Erfolgreicher Start des Bürger-Busses in Steinsberg

Bürgermeister Siegfried Böhringer (links) und Seniorenbeauftragte Paula Wolf (rechts) wünschten beim Start des Pilotprojekts „Bürgerbus“ der Gemeinde Regenstauf „Gute Fahrt“, mit im Bild die Fahrer Johann Wagner und Reinhard Wolf. Foto: Monika Bucher

Kostenloses Transportmittel wurde sehr gut angenommen

REGENSTAUF (sr). Als Pilotprojekt der Gemeinde Regenstauf startete in Steinsberg jetzt ein „Bürgerbus“ als kostenloses Transportmittel, der vor allem für die Senioren gedacht ist. An der Bushaltestelle Hofmarkplatz stiegen die ersten Fahrgäste ein, darunter auch eine Dame mit Rollator. Bürgermeister Siegfried Böhringer und Seniorenbeauftragte Paula Wolf waren zur Premiere gekommen und wünschten „Gute Fahrt“.

Als Fahrer für das Projekt stellen sich bislang Reinhard Wolf, Johann Wagner und Gerhard Hofbauer zur Verfügung. „Wir machen mit, weil das eine sinnvolle Sache ist“, so die ehrenamtlichen Helfer. Weitere Chauffeure seien stets gesucht.

Die Fahrt ging über Eitlbrunn mit Halt an der Bank Einmündung Forstbergweg und in Loch Bushaltestelle Kapellenweg Einmündung Schlagweg und dann nach Regenstauf zur Haltestelle Silberhorn. Die Rückfahrt erfolgte um 12 Uhr. Die Möglichkeit besteht jeden Dienstag. Donnerstags wird dann eine Fahrt auf die östliche Seite des Regens für die dortigen Gemeindeteile angeboten. Abfahrt des Buses ist in Grafenwinn um 8.30 Uhr am Feuerwehrhaus, fährt dann über Kirchberg mit Halt am Ortseingang um 8.40 Uhr, dann im Fünfminutentakt in Karlstein am Feuerwehrhaus, in Klein-Ramspau und Heilinghausen an den RVV-Haltestellen und in Hirschling am Feuerwehrhaus. Abfahrt in Ramspau ist an der Kirche um 9.25 Uhr und Ankunft in Regenstauf um 9.35 Uhr. Rückfahrt ist um 12 Uhr, Ankunft in Ramspau um 13.05 Uhr. An Feiertagen entfallen die Fahrten.

In der ersten Woche nahmen das Angebot insgesamt sieben Senioren an. Alle waren begeistert und wollten dafür fleißig Mundpropaganda machen. „Endlich mobil sein ohne fremde Hilfe“, freuten sie sich. Einige verlegten bereits ihre Arzttermine auf die Tage, an denen der Bürgerbus fährt. „Und jetzt kann man auch nur einfach etwas bummeln ohne Zeitdruck und kommt wieder selbständig und unabhängig heraus aus seinem Dorf.“

Wolf betonte, dass am 2. September der Antrag auf einen Bürgerbus einging. Nachdem der Finanzausschuss zugestimmt hatte, erfolgte bereits am 13. November die erste Fahrt. Der Probebetrieb läuft vorerst ein Jahr, so Wolf, um zu sehen ob der Bus langfristig auch angenommen wird. Angeschafft wird demnächst noch eine Einstiegshilfe und an allen Bushaltestellen wird ein Hinweisschild angebracht. Auf die Planungen für den Start in der Kalenderwoche davor angesprochen, erklärte Wolf, dass sich noch organisatorische Probleme mit den benötigten Führungs- und Gesundheitszeugnissen für die Fahrer ergaben. „Die Sicherheit geht vor.“ Für die Verzögerung habe sie danach Kritik geerntet. „Etwas zu machen ist immer schwieriger als gar nichts zu machen, habe ich dabei für mich festgestellt“, so ihr Statement dazu. Jetzt aber freue sie sich mit den Senioren über ihre neugewonnene Mobilität.