Corona: Beeindruckende Durchhalte-Taktiken

Corona-Pandemie stellt die Welt auf den Prüfstand

INGRID LIEZ …

„Das Coronavirus stellt die größte Bewährungsprobe seit langem dar. Der Freistaat Bayern will Schutzherr sein und wir wollen diese Bewährung bestehen.“

So äußerte sich der bayerische Ministerpräsident Markus Söder vor einigen Wochen – und in der Tat hilft der Freistaat im sozialen und kulturellen Bereich mit einem Volumen von einer halben Milliarde Euro sowie einer strikten Containment und Tracing-Strategie zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Aber nicht nur dort – Bund und Länder halten zusammen, wenn es um Hilfen für die Wirtschaft geht und zahlen unbürokratisch millionenfach Hilfsgelder aus. Auch auf Landkreis- und auf kommunaler Ebene sind die Hilfsangebote vielfältig: Über Sorgentelefon und Notfallnummern bis zu vielen verlinkten Internetseiten sind die Info-Möglichkeiten und die Zahl praktischer Hilfsangebote groß. Diese finden Internetnutzer zum Beispiel unter www.landkreis-schwandorf.de; für den Landkreis Regensburg unter www.landratsamt-regensburg.de und für den Landkreis Amberg-Sulzbach unter www.kreis-as.de . Und nicht zuletzt bieten Vereine und Verbände sowie unzählige Privatpersonen mit viel Gemeinschaftssinn, Fürsorge füreinander und Solidarität ihre Hilfe und Unterstützung an.

Kreative Gewerbetreibende

Erstaunlich sind die vielfältigen neuen Ideen, die auch von Geschäftsinhabern und Unternehmern rasch und motiviert in die Tat umgesetzt werden, um der Krise zu begegnen und der angeschlagenen Wirtschaft tatkräftig wieder auf die Beine zu helfen. Einzelhändler, Gastronomiebetriebe und Direktvermarkter bilden neue Internet-Plattformen, präsentieren Gutschein-Deals, kreieren Hol- und Bring-Services, bieten ihre Waren Online an und nutzen viel mehr als zuvor auch die Social-Media-Kanäle, um ihre Produkte weiterhin an die dankbare Kundschaft zu bringen. Auch die Mitglieder von Werbegemeinschaften in den Städten rücken enger zusammen und sind engagiert füreinander da. Und nicht zuletzt haben die Stadtverwaltungen und Gemeinderatsgremien verstanden, wie wichtig und nötig nun Unterstützung und Hilfe seitens der Kommunen nun sind. Das alles sind zukunftsweisende Entwicklungen, die auch nach der Krise zu einer neuen Einkaufsvielfalt und zu einem flexibleren Verhalten sowohl der Anbieter als auch der Kunden führen werden. Auch wenn es für direkt vom Coronavirus Betroffene zynisch klingen mag – jede Krise birgt auch etwas Positives und den Kern zu einer tiefgreifenden Veränderung und Neuorientierung in sich.
In diesem Sinne ist LOKAL wieder für Sie, liebe Leserinnen und Leser, da und versucht, den momentanen Anforderungen mit dieser Ausgabe vielfach gerecht zu werden. Während die Wirtschaft anläuft und die Kinder und Jugendlichen nach und nach wieder zur Schule gehen, muss die Gastronomie noch pausieren, was den Gastbetrieb in den eigenen Räumlichkeiten angeht. Bereits kurz nach dem Shutdown Mitte März hat LOKALNET.de, die Internetplattform von LOKAL – das Blatt Ihrer Region, reagiert und die jetzt viel genutzte Seite „Angebote vor Ort“ eingerichtet. Darüber hinaus können die Kunden nun auch wieder im druckfrischen Printmedium LOKAL unter den aktuellen Angeboten stöbern.

Maske – ja, ob gekauft oder selbstgemacht

Neben all den wirtschaftlichen Hilfen und der zwischenmenschlichen Unterstützung darf natürlich der Schutz des Einzelnen vor dem Virus nicht vergessen werden. Seit Montag den 27. April 2020 dürfen viele Geschäfte und Unternehmen ihre Pforten wieder für die Kunden öffnen. Es steht zu hoffen, dass die Lockerungen der Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie bald weiter fortschreiten, denn die Zahl der Neuinfektionen geht zurück. Im Zuge der Lockerungen gibt es in Bayern wie auch in fast allen anderen Bundesländern jetzt die Pflicht zum Tragen einer Atemschutzmaske für Erwachsene und Kinder ab sechs Jahren – in den Geschäften und in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Dafür sind sogenannte Alltagsmasken geeignet, wie sie jetzt vielerorten zu erhalten sind, aber auch Schals und Halstücher, die über Mund und Nase gezogen werden. Masken werden vielerorts auch eigenhändig oder von fleißigen ehrenamtlichen Näher/-innen genäht. Mithilfe von Haargummis und zugeschnittenem Stoff, eventuell auch mit großen Stofftaschentüchern, ist es zudem möglich, eine Maske selbst zu fertigen. Anleitungen dazu wie auch zum Nähen gibt es im Internet, z. B. auf YouTube. Sinn der Maskenpflicht ist es, das jeweilige Gegenüber vor einer Tröpfcheninfektion zu schützen, nicht den Träger/die Trägerin selbst. Auch weitere Hygienevorschriften, wie das Abstandhalten und das Verwenden von jeweils einem Einkaufswagen pro Person in den Supermärkten, das häufige Händewaschen mit Wasser und Seife (30 Sekunden) und das Desinfizieren der Hände sind sinnvolle Maßnahmen, um eine eventuelle Ansteckung zu vermeiden.
Auch wenn es noch lange dauern sollte, bis eine Impfmöglichkeit besteht: Wir halten durch! In diesem Sinne: Bleiben Sie gesund!