Kleiderkammer Städtedreieck neu eröffnet

Viele Hände haben zusammengeholfen, um die neue Kleiderkammer Städtedreieck verwirklichen zu können. Mit einer kleinen Einweihungsfeier dankten die Stadtoberhäupter Maria Steger (li.), Thomas Gesche (3.v.re.) und Dr. Susanne Plank (re.) den Beteiligten. Foto: Michael Hitzek

STÄDTEDREIECK (sr). Die Kleiderkammer Städtedreieck ist nun zu finden beim Oberpfälzer Volkskundemuseum, Berggasse 3 in Burglengenfeld, in den Räumen des früheren Dental-Labors Taubert. Zur offiziellen Eröffnung erbat Pfarrer Franz Baumgartner Gottes Segen für die Einrichtung und die Menschen, die darin ein- und ausgehen.

Zum Start an der neuen Adresse gab’s Lob aus berufenem Munde: „Es ist schön geworden, da darf man gratulieren”, sagte Brigitte Schönwetter, die von 1993 bis 2018 ehrenamtlich die Kleiderkammer leitete. Bislang war diese untergebracht auf dem Gelände des ehemaligen Eisenwerks, stets unterstützt von der Firma Läpple – bis Herbst 2018. Dass Brigitte Schönwetter zeitgleich ihren Rückzug ankündigte, kam einer Zäsur gleich.

Bei der Eröffnungsfeier ließ Bürgermeister Thomas Gesche – auch im Namen seiner Kolleginnen Maria Steger und Dr. Susanne Plank – keinen Zweifel daran, dass die drei Städte sich schnell und ohne Zögern des bislang ehrenamtlichen Projekts angenommen hätten, „weil wir es für gut und richtig halten und es uns leisten wollen”. Der Betrieb einer Kleiderkammer sei zwar keine kommunale Pflichtaufgabe, jedoch sei es unstrittig, dass eine solche Einrichtung gebraucht werde.

Gut erhaltene Kleidung für Damen, Herren und Kinder, Schuhe und Spielzeug, (jedoch keine Haushaltswaren und keine sperrigen Gegenstände): Die Kleiderkammer Städtedreieck sammelt all das, um damit Bedürftige zu unterstützen. Bedürftige, das können alleinerziehende Mütter sein, Asylbewerber, große Familien oder ältere Menschen mit wenig Rente, kurzum: „Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen”, fasste Gesche zusammen.

Von der Bushaltestelle in unmittelbarer Nähe bis zu den Parkplätzen keine fünf Meter vor der Haustür listete der Burglengenfelder Bürgermeister eine ganze Reihe von Vorteilen des neuen Standorts auf. Er dankte den Mitarbeitern der Bauhöfe der drei Städte für die Renovierung der Räume und den Mitarbeitern der drei Stadtverwaltungen, die die Federführung dafür übernommen hatten.

Schöne Räume müssen mit Leben gefüllt werden. Das tun in der neuen Kleiderkammer die Leiterin Gudrun Bitterer und ihre ehrenamtlichen Helferinnen Daniela Balkie und Susanne Caputo. Letzere hatten in den vergangenen Wochen mit viel Herzblut und Liebe zum Detail die Vorarbeiten dafür geleistet, dass der Start an der neuen Adrese reibungslos geklappt hat. Balkie und Caputo lobten die Spender, die Kleidung in mehr als gutem Zustand und teilweise frisch gewaschen und aufgebügelt angeliefert hatten. Bedürftige erhalten also Waren in tadellosem Zustand.

Annahme-Termine in der Kleiderkammer sind jeweils am letzten Samstag im Monat von 9 bis 12 Uhr.
Ausgabe-Termine sind dienstags von 14 bis 16 Uhr und mittwochs von 9 bis 11 Uhr.