Aktives Zentrum – Maßnahme Umbau der Ortsdurchfahrt Regenstauf

REGENSTAUF (sr). Am Montag, den 5. März 2018 begannen die Bauarbeiten an der Regenstaufer Ortsdurchfahrt. Inzwischen haben Autofahrer und andere Verkehrsteilnehmer sowie Anwohner erste Erfahrungen gemacht, die sicher nicht zu den erfreulichsten ihres bisherigen Lebens zählen. In unserer heutigen Medienflut gehen dann schnell Informationen unter, die hinter den als (sehr) lästig empfundenen Beeinträchtigungen stecken, also beispielsweise die Antwort auf die Frage, welchem Zweck die Bauarbeiten dienen.

Deshalb sei hier an eine Mitteilung des Marktes Regenstauf erinnert, deren Inhalte vor Beginn der Baumaßnahmen, veröffentlicht wurde. Warum? Weil hier und da und dort seit dem Montag, an dem die Bauarbeiten begannen, Fragen gestellt werden, deren Antworten hier zu lesen sind:

In Regenstauf haben verschiedene bauliche und funktionale Defizite und Mängel in den vergangenen Jahren zu einer Beeinträchtigung des Ortsbildes und der Aufenthaltsqualität in der Ortsmitte geführt. Brachen, Leerstände sowie vernachlässigte Gebäude wirken sich negativ auf das Erscheinungsbild von Regenstauf aus. Die Ortsdurchfahrt stellt zudem eine Barriere zwischen den beidseitig angrenzenden Teilen der Ortsmitte dar. Da man sich durch die Investition in den Öffentlichen Raum und die daraus folgende Attraktivitätssteigerung im gesamten Umfeld eine Aufwertung erhofft, konnte der Markt Regenstauf in das Bund Länder Förderprogramm der Städtebauförderung „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ aufgenommen werden.

Ortsdurchfahrt Regenstauf 2014
Das Büro SHL Architekten und Stadtplaner aus Weiden erhielt nach der Durchführung eines europaweiten VOF-Verfahrens im Dezember 2013 den Planungsauftrag für die Umgestaltung der Ortsdurchfahrt. Neben fortlaufender Information der Fachstellen, wurde von Anfang an großer Wert darauf gelegt, die Bürger und die Betroffenen an der Planung zu beteiligen. Bereits am 2. April 2014 wurde mit dem 2. Entwicklungsforum die Planungsphase gestartet. Das Gestaltungskonzept des Büros SHL Architekten und Stadtplaner sieht vor, die Ortsdurchfahrt von Regenstauf im Bereich zwischen Regenbrücke und Einmündung Hindenburgstraße in den nächsten Jahren umzugestalten. Bei der Konzeptentwicklung waren sowohl das Staatliche Bauamt Regensburg und die Regierung der Oberpfalz als auch die Lenkungsgruppe und der Marktgemeinderat intensiv eingebunden.

Gesamtkonzept zur Ortsdurchfahrt
Der PLATZ AM KULTURHAUS bildet den ersten Realisierungsabschnitt des Gesamtkonzepts. Es entsteht ein multifunktionaler Platz, der durch eine befestigte Fläche auf dem Niveau der Hauptstraße und eine gärtnerisch gestaltete Hangfläche mit einem Rampenweg charakterisiert ist.
Der PLATZ AM THOMAS WISER HAUS wird sich in Zukunft zur Hauptstraße hin öffnen und eine weitere Möglichkeit anbieten, sich im Bereich der Hauptstraße aufzuhalten. Zusätzlich werden Stellplätze angeboten, die sowohl dem Geschäftsbereich Hauptstraße zuträglich sein werden, als auch z.B. für Veranstaltungen im Thomas Wiser Haus zur Verfügung stehen.
Der MARKTPLATZ hat – wie die gesamte Ortsdurchfahrt – vor einigen Jahrzehnten eine Neugestaltung erfahren. Im Rahmen des Gesamtkonzepts wird es darauf ankommen, die Gestaltung hinsichtlich aktueller und zukünftiger funktionaler Anforderungen zu hinterfragen und ggf. Anpassungen vorzunehmen. Gestalterisch soll sich der Marktplatz in das Gesamtkonzept „Hauptstraße mit angrenzenden Bereichen“ integrieren. Ein konkretes Gestaltungskonzept wird noch entwickelt werden.
Der KIRCHPLATZ birgt großes Potential für einen „grünen“ Platz, der einen weiteren Akzent in der Platzfolge setzen kann. Seine jetzige Funktion als Vorplatz der Kirche soll mindestens um die Möglichkeit, sich aufhalten zu können, erweitert werden. Ein konkretes Gestaltungskonzept wird noch entwickelt werden.
Die HAUPTSTRASSE erfüllt in ihrer jetzigen Ausprägung nicht mehr die aktuellen und zukünftig zu erwartenden Anforderungen. Gehwegbreiten, Oberflächen, Borde, Querneigungen usw. entsprechen nicht den Kriterien einer barrierefreien Gestaltung. Das Gestaltungskonzept, das derzeit in Abstimmung mit Zuschussgeber, Baulastträger und Betroffenen ist, sieht eine weitgehend barrierefreie Gestaltung vor.
Die Plätze sollen sich auch über die Fahrbahn ziehen und dem Hauptstraßenzug einen Rhythmus geben. In diesen Bereichen soll auch das komfortable Queren der Straße ermöglicht werden. Stellplätze werden zukünftig auf den Nebenflächen situiert.

Gestaltungskonzept Ortsdurchfahrt
Nach der Fertigstellung der ersten Bausteine des Gestaltungskonzeptes, Platz am Thomas Wiser Haus und Bürgermeister-Zelzner-Platz, folgt nun der erste Teilabschnitt der Verkehrswegearbeiten (Umbau der Bundestraße und der Gehwege). Im Detail wird die Straße eine einheitliche Breite von 6,20 Metern erhalten sowie der Gehweg verbreitert und mit neuen Natursteinplatten ausgestattet. Die bis dato seitlich auf der Fahrbahn angelagerten Stellplätze werden, wo es vom Platz her möglich ist, auf die Gehwege verlagert.
Die Schaffung von Barrierefreiheit im öffentlichen Raum wird von der bayerischen Staatsregierung für ganz Bayern gefordert. Um dies nachhaltig umsetzen zu können, wurde mit dem Beschluss des Marktgemeinderates vom 8. September 2015 ebenfalls das Büro SHL beauftragt, ein Konzept zum Thema Barrierefreiheit zu erstellen. Das Konzept dient als Grundlage für die Überplanung der Ortsmitte. Vor allem durch die Wahl eines glatten und zugleich nicht rutschigen Granitpflasters können die Gehwege nicht nur für gehandicapte Menschen, sondern auch für Senioren mit Rollatoren und Eltern mit Kinderwägen verbessert werden. Auch für Blinde wird es zur Orientierungshilfe auf den Gehwegen Tastfelder geben. Die Planung wurde mit dem Behindertenbeauftragten des Landkreises Regensburg fortlaufend abgestimmt.

Zeitplan und Ablauf der Baustelle
Im Zeitplan sind für die Länge der auszubauenden Strecke, von Anwesen Hauptstraße 5 bis zur Regenbrücke, von März bis September 2018 einkalkuliert. Damit der Verkehr auch während der Bauphase weiter durch die Ortsdurchfahrt fließen kann, wird der gesamte Bereich in ca. 70 Meter lange Teilabschnitte aufgeteilt, die dann in Verbindung mit einer halbseitigen Straßensperrung inklusive Ampelschaltung gebaut werden können. Der erste Abschnitt wird im Bereich der Regenbrücke, bei der Einmündung Lohstraße sein. Von dort wird man sich dann Stück für Stück in Richtung Marktplatz bewegen. Wenn alle Teilabschnitte hergestellt sind, wird zum Abschluss der Maßnahme, in den Sommerferien, ein Flüsterasphalt unter Vollsperrung auf die Fahrbahn aufgebracht.

Regenstauf ist erreichbar
Dem Markt Regenstauf liegt sehr viel daran, die ortsansässigen Gewerbetreibenden und Dienstleister während der Baumaßnahme so gut wie möglich zu unterstützen. Alle Zugänge, sowohl zu den Anwesen als auch zu den Geschäften und gastronomischen Betrieben werden durchgehend möglich sein.
Um Umsatzeinbußen, die Baumaßnahmen in Ortsmitten für gewöhnlich mit sich bringen, so gering wie möglich zu halten, arbeitet die Verwaltung intensiv mit dem Werbering Regenstauf zusammen. Von Beginn der Baumaßnahme an soll bei den Bürgerinnen und Bürgern Aufbruchsstimmung erzeugt werden. Sowohl durch Aktionen, Angebote und Werbemaßnahmen als auch durch kontinuierliches informieren zum Baufortschritt, über die vorhandenen Stellplätze sowie über die Erreichbarkeit der Geschäfte und Betriebe, soll den Kunden gezeigt werden, dass das Leben in der Ortsmitte auch trotz der Baustelle weitergeht.

Weitere Infos unter www.regenstauf.de

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