ich habe Erfahrung im Umgang mit Menschen und eine Affinität zu Menschen – und damit auch zu gesunder, glücklich machender Ernährung. Hinzu kommt, dass ich noch einmal so richtig etwas anpacken wollte, und wenn mein Sohn, der jetzt 16 ist, früher zu mir sagte „Mama, bleib bei mir!“, dann sagt er heute: „Oh, cool, Mama, mach das, ich unterstütze dich!“, und das gibt mir jede Menge Auftrieb.

LOKAL: Setzen Sie neue Schwerpunkte im BioMarkt? Ändert sich das Sortiment?
Stadlbauer: Im Prinzip ändert sich nichts. Es wird wieder eine kleine Kaffeeecke geben, das Sortiment wird lediglich überarbeitet, ein paar Abteilungen wechseln den Ort. Die Artikel speziell für Kinder werden zusammengefasst und um einen kleinen Bereich erweitert. Auch regionale Waren bekommen einen eigenen Platz. Diesen Bereich möchte ich langfristig erweitern, aber nicht alles auf einmal …!
LOKAL: Worauf freuen Sie sich als neue Geschäftsinhaberin besonders?
Stadlbauer: Ich freue mich ganz besonders darauf, „endlich loslegen“ zu können. Zwar bin ich so oft wie möglich im Verkaufsbereich, aber ich habe momentan so viel Organisatorisches und Geschäftliches zu bewältigen, dass ich da, wo ich am liebsten bin – und zwar bei meinen Kunden – noch nicht so oft sein kann wie ich es gerne möchte.

LOKAL: Und Sie, Herr Weber, wie sieht Ihr Resümee aus – nach neun Jahren Biomarkt?
Lothar Weber: Eine herrliche Zeit mit vielen Aufgaben! Insgesamt haben wir uns vervier- oder verfünffacht in dieser Zeit. Wir haben den Markt vergrößert, die Sortimente auch regional gestaltet und eine große Stammkundschaft gewonnen. Diese Arbeit hat viel Freude bereitet, aber natürlich auch ein großes Maß an Anstrengung gekostet.
Es waren intensive Jahre, in denen ich viele Menschen kennengelernt und liebgewonnen habe. Denn viele haben den Weg ins Privatleben gefunden und sind Freunde geworden. Alles in allem eine Zeit, die ich nicht missen möchte, dafür bin ich dankbar.
LOKAL: Was wünschen Sie dem BioMarkt und seinen Kunden für die Zukunft?
Weber: Einen weiterhin so treuen Stammkundenkreis, das gleiche fröhliche Lächeln der Kunden vor der Theke – so wie ich es erlebt habe! Denn so macht Arbeiten Spaß und ist täglich eine Freude. Ich wünsche dem BioMarkt und Monika Stadlbauer den verdienten Erfolg im Ladengeschäft und auch im Schulfruchtbereich, bei dem wir uns schon besonders hervorgetan haben, einen weiterhin wachsenden Kundenkreis, der die wichtigen Fragen unserer Zeit richtig beantwortet und so zu einer nachhaltigen Welt beiträgt und die Angebote und die richtigen Zulieferer wertschätzt. Nur so kann es mit dieser Welt wieder bergauf gehen!