„Sorgenfrei“ Nitrat genießen?

DENKZETTEL …

Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Unter der Überschrift „Bei Nitratbelastung sorgenfrei“ überrascht die Tagespresse ihre Leser am 13.08.2018 mit einem PR-Artikel der SWB. Den Hintergrund bildet offensichtlich eine kritische Anfrage der BFB-Fraktion in der SR-Sitzung vom 25.07.2018.

Statt einer direkten Antwort erfolgt aber eine redaktionelle „Werbeschaltung“ aus dem Hause Gluth. Bürgermeister-Stellvertreter Bernhard Krebs nutzt die Abwesenheit von Bürgermeister Thomas Gesche, um sich zusammen mit Fritz Gluth als „Volksberuhiger“ mittels Fake News in Szene zu setzen.

Unter dem Motto: Wenn mir selber schon nichts einfällt, dann nehm ich eben mit, was so im Sommerloch vorbeitreibt, damit etwas Glanz von der doch soooo erfolgreichen Arbeit des SWB-Geschäftführers abfällt. So baut sich ein PR-Mann seine Welt zurecht. Doch Vorsicht! Wenn man dazu wie Krebs selber schon keine Ideen hat, sollte man wenigstens richtig abschreiben, statt sich in Unkenntnis der Fakten vor den Karren des mit allen (Nitrat)-Wassern gewaschenen SWB-Vorstandes spannen zu lassen. Sonst geht der Schuss nach hinten los. Die Bevölkerung mit Placebo-Werbesprüchen und Halbwahrheiten abzuspeisen ist jedenfalls keine Lösung.

Unsere Trinkwasserversorgung hat eine größere Aufmerksamkeit verdient. Dazu ist das Thema zu ernst. So wird der Bürger in Gluths Jubelartikel darüber im Unklaren gelassen, dass nur aufgrund des (noch!) mäßig belasteten Wassers aus dem Tiefbrunnen V die Nitratgrenzwerte insgesamt überhaupt eingehalten werden können. Sollte das eines absehbaren Tages nicht mehr ausreichen, wird dann erneut einfach tiefer gebohrt? Zu den Problemen des Düngereintrags im sensiblen Einzugsbereich? Keine Antwort! Zur Gefahr einer Verseuchung aus den alten Müllkippen im Raffa? Keine Antwort! Die anfallenden Kosten für den längst geplanten Einbau eines teuren Polizeifilters? Nicht bekannt! Kein Ton zum maroden Zustand des Wasserleitungsnetzes, wie nachweislich der Bruch eines Hauptrohres die komplette Vorstadt erst vor kurzem trockenlegte. Keine Aussage zum permanenten Wasserverlust infolge dieser kaputten Infrastruktur.

Der Umfang des Wasserverlustes und die Kosten werden auf die Verbraucher umgelegt. Viele Fragen, keine Antworten! (siehe unter www.bfb-burglengenfeld.de) Dieses Verhalten ist ein zynischer Raubbau an der Natur und den Lebensgrundlagen zu Lasten unserer Nachkommen. Das attestieren

Hans Glatzl
und die BFB-Fraktion