Polit-Autisten II

DENKZETTEL …

Mit einem Leserbrief hat sich Frau Ernestine Namislo gegen die Einordnung der Burglengenfelder SPD-Stadträte unter das Krankheitsbild des Autismus – eine tiefgreifende Wahrnehmungs- und Kommunikationsstörung – gewandt.

Es war nicht das Ziel des Denkzettels, Menschen mit einer genetisch bedingten Autismus-Störung zu verunglimpfen, sondern ein Hinweis auf die massiven Kommunikationsstörungen im Stadtrat von Burglengenfeld, der zu derart drastischen Bildern greifen lässt. Denn im Gegensatz zu Menschen mit dieser genetisch bedingt ernsten neurologischen Entwicklungsstörung ist davon auszugehen, dass die Mitglieder der Burglengenfelder SPD als Individuen durchaus in der Lage sind, mit anderen Menschen normal zu kommunizieren. Das Problem liegt im kollektiven Verhalten, genauer im totalen Fraktionszwang. Die Angehörigen der SPD-Fraktion sind nachgewiesenermaßen (laut SR-Protokoll seit Jahrzehnten) nicht in der Lage, einem Antrag des BFB, sei er noch so sinnvoll und dem sozialen Bild der SPD entgegenkommend, jemals zuzustimmen. Dies zeigt erst kürzlich der abgelehnte Antrag zur Ermäßigung des Kindergartenbeitrags für sozialschwache Mehrkindfamilien. Das ist nicht nur widersinnig, sondern grenzt an politischen Gesinnungsverlust.

Medizinisch eingeordnet wird ein derartiges Verhalten als „Unvermögen zur sozialen Interaktion“ diagnostiziert. Diese pathologische Behinderung ist im persönlichen Leben des Betroffenen wie für seine Angehörigen eine schwere Bürde und bedarf einer intensiven und emphathischen Therapie.

Im politischen Umfeld ist diese Ignoranz im „harmlosen“ Fall einer Oppositionspartei zwar für die Kollegen in den davon betroffenen Gremien frustrierend, aber ansonsten für die Gestaltung der politischen Realität unerheblich. Aber bei der Burglengenfelder SPD handelt es sich um die maßgebende Fraktion im Stadtrat, die mit ihrer permanenten Verweigerungshaltung wichtige Entscheidungen wider besseres Wissen und sogar im Gegensatz zu den eigenen sozialpolitischen Grundsätzen verbaut. Insofern ist die Aussage im Leserbrief sicher zutreffend, dass die Betroffenen infolgedessen „… ein Leben lang in vielen Facetten sehr eingeschränkt leben müssen …“.
Die BFB-Fraktion gibt die Hoffnung nicht auf, dass dieser politische Autismus heilbar ist, zum Wohl der Burglengenfelder Bürger insbesondere im Intersse der sozial Schwächeren.
Um diesem Anliegen zum Durchbruch zu verhelfen, lassen sich beschimpfen und nehmen in Kauf, missverstanden zu werden

Hans Glatzl
und die BFB-Fraktion