Die Tafel im Städtedreieck sucht Helferinnen und Helfer!

Mit viel Spaß, guter Laune und einem Lächeln startet ein Teil des Tafel-Teams jeden Mittwoch, pünktlich um 13.00 Uhr, mit der Lebensmittelausgabe an viele Hilfsbedürftige aus dem Städtedreieck

MAXHÜTTE-HAIDHOF (lz). Mit Herz und Spaß bei der Sache – das zeichnet das ehrenamtliche Team bei der Tafel für das Städtedreieck in erster Linie aus. „Wir können aber auf alle Fälle noch personelle Unterstützung gebrauchen“, so unterstreicht Franz Rother, Teamleiter der Ausgabestelle Städtedreieck in Maxhütte-Haidhof. „Wer Lust und Zeit hat sich zu engagieren und gerne mit aufgeschlossenen Leuten arbeitet, ist herzlich willkommen!“
Nicht von oben herab – das ist hier das oberste Gebot. Mitarbeiter und Bedürftige begegnen sich auf Augenhöhe. Denn wer kann wissen, ober er nicht eines Tages selbst in eine finanzielle Notlage gerät? Eine bedauerliche Tatsache in unserer Gesellschaft ist es, dass der Hartz IV-Satz für das tägliche Leben oft nicht ausreichend ist. Auf der anderen Seite werden Dinge weggeworfen, weil wir sie im Überfluss besitzen, nicht nur jede Menge Lebensmittel, sondern auch Kleidung, Kosmetik und vieles mehr.
Armut ist oft in Deutschland ein Thema, das gern tabuisiert wird. Jedoch sind viele Menschen davon betroffen, ob Langzeitarbeitslose, Alleinerziehende, Ausländer, Menschen mit geringer beruflicher Qualifikation oder kinderreiche Familien, so heißt es auf der Website www.caritas-schwandorf.de.
Auch die bislang für sicher gehaltene Mitte der Gesellschaft ist inzwischen von Armut bedroht. Die Idee der Tafeln ist es, eine Brücke zwischen Armut und Reichtum zu bauen, doch sie können und wollen nicht wegbrechende Sozialleistungen ersetzen.
Nicht nur in der Ausgabestelle Städtedreieck in der Ockerstraße 4, Maxhütte-Haidhof, entstehen häufig zwischenmenschliche oder sogar freundschaftliche Kontakte zwischen Helfern und Bedürftigen, so berichtet Franz Rother. „Dabei geht es bei uns sehr strukturiert zu. Die Menschen geben die Bescheinigung vom Amt ab und erhalten einen Ausweis. Mit diesem können sie dann jeden Mittwoch zur Öffnungszeit kommen und sich für nur drei Euro unter unserem wechselnden Angebot umsehen.“

Kommen kann jeder, der bedürftig ist, ob Einheimischer oder Ausländer, Alleinstehende ebenso wie Alleinerziehende, jung oder alt. Beschränkungen gibt es da nicht.

„Erschütternd ist es immer wieder zu sehen, wie viele Senioren, zu uns kommen“, so berichtet Rother. „Und die Altersarmut wird mit Sicherheit noch zunehmen.“ Vor der Ausgabe erhält jeder eine Nummer.
Die Helferinnen und Helfer haben ein Auge darauf, dass alle Waren gerecht verteilt werden – ob Brot und Backwaren, Gemüse, Obst, Kekse, Müsli, Fertiggerichte, Wurst, Käse, Milchprodukte oder Schokolade. Aktuell werden jeden Mittwoch 85-90 Haushalte versorgt.
Zu Hochzeiten waren es schon bis zu 130 Haushalte (2015). Rund 60 ehrenamtliche Mitarbeiter ermöglichen diesen Menschen eine sichere Mahlzeit und ein Stück Lebensqualität. „Die Zahl der Hilfsbedürftigen steigt – nicht nur durch die Flüchtlinge, das ist Tatsache. Deshalb brauchen wir mehr helfende Hände!“

Die Tafel sucht Verstärkung in verschiedenen Bereichen:

– Fahrer/Beifahrer: Menschen mit Führerschein, die für die Abholung der Lebensmittel und Waren zuständig sind – im Städtedreieck, Regenstauf und Nittenau. Hier gilt es, alle Lebensmittelmärkte und Bäckereien anzufahren. Gefahren wird Montag – Freitag zwischen 7.30 und 15.00 Uhr.
– Sortierer sowie Ausgabehelfer: Sortiert wird dienstags von 10.00 – 16.00 Uhr und mittwochs von 9.00 – 12.00 Uhr. Die Ausgabe ist mittwochs von 13-16 Uhr und mit dem anschließenden Aufräumen und Putzen wird es ca. 17.30 Uhr werden.

Wie man die Tafel aktiv unterstützen kann:

„Helfen kann jeder. Ob ein, zwei Mal im Monat oder wöchentlich. Jeder minimale Einsatz hilft der ganzen Truppe, entlastet zu werden!“ Telefonische Infos gerne bei Franz Rother unter 09471 6055816 oder 0175 6246960.
Natürlich kann man die Tafel auch finanziell unterstützen – mit einer einmaligen Spende oder einer Fördermitgliedschaft. Der Verwaltungsaufwand ist groß, viele Unkosten wie Auto, Sprit, Miete, Heizung, Strom und Ausstattung werden durch den 3-Euro-Beitrag der Bedürftigen selbst nicht gedeckt.

Spendenkonto:

Schwandorfer Tafel
Ausgabestelle Städtedreieck
Sparkasse Schwandorf
IBAN: DE87 7505 1040 0100 3775 89

Alle Mitarbeiter arbeiten zu 100% ehrenamtlich und erhalten keine Vergütung. Dafür aber eine große Portion Dankbarkeit und viele glückliche und strahlende Gesichter! Oft handeln sie auch als „kleine Seelsorger“ für Menschen, die sonst niemanden mehr haben, was sehr wichtig ist.
Viel positive Energie also in den Räumen der Tafel – Ausgabestelle Städtedreieck, und sicherlich nehmen die Helferinnen und Helfer das Lächeln ihrer Kunden im eigenen Herzen wieder mit nach Hause!

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