Straßen: 30 Kilometer Risse beseitigt

In der Dr.-Kurt-Schumacher-Straße beobachteten Stadtwerke-Vorstand Friedrich Gluth und Bauhofleiter Jürgen Stegerer die Risse-Sanierung im HPS-Verfahren. Foto: Stadtwerke Burglengenfeld

BURGLENGENFELD (sr). Sicher unterwegs auf den Straßen: Die Stadtwerke lassen derzeit in der Kernstadt und im Umland Risse sanieren, die es aneinandergereiht auf eine Länge von rund 30 Kilometern bringen.

Die Stadt saniert alljährlich in Abstimmung mit den Stadtwerken eine Reihe von Straßen – teils vollständig, teils werden größere schadhafte Stellen ausgebessert. Erst in seiner Mai-Sitzung hatte der Stadtrat Ausbesserungsarbeiten in verschiedenen Straßen beschlossen. Kosten: mehr als 100.000 Euro.

Dennoch gibt es auf vielen Straßen kleine Schäden, meist sind das Risse. Sie entstehen durch Witterungseinflüsse wie Hitze, Wasser und Frost, durch Setzungen im Unterbau der Straße oder Materialermüdung. „Um größere Schäden zu verhindern, lassen wir Risse und Fugen rechtzeitig sanieren. So verhindern wir, dass Wasser eindringt. Denn wenn es in den Wintermonaten gefriert, wird der Straßenbelag regelrecht gesprengt. Das kann an den jetzt bearbeiteten Straßen nicht mehr passieren“, sagt Stadtwerke-Vorstand Friedrich Gluth.

Die beauftragte Firma ABS Meiller GmbH aus Wernberg-Köblitz setzt dabei das sogenannte HPS-Verfahren ein. HPS steht für Heiß-Preßluft-System. Komprimierte Pressluft wird dabei auf rund 400 Grad Celsius erhitzt und unter dem hohen Druck über eine von Hand geführte Lanze konzentriert auf die Fuge gerichtet. Bauhofleiter Jürgen Stegerer erklärt: „Durch den hohen Druck und die enorme Hitze werden die Risse von Schmutz gesäubert. Gleichzeitig wird die geöffnete Fuge getrocknet, die angeschmolzenen Fugenflanken gewähren eine optimale Haftung der Vergussmasse.“ Diese Masse wird zum Einbau auf rund 160 Grad Celsius erhitzt. Die vergossenen Risse werden zum Abschluss mit Edelsplitt abgestreut. So bleibt statt einer glatten eine raue Oberfläche, „was speziell Motorradfahrer zu schätzen wissen, die so nicht so leicht ins Rutschen geraten können“, so der Stadtwerke-Vorstand.

Angewandt wurde das HPS-Verfahren unter anderem in der Dr.-Kurt-Schumacher-Straße. Friedrich Gluth wies darauf hin, dass die frühzeitige Sanierung der Risse weitere Beschädigungen der Fahrbahn verhindere. „Das spart mittelfristig erhebliche Kosten, auch wenn wir jetzt rund 20.000 Euro investieren müssen“, sagte Gluth. Für die Rissesanierung sind etwa drei Wochen Arbeitszeit vorgesehen.