“Das JUZ Burglengenfeld muss bleiben!”

Information des SPD Ortsverein Burglengenfeld und der Fraktionsgemeinschaft SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke im Burglengenfelder Stadtrat

BURGLENGENFELD (sr). Die städtedreiecksfeindliche Politik des Landrates geht in die nächste Runde. Erst das MZM, dann das Impfzentrum in Maxhütte-Haidhof, nun das Jugendzentrum. Der Bericht der Mittelbayerischen Zeitung vom 02.03.2022 „JUZ steht vor einer ungewissen Zukunft“ nährt erneut die Vermutung, dass das Städtedreieck geschwächt werden soll, so Sebastian Bösl, Fraktionsvorsitzender der Burglengenfelder SPD.

Wir entnehmen dem Zeitungsartikel, dass „Landrat Thomas Ebeling (CSU) in der nicht öffentlichen Sitzung den Vorschlag in den Raum (stellte), das Mietverhältnis mit dem JUZ-Trägerverein, der „Initiative Jugendzentrum im Städtedreieck e. V.“, aufgrund des Sanierungsbedarfs zu beenden. Es soll hier offenbar ein Grund für eine Eigenbedarfskündigung konstruiert werden.

Wir fordern den Landrat auf, diese Gedankenspiele schnell zu beenden.

Das Jugendzentrum ist verbunden mit dem Widerstand gegen die Wiederaufarbeitungsanlage Wackersdorf in den 1980ern. Das Jugendzentrum steht für Vielfalt und Kultur abseits des Mainstreams.

Landrat Thomas Ebeling will die Mittelstandszentrum Maximilianshütte GmbH aus Maxhütte-Haidhof abziehen. Das einmal eingerichtete Impfzentrum in Maxhütte-Haidhof wurde im November 2021 nach Schwandorf verlegt. Als die SPD dagegen protestierte, hieß es aus dem Landratsamt zynisch, dass die Menschen im Städtedreieck offenbar nur den kurzen Weg schätzen würden. Und nun soll offenbar eine Einrichtung mit jahrzehntelanger Tradition aus Burglengenfeld verschwinden.

Sebastian Bösl, Fraktionsvorsitzender:
„Dies werden wir nicht einfach so hinnehmen. Das JUZ ist eine Einrichtung, auf die Burglengenfeld stolz sein kann. Es ist eines der wenigen selbstverwalteten Jugendzentren in Bayern. Nicht jeder Jugendliche taugt zum JU-Mitglied. Und – nicht jede/r Jugendliche außerhalb der Jungen Union ist „linksautonom“ und Teil einer „Szene“.“

Siegfried Klopp, Stadtratsmitglied:
„Das JUZ war für mich damals als Jugendlicher eine wichtige Institution. Für mich war Fußball erstrangig, aber hier konnte ich Musik hören und Andersdenkende kennenlernen. Und das Bier war günstig.“

Kerstin von Brinken, Co-Vorsitzender SPD Ortsverein:
„Die Pandemie war ein harter Schlag für viele Jugendliche. Es wäre ein völlig falsches Signal, nun Treffpunkte für die Jugend zu schließen.“