„Aufgekocht und fein serviert“

Suppenterrine aus der Sammlung Margit Graf

Das Stadtmuseum lädt in der Weihnachts- und Winterzeit die ganze Familie zu einem abwechslungsreichen Besuch in die Sonderausstellung und ins NaturInfoZentrum ein.

SCHWANDORF (sr). Ob kalte Wintertage oder festliche Weihnachtszeit, die Sonderausstellung „Aufgekocht und fein serviert – Suppenterrinen aus der Sammlung Margit Graf“ lädt alle großen und kleinen Museumsbesucher ein, die schmackhafte Geschichte von nahrhaften oder feinen Suppen, historischen Rezepten oder Kochbüchern und das Servieren von festlichen Gerichten in schönen Terrinen oder besonderen Suppenschüsseln im Stadtmuseum Schwandorf zu betrachten.

Margit Graf aus Riedenburg hat hierzu eine Vielzahl und Vielfalt an Formen mit einem ganz besonderen Blick auf deren Ästhetik gesammelt, so dass ca.130 verschiedene Modelle davon in der Schau zu sehen sind.

In diesem Zusammenhang ist es zudem spannend, nicht nur einen Blick auf die Geschichte und die unterschiedlichen Gestaltungsvarianten dieses Geschirrteils zu werfen, sondern sich ebenso mit dem Inhalt zu beschäftigen, für den es bestimmt ist: Das führt notwendigerweise zur Kulturgeschichte des Essens, genauer gesagt, zur interessanten Betrachtung der Suppe als eine Speise, die wohl schon seit Jahrtausenden den Menschen nährt und seinen Speiseplan grundlegend bereichert. So steht bei der Ausstellung zwar die Suppenschüssel in ihrer Form und ihrem Aussehen, aber genauso in ihrem Gebrauch im Mittelpunkt. Und es interessieren natürlich auch die damit verbundenen Gerichte und die Tischkultur, die vor allem seit dem 18. Jahrhundert den gedeckten Tisch edel bei Hofe prägte, während die meisten einfachen Leute bei Tisch oft gemeinsam aus einer Schüssel aßen. So ist es zunächst der Adel und später zunehmend das wohlhabende Bürgertum, die viel Wert auf ein wertvolles, vielteiliges Tafelservice legen, zu dem beim Speisen unbedingt auch Terrinen und Suppenschüsseln gehörten.

Ihr Gebrauch scheint allerdings in der modernen Gegenwart zunehmend in Vergessenheit zu geraten – schöne, dekorative Kochtöpfe und deren praktische, schnelle Handhabung beim Servieren von Essen sind hier möglicherweise die Gründe, warum viele heutzutage die Suppenschüssel im Schrank stehen lassen oder auf dem Flohmarkt verkaufen.

Wenn es also etwas ruhiger zwischen den Jahren wird, ist die Zeit günstig für einen Besuch der ganzen Familie im Schwandorfer Museum, das eine ebenso sehenswerte ständige Ausstellung zur Stadt- und Regionalgeschichte präsentiert. Während die Eltern sich dabei auch der aktuellen Sonderausstellung widmen, bereitet es den Kindern viel Vergnügen, im Dachgeschoß das NaturInfoZentrum zu erkunden. Mit seinen modernen Medienstationen und den zahlreichen verschiedensten Tierpräparaten und Hands-On-Stationen kann hier vieles zu den umgebenden Naturlandschaften erfahren und erkundet werden.

Folgende Öffnungszeiten gilt es während der Weihnachtsfeiertage zu beachten:
Am Zweiten Weihnachtsfeiertag, Dienstag, 26. Dezember 2017, sind das Stadtmuseum und die Ausstellung von 14.00 bis 17.00 Uhr zusätzlich geöffnet.
An Heiligabend, Silvester, Neujahr und Hl. Dreikönig bleibt das Stadtmuseum allerdings geschlossen.
Ansonsten gelten die regulären Öffnungszeiten: sonntags, mittwochs und freitags von 14 bis 17 Uhr und donnerstags (werktags) von 12.00 bis 18.00 Uhr.
Ab 8. Januar 2018 ist das Stadtmuseum auch für Schulklassen und Besuchergruppen wieder regelmäßig geöffnet. Bei Voranmeldung unter Tel. 09431 41553 oder E-Mail: stadtmuseum@schwandorf.de können auch gerne Sondertermine für Gruppen vereinbart werden.

Der familienfreundliche Eintrittspreis beträgt lediglich einen Euro bzw. für Kinder ab 6 Jahren und Ermäßigte 50 Cent.
Schulklassen und Kindergärten haben übrigens freien Eintritt.

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