Wasserversorgung: Nitratbelastung „weit unter dem zulässigen Grenzwert“

Im Mischbauwerk im Raffa wird das Burglengenfelder Trinkwasser aus drei Brunnen zusammengeführt. „Es entspricht in allen Belangen den strengen gesetzlichen Anforderungen“, informierten Stadtwerke-Vorstand Friedrich Gluth und der Leiter des Referats Technik der Stadtwerke, Dipl.-Ing. (FH) Josef Hollweck, den 2. Bürgermeister Bernhard Krebs. Foto: Michael Hitzek

BURGLENGENFELD (sr). „Trinkwasser kann in Burglengenfeld so wie es aus dem Boden kommt an die Haushalte abgegeben und ohne jegliche Behandlung konsumiert werden“, sagte Stadtwerke-Vorstand Friedrich Gluth im Gespräch mit Bernhard Krebs. Der 2. Bürgermeister, der derzeit die Amtsgeschäfte im Rathaus führt, wollte aufgrund der jüngsten überregionalen Schlagzeilen wissen, wie es um die Nitratbelastung des Wassers in Burglengenfeld steht. Gluths Antwort: Die Wasserqualität ist sehr gut und entspricht in allen Belangen den strengen gesetzlichen Anforderungen an Trinkwasser.

Die heißen Tage der vergangenen Wochen haben besonders deutlich gemacht, wie wertvoll Wasser und wie wichtig eine gut funktionierende Wasserversorgung ist. Dafür sind in der Kernstadt von Burglengenfeld und einem Großteil der Gemeinde Holzheim am Forst (Landkreis Regensburg) die Stadtwerke Burglengenfeld zuständig: In den Umlandgemeinden sorgt der Zweckverband Vils-Naab-Gruppe für die Versorgung mit dem Lebensmittel Nr. 1.

Das Burglengenfelder Trinkwasser kommt aus drei Brunnen im Forstgebiet Raffa. Die Förderung erfolgt im Regelfall immer aus zwei Brunnen, nämlich dem Brunnen V und dem Brunnen III oder IV. Das Wasser aus den Brunnen V und einem der anderen beiden Brunnen wird im sogenannten Mischbauwerk gemischt, damit hinsichtlich der Nitratwerte die Grenzwerte nach der Trinkwasserverordnung eingehalten werden können.

Denn das Wasser aus den drei Brunnen ist unterschiedlich belastet. Der Grenzwert für Nitrat liegt bei der Wasserversorgung bei 50 Milligramm pro Liter (mg/l). Bei den Brunnen III und IV liegen die Messwerte meist leicht über diesem Grenzwert; beim Brunnen V liegt der Wert bei ca. 12 bis 14 mg/l. Friedrich Gluth erklärt: „Durch die Mischung des Wassers aus Brunnen V mit Wasser aus einem der beiden anderen Brunnen ergibt sich ein Nitratwert, der weit unter dem zulässigen Grenzwert liegt.“ Bei der letzten Messung im Mai 2018 hat das beauftragte Labor Kneißler aus Burglengenfeld einen Nitratwert von 16,26 mg/l festgestellt.

Für die Wasserversorgung Burglengenfeld sind nach den rechtlichen Vorgaben jährlich zwei sogenannten „große Wasseruntersuchungen“ durchzuführen. Die Stadtwerke gehen aber aus Sicherheitsgründen und damit zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger über dieses Level hinaus: Neben den Messungen durch das Labor führen die Stadtwerke ständig eigene Messungen durch.

Die Ergebnisse der großen Wasseruntersuchungen veröffentlichen die Stadtwerke auf ihrer Internetseite unter www.stadtwerke-burglengenfeld.de/service/wasseranalysen/

„Trinkwasser ist berechtigterweise ein streng kontrolliertes Lebensmittel“, sagt 2. Bürgermeister Bernhard Krebs. „Ich bin froh, dass die Stadtwerke hier über die gesetzlichen Anforderungen hinaus eigene Messungen erledigen. Die Bürgerinnen und Bürger können das Lengfelder Wasser also ruhigen Gewissens konsumieren.“

Verbrauch an heißen Tagen

An den heißen Tagen ist der Wasserverbrauch natürlich auch in Burglengenfeld höher, als sonst üblich. An normalen Tagen liegt der Verbrauch bei etwa 2.000 bis 2.300 Kubikmetern. Im Juli 2018 lag der höchste Förderwert an einem Tag bei 3.153 Kubikmetern, in den ersten Tagen des August war der Spitzenwert am 1. August 2018 mit einer Fördermenge von 3.657 Kubikmetern. Der geringste Wert lag im Juli bei 2.198 Kubikmetern, in den ersten fünf Augusttagen bei 2.831 Kubikmeter. Gute Nachricht: Die Wasserspiegel der drei Brunnen haben sich bislang trotz der langen Hitzeperiode und der damit verbundenen höheren Wasserentnahmen praktisch nicht verändert.