100. Ortsverband der GRÜNEN Bayern in Teublitz gegründet

„Das Städtedreieck ist jetzt komplett GRÜN organisiert!“

v.l.n.r.: Christian Knarr, Eva Lettenbauer und Eike Hallitzky (Landesvorstand), Hannah Quaas, Claudia Lehmann-Schmidkunz, Benjamin Quaas, Rudi Sommer. Foto: Grüne OV Teublitz

TEUBLITZ (lz). 100 Ortsverbände in Bayern – das ist eine stolze Zahl, „und wahrscheinlich werden es bis Ende des Jahres noch mehr!“, freute sich Kreisrat Rudi Sommer nach der Gründungsveranstaltung in Teublitz in Keskins Café-Bistro am 5. November 2019.

Die bayerischen Grünen hatten sich vergangenen Herbst mit Blick auf die Kommunalwahlen das Ziel gesteckt, seit der Landtagswahl 2018 bis März 2020 über 100 neue Ortsverbände zu gründen und nun war es Anfang November bereits soweit. Insgesamt gibt es in Bayern jetzt 430 Ortsverbände, weitere Gründungen stünden unmittelbar bevor, heißt es auf der Seite des Landesverbands.

Der Teublitzer Grünen Ortsverband ist der 6. im Landkreis Schwandorf, und mit ihm „ist das Städtedreieck komplett GRÜN organisiert.“ Der Abend hatte also Symbolkraft – dazu waren die beiden Landesvorsitzenden Eva Lettenbauer und Eike Hallitzky sowie die Landtagsabgeordnete Anna Toman extra angereist. In den vergangenen anderthalb Jahren sei die Mitgliederanzahl der bayerischen Grünen um 50% von 10.000 auf knapp 15.000 angewachsen, so informierte Rudi Sommer im LOKAL-Gespräch.

„Bei den Kommunalwahlen 2020 werden so viele GRÜNEN-Listen wie noch nie aufgestellt.“
Zur Gründung des Ortsverbands kamen acht Teublitzer Grüne und nochmal so viele Gäste. Die Sprecher/innen des neuen Ortsverbands wurden einstimmig gewählt – dies sind gleichberechtigt Hanna Quaas, Christian Knarr und Claudia Lehmann-Schmidkunz.

Die Landesvorsitzenden, der Kreisratsvorsitzende Benjamin Quaas, der kommunalpolitische Wahlkampfsprecher Rudi Sommer sowie alle weiteren Gäste gratulierten herzlich. Lettenbauer und Hallitzky überreichten als Geschenk einen grünen Pavillon sowie jede Menge Sonnenblumen.
Der neue Ortsverband will Themen wie Klimawandel, Flächenverbrauch, Artenschutz, die Verkehrswende und die Förderung von Kultur und Familie auch in der Kommunalpolitik verstärkt in den Mittelpunkt rücken. Dazu gibt es in Teublitz eine Vielzahl von Möglichkeiten, die der Ortsverband gerne aufgreifen will.
Die 28-jährige Hanna Quaas berichtete, dass bereits zwei Anträge in den Stadtrat eingebracht worden seien: Der eine betrifft den Kindergarten in Katzdorf, der in ökologischer Bauweise erfolgen soll, der andere beschäftigt sich mit den kommunal gestellten Hundekotbeuteln: Sie sollen auf eine biologisch abbaubare Variante umgestellt werden.

Die zukünftige GRÜNEN Bürgermeisterkandidatin hat bereits eine genaue Zielsetzung: Im Programm der GRÜNEN steht auch ein gemeinsamer Flächennutzungsplan für das Städtedreieck für weniger Versiegelung und eine bessere Nutzung von Brachflächen.
Was die geplanten Gebewerbegebiete „Teublitz Süd-Ost“ und an der A93 betrifft, wird die Zerstörung von Naturräumen mit außergewöhnlicher Fauna und Flora abgelehnt.

Quaas ist von Beruf Wirtschaftsingenieurin, ihre Ortsvorstands-Kollegen Knarr und Lehmann-Schmidkunz sind Projektleiter im Eventmanagement bzw. Konrektorin des Elly Heuss-Gymnasiums Weiden.

In seinem Redebeitrag ging Rudi Sommer unter anderem auf die geplante Ausweisung des Gewerbegebiets „Süd-Ost“ ein, das von Bürgermeisterin Maria Steger als „alternativlos“ bezeichnet worden war. Sommer erwiderte darauf: „Das Einzige, was wirklich alternativlos ist, ist der Erhalt der Lebensgrundlagen!“ Mit der formalen Gründung des Ortsverbands und der anstehenden Aufstellung der Liste für die Stadtratswahlen vollzögen die GRÜNEN Pflichtaufgaben, „der Wahlkampf selbst wird die Kür sein und die „Benotung“ erfolgt am 15. März 2020 durch die Wählerinnen und Wähler mit dem Stimmzettel.“