Markt Kallmünz schließt Vertrag zum weiteren Breitbandausbau

v.l.: Breitbandpatin der VG Kallmünz Birgit Feicht, 1. Bürgermeister Ulrich Brey, R-Kom-Geschäftsführer Albert Rauscher, Rene Meyer von der LNI Laber Naab Infrastrukturgesellschaft. Foto: Markt Kallmünz

KALLMÜNZ (sr). Der Markt Kallmünz startete im Juni 2018 nochmalig nach einer erfolglosen Markterkundung (Anbietersuche zum Eigenausbau) für die unterversorgten Breitbandgebiete ein Auswahlverfahren nach der Bayerischen Breitbandförderrichtlinie. Unterversorgte Gebiete wurden von der Verwaltung und dem Ing. Büro Ledermann ausgearbeitet und dem Marktgemeinderat vorgestellt. Weitere 32 Gebäude in den Ortsteilen Mollerhof, Wiedenhof, Giglitzhof, Eichkreith, Nassenau, Zaar, Schreiberthal, Sommerhau, Murrenberg, Grain u. Grain am Berg sollen mit schnellem Internet versorgt werden.

Die R-KOM Regensburger Telekommunikationsgesellschaft mbH& Co. K, wurde im Rahmen des offenen, transparenten und diskriminierungsfreien Verfahrens als wirtschaftlichster Bieter ausgewählt. In kommunaler Zusammenarbeit mit der LNI Laber Naab Infrastrukturgesellschaft installiert und betreibt die R KOM das Netz und die Telekommunikationsdienste für die Bürger in den von der LNI bereitgestellten Leerrohr- und Glasfasernetzen.

Schon im 2. Quartal 2019 werden zum Breitbandlückenschluss die Arbeiten durch die R-KOM beginnen, die 32 Grundtücke mit FTTP (fiber to the premises – Glasfaser bis auf´s Grundstück) zu erschließen. „Glasfaser ist der höchste technische Standard und ermöglicht Kommunikation in Lichtgeschwindigkeit“, erläutert der R-KOM Geschäftsführer Alfred Rauscher die Vorzüge der Technik.

Der Markt Kallmünz wägt bei allen Baumaßnahmen eine Leerrohrmitverlegung seit Jahren in Zusammenarbeit mit der LNI ab, so konnte bereits eine gute Leerrohrinfrastruktur geschaffen werden, die einen wirtschaftlichen Glasfasernetzbau vorantreibt. Glasfaserleitungen sind aufwendig und teuer. „Der Markt Kallmünz plant und baut seit 2008 den Internetausbau. Inklusive der aktuellen Baumaßnahme sind es 1.1 Millionen Euro, die in den Breitbandausbau investiert wurden. Förderungen werden bis zum Ende rund 800.000 Euro in Anspruch genommen werden und der Landkreis bezuschusste den Markt Kallmünz bisher mit 38.000 Euro. Solche Projekte zum Wohle des Bürgers sind nur umsetzbar, wenn alle Beteiligten ihren Anteil leisten und vorausschauend zusammenarbeiten.“ freut sich der 1. Bürgermeister Brey.

Die Glasfaserleitung wird vom zentralen Netzknoten Beratzhausen kommen und an die 32 unterversorgten Gebäude herangeführt. Bewohner, die im Rahmen der Vermarktungsphase der R-KOM einen Vertrag über Telekommunikationsdienste unterzeichnen, erhalten die Glasfaser bis ins Gebäude. Mit dem aktuellen Produktangebot der R-KOM steht den Bewohnern dann Internet mit einer Geschwindigkeit von 1.000 Mbit/s zur Verfügung.