SPD bekennt sich zum Oberpfälzer Volkskundemuseum

Sozialdemokraten zu Besuch im Oberpfälzer Volkskundemuseum. Foto: Hans Deml

STÄDTEDREIECK (sr). Es gibt Informationen, da hilft auch „Google“ nicht. Informationen, die zwar schon hunderte Jahre alt sind, aber eben auch nur einen kleinen Personenkreis betreffen. Solche Informationen gibt es im Oberpfälzer Volkskundemuseum. Die SPD-Ortsvereine im Städtedreieck haben bei ihrem traditionellen Treffen am Pfingstmontag Museumsleiterin Dr. Margit Berwing-Wittl in der „Alten Kanzlei“ besucht, einst herrschaftliches Verwaltungsgebäude aus dem 16. Jahrhundert, später Landratsamt des Altlandkreises Burglengenfeld.

Dies nicht ohne Grund. Es steht nämlich ein Umbruch bevor: Dr. Berwing-Wittl wird sich in etwa einem Jahr in den Ruhestand verabschieden. „Wir werden uns für eine gute Nachfolge und den Erhalt des Museums einsetzen. Jeder Euro, der in unser Museum investiert wird, ist ein Euro für unsere Kultur und Heimat. Man sieht hier, was sozialdemokratische Kommunalpolitik bedeutet. Deshalb werden wir auch in Zukunft dafür sorgen, dass das Museum die bestmögliche Unterstützung von seiten der Stadt bekommt“, so SPD-Ortsvorsitzender Peter Wein.

Fraktionssprecher Sebastian Bösl ergänzt: „Für uns Sozialdemokraten steht das Museum nicht zur Debatte. Es dokumentiert die Geschichte der Oberpfälzer Landbevölkerung und insbesondere auch die Geschichte unserer Partei. Darauf sind wir sehr stolz.“ Der 2. Bürgermeister Bernhard Krebs sagt: „Ein großes Lob gilt Margit Berwing-Wittl, die dieses Haus über drei Jahrzehnte geprägt hat – als emsige Sammlerin, als begeisterte Historikerin und ambitionierte Museumsleiterin“.

Am Pfingstmontag waren neben der Bundestagsabgeordneten Marianne Schieder der 2. Bürgermeister der Stadt Maxhütte-Haidhof Franz Brunner, die Fraktionssprecher aus Burglengenfeld und Teublitz, Sebastian Bösl und Andreas Bitterbier, und zahlreiche SPD-Ortsvorsitzende zu Gast.
Geschichte(n) satt in anderthalb Stunden – gewohnt leidenschaftlich vorgetragen von der Museumsleiterin: Sie weiß, in welchem Zimmer es spukt, wo der Landrichter einst seine Urteile sprach und von welchem Zimmer aus Hans Schuierer den Landkreis leitete.

In den vergangenen Jahren wurden viele 100.000,00 EUR in das Museum investiert, moderne Informationstechnik installiert, das Gemäuer saniert und neue Räumlichkeiten geschaffen. Der Sudetendeutsche Landsmannschaft ist mittlerweile ein Raum gewidmet, der an Flucht und Vertreibung erinnert. Ebenso nimmt der Burglengenfelder Baumeister Johann Michael Fischer seit kurzem einen bedeutenden Platz ein. „Ein Museum lebt von der stetigen Erneuerung“, so Berwing-Wittl, die stets bedacht ist, neue Konzepte und Ausstellungen im Zuge der Sanierungsmaßnahmen zu integrieren.

„Die Geschichten müssen bleiben – es muss sie jemand erzählen, der die gleiche Leidenschaft wie Margit Berwing-Wittl hat“, betonte Peter Wein. Das sahen auch Sozialdemokraten aus Teublitz und Maxhütte-Haidhof genauso. Oder wie es Bezirksheimatpfleger Dr. Tobias Appl im Jubiläumsjahr 2017 sagte: „Die Kulturstadt Burglengenfeld hat mit diesem Museum ein wunderbares Aushängeschild für die Stadt, für die ganze Region und darüber hinaus.“