BFB Burglengenfeld: „Nur sechs Plakate zur Wahlwerbung?“

BURGLENGENFELD (sr). Die FW/BFB-Liste darf nur mit sechs Plakaten auf den Plakatwänden der Stadt Burglengenfeld um die Stimmen der Bürger für ihre 24 Kandidaten werben. In den Ortsteilen bekam die BI, die seit 36 Jahren im Stadtrat vertreten ist, lediglich in Lanzenried einen einzigen Platz zugeteilt.

Christine Kammerl (rechts) bekam vom BFB einen Schutzhelm für ihren Einsatz um den Naabtal-Radwanderweg. Foto: BFB Burglengenfeld

Stadtrat Hans Glatzl sah darin bei der Auftaktveranstaltung zur Kommunalwahl 2026 eine krasse Benachteiligung gegenüber den Mitbewerbern, „obwohl uns als FW/BFB aufgrund der Landtagswahl im vergangenen Jahr mit den zweitmeisten Stimmen zur Kommunalwahl Listenplatz Zwei zusteht“, so Glatzl verwundert. Dies beschränke die demokratische Werbemöglichkeiten gerade für das BFB als örtliche Gruppierung enorm.

Die FW/BFB-Liste gleicht diesen Nachteil jetzt damit aus, ihre Kandidatenliste auf Privatgrundstücken zu präsentieren, dankte Glatzl für die Unterstützung aus der Bevölkerung. Er versprach im Gegenzug bei einer Wiederwahl und Ausbau der FW/BFB-Sitze im Stadtrat sich für mehr Transparenz und direkte Bürgerbeteiligung einzusetzen.

Aufklärung statt Stillhalten

Viel zu lange habe sich das Ratsgremium auf ortsfremde Gutachter und teure Anwälte verlassen, statt selbst klare Entscheidungen für die Zukunft der Stadt zu treffen, so Glatzl weiter. Er plädierte dafür, gerade bei der anstehenden Kommunalen Wärmeplanung, das Zementwerk mit seiner Abwärmeleistung miteinzubeziehen.

„Infolge des ungeklärten 3,7 Mio-Förderschaden-Skandals, den kostspieligen Bauverzögerungen beim Gefängnisturm und dem Blind-Ankauf des Hinterwimmer-Anwesens ist Aufklärung dringend geboten“, hoffte der langjährige BFB-Stadtrat auf Stimmenzuwachs unter dem Motto „Auf Liste 2 bist du dabei!“

In der anschließenden Kandidatenvorstellung sprach Christine Kammerl sich als Vertreterin der Vorstadt, auch mit Blick auf die geplanten Mehrfamilienhäuser in der Schmidmühlener Straße, für die Schaffung einer Einkaufsmöglichkeit im Quartier aus, ebenso wie für eine Optimierung des Naab-Radwanderwegs.