Faszinierende Experimente mit „Zaubermalstiften“ und selbst hergestellten „Zaubertinten“

35 ambitionierte Jungforscher des Johann-Andreas-Schmeller-Gymnasiums wurden beim Landeswettbewerb „Experimente antworten“ ausgezeichnet.


Im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Biologielehrsaal des JAS-Gymnasiums Nabburg überreichten Schulleiter Christian Schwab (hintere Reihe, 4. v. l.) und der Fachkoordinator für Natur und Technik, Josef Schiffl (hinten, 3. v. l.), im Beisein der betreuenden Lehrkräfte den erfolgreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Urkunden sowie Sachpreise und gratulierten ihnen zu einer beachtlichen Leistung beim diesjährigen Landeswettbewerb „Experimente antworten“. Foto: Andreas Fröhlich

NABBURG (sr). In der ersten Runde des Landeswettbewerbs „Experimente antworten“ im Schuljahr 2018/19 kann sich das Johann-Andreas-Schmeller-Gymnasium über zahlreiche Preisträger freuen. 35 naturwissenschaftlich interessierte Schülerinnen und Schüler machten sich mit Tatendrang und Kreativität ans Werk, um die vielfältigen Exper-imentieraufgaben zu lösen.

Der Wettbewerb des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus soll die Schülerinnen und Schüler zum naturwissenschaftlichen Entdecken, Aus-probieren und Experimentieren anregen und ihre Selbständigkeit fördern. Die Teil-nehmer können ihre naturwissenschaftlichen Fähigkeiten und Talente in drei Wett-bewerbsrunden zu jeweils verschiedenen Themen unter Beweis stellen. Die Auf-gaben legen Wert auf Anwendungsorientierung und Praxisbezug und sind eingebettet in Alltagsgeschichten mit den Identifikationsfiguren des Wettbewerbs Moni Mol und Leo Licht, deren Namen für die Fächer Chemie und Physik stehen.

Die erste Runde in diesem Schuljahr stand unter dem Motto „Ins Blaue hinein?“. Für ihre Experimente benötigten die Schülerinnen und Schüler mindestens drei verschiedenfarbige Zaubermalstifte, Tinte, einen Tintenkiller, einen Pinsel, weiße runde Kaffeefilter sowie jeweils ein Päckchen Knödelhilfe, Natron und Zitronensäure. Zuerst mussten die jungen Tüftler die Wirkung von Knödelhilfe, Natron, Zitronen-säure und Tintenkiller auf verschiedene Tintenfarbstriche untersuchen. In der zweiten Versuchsreihe wurden die Farben der Zaubermalstifte, die in der Regel aus Farbstoffmischungen bestehen, mithilfe der weißen Kaffeefilter in die Einzelfarben aufgetrennt. Hierbei lernten die Jungforscher auf eindruckvolle Weise das Prinzip der Papierchromatographie kennen. Der Begriff „Chromatographie“ leitet sich aus dem Griechischen ab und bedeutet so viel wie „Farbenschreiben“ (chroma (griech.) = Farbe, graphein (griech.) = schreiben). Bei der letzten Aufgabe war Kreativität gefragt. Es mussten zwei „Zaubertinten“ selbst hergestellt und eine kurze spannende Fotogeschichte erfunden werden, in der eine dieser Tinten Anwendung fand.

Die Schülerinnen und Schüler mussten ihr Vorgehen sowie die Beobachtungen bei den Experimenten genau beschreiben, Tabellen anlegen und das Ganze mit Fotos sowie exakt beschrifteten Zeichnungen dokumentieren. Die übersichtlichen und teilweise sehr beeindruckenden Protokolle wurden dann einer Fachjury im Staats-institut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) in München zur Bewertung zugesandt.

Von den insgesamt 35 teilnehmenden Schülerinnen und Schülern aus den Jahrgangsstufen 5 – 10 erreichten 6 Prädikat „teilgenommen“, 9 das zweithöchste Prädikat „mit Erfolg teilgenommen“ und 20 das Spitzenprädikat „mit großem Erfolg teilgenommen“. Bayernweit beteiligten sich über 2000 Schülerinnen und Schüler an der ersten Wett-bewerbsrunde, was einen neuen Rekord darstellt. Die Vielzahl der eingesandten Arbeiten spiegelt die große Begeisterung der jungen Forscher für „Experimente antworten“ wider.

Infokasten:

Urkunden über die Teilnahme „mit großem Erfolg“ und einen Sachpreis in Form eines mit „Experimente antworten“ gravierten Regenbogenstifts erhielten:

Leonora Bauer, Gwendolin Bock, Hannah Born, Julia Erbrich, Hannes Gareis, Lilli Kirschner, Ivette Plößl, Anna Widder (alle 5b), Ferdinand Geßl, Emilia Lang, Marleen Vracun (alle 5c), Christin Ehlerding, Korbinian Klug (beide 5d), Simon Fröhlich, Silja Kellner (beide 6b), Selina Ehlerding (7a), Lea Hönig, Jana Renz (beide 7b), Max Weinfurtner, Paul Zenger (beide 7c).

Auch den anderen 15 Schülerinnen und Schüler gebührt Anerkennung für ihren Erfolg.

Der Wettbewerb wird von Chemielehrkräften StRin Juliane Gerstl, OStRin Iris Hösl, StRin Birgit Röhrl, StD Josef Schiffl, OStRin Sabine Singer und OStR Michael Sontheim betreut.

Genauere Informationen zum Wettbewerb, den Aufgaben und Lösungen findet man unter www.experimente-antworten.bayern.de.