Fischbacher Schüler als Geschichtsforscher

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Da die Fischbach Viertklässler heuer an dem  Schülerlandeswettbewerb „Erinnerungszeichen 2014/15“ mit dem Thema „Bayern und der 1. Weltkrieg“ teilnehmen (www.erinnerungszeichen-bayern.de) steht selbstständiges Forschen ganz weit oben auf dem Stundenplan.

Bei ersten Nachforschungen „Weiß Opa von seinem Vater noch etwas darüber? Gibt es aus jener Zeit noch Erinnerungsstücke in der Familie wie Feldpost, Tagebücher, Plakate, Geldstücke o.ä.) wurden bereits Informationen gesammelt. Auch der Nittenauer Heimatforscher Jakob Rester wurde eingeladen und erzählte aus der Zeit des 1. Weltkrieges, die sein Großvater als Soldat miterlebte. Der über 90-jährige Karl Bösl aus Burglengenfeld stellte Schulleiter Oskar Duschinger seine Aufzeichnungen zur Verfügung, aus denen hervorgeht, was seinem Vater im 1. Weltkrieg an der Front widerfuhr und welche Auswirkungen der 1. Weltkrieg auf die Menschen in seiner Heimat hatte.
Um ihr Wissen über die Zeit vor hundert Jahren mit Forschungspraxis zu vertiefen, kam die 4. Klasse der Grundschule Fischbach nun ins Stadtmuseum Nittenau, wo sie Museumsleiterin Carolin Schmuck zunächst mit einen kurzen Rundgang durch die inzwischen geschlossene Sonderausstellung „Rund um die Uhr“, mit einem Extrablick auf die beiden Fischbacher Turmuhren von 1736 und 1906, ins Thema einführte. Anschließend nahm man den Inhalt zweier Vitrinen genauer unter die Lupe, in denen Schriften und Bilder noch heute vom Schrecken beider Weltkriege zeugen und die Verbindung der Frontsoldaten mit der Heimat durch „Feldpost“-Briefe anschaulich wurde.
Um den Blick auf die eigene Geschichte zu vertiefen, hatte die Museumsleiterin einige Dokumente aus dem Stadtarchiv Nittenau, Bestand Fischbach, vorbereitet. Den Auszügen aus den Kriegsstammrollen, Datenblättern zu einzelnen gefallenen Soldaten, konnten die Viertklässler entnehmen, dass ein junger Mann aus Brunn nur 23 Jahre alt war, als er 1916 starb; ein anderer stammte aus Nerping. Die Schüler entdeckten bei ihrer Forschertätigkeit geläufige Namen, aber auch Angaben, die sie verwirrten, so die Tatsache, dass Fischbach früher zum „B.A.Roding“ gehörte. Die Museumsforschungen zum 1. Weltkrieg schärften den Blick der Schüler und Schülerinnen für jene schreckens- und entbehrungsreiche Zeit des 1. Weltkrieges und motivierten zum Weiterforschen.

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