1.800 Anzeigen auf Kurzarbeit eingegangen

LANDKREIS SCHWANDORF (sr). Die Corona-Krise belastet die Wirtschaft schwer. Einen ersten Eindruck, wie viele Unternehmen im Agenturbezirk Schwandorf von Kurzarbeit betroffen sind, liefert eine Sonderauswertung mit Zahlen vom 25. März. Im Agenturbezirk Schwandorf lagen bis zu diesem Zeitpunkt zirka 1.800 Anzeigen für Kurzarbeit aufgrund der Corona-Krise vor. Eine Anzeige auf Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit ist Voraussetzung dafür, dass später auch Kurzarbeit beantragt werden kann.

„Anders als in bisherigen Wirtschaftskrisen sind diesmal vom Friseursaloon bis hin zum industriellen Großbetrieb Arbeitgeber aus allen Branchen und jeder Größe betroffen. Ebenfalls neu ist der sprunghafte Anstieg der Kurzarbeit. Melden sich in einer Wirtschaftsflaute normalerweise Monat für Monat mehr und mehr Betriebe, ging es diesmal innerhalb kürzester Zeit von Null auf Hundert. Darauf haben wir in gleicher Weise innerhalb der Agentur für Arbeit Schwandorf reagiert und im Eiltempo Maßnahmen ergriffen, um die Unternehmen in der Krise zu unterstützen. So arbeiten nun alle verfügbaren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter daran, dass von der Erstberatung bis zur Antragsbewilligung alle erforderlichen Arbeitsschritte rasch passieren. Schnelle Unterstützung ist das Gebot der Stunde“, betont Markus Nitsch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Schwandorf.

Wichtig für Unternehmen ist zu wissen, dass das Kurzarbeitergeld nicht als schnelle Liquiditätshilfe für Betriebe konzipiert ist, sondern als Instrument, um Arbeitsplätze zu erhalten. Nach Eingang der Abrechnungsliste kann in der Regel innerhalb von vier Wochen durch die Arbeitsagentur Kurzarbeitergeld an den Betrieb ausgezahlt werden. Für akute Zahlungsschwierigkeiten haben Bund und Freistaat Bayern Soforthilfen in Form von Zuschüssen und Darlehen zur Verfügung gestellt, die finanzielle Engpässe aufgrund der Corona-Krise überbrücken sollen.