Burglengenfeld hat die Wahl

Drei Kandidaten im aktuellen LOKAL-Kurzinterview

BURGLENGENFELD (sr). In Burglengenfeld entscheiden die Bürgerinnen und Bürger bei der Kommunalwahl 2026 über die künftige Ausrichtung der Stadt. Mit Michael Schaller (CSU), Martin Antretter (SPD) und Gregor Glötzl (BWG) stellen sich drei Kandidaten dem Votum der Wählerinnen und Wähler. Themen wie die angespannte Finanzlage, neue wirtschaftliche Impulse, Energie- und Klimaschutz sowie die Weiterentwicklung von Innenstadt und Tourismus stehen bei den Fragen im LOKAL-Kurzinterview an die Bewerber im Fokus. Was treibt sie an, wo sehen sie die größten Herausforderungen und mit welchen Ansätzen möchten sie Burglengenfeld weiter voranbringen?

LOKAL: Warum möchten Sie Bürgermeister werden und was unterscheidet Sie von Ihren Mitbewerbern?
Michael Schaller: Ich will gestalten, entwickeln und für unser Bürger da sein. Ich bin seit 12 Jahren Fraktionsvorsitzender im Stadtrat und als Geschäftsleitender Beamter sehr erfahren in den verschiedensten Bereichen von Politik und Verwaltung.
Martin Antretter: Ich möchte Bürgermeister werden, da ich meine Heimatstadt und ihre Menschen liebe und 30 Jahre Berufserfahrung in der kommunalen Verwaltung habe. Ich setze auf Bürgerbeteiligung, Transparenz und pragmatische Lösungswege mit messbaren Zielen.
Gregor Glötzl: Weil ich Gestaltungswillen und die Fähigkeit habe, Ideen umzusetzen. Pragmatismus, Offenheit, Erfahrungen außerhalb der Verwaltung und (Partei-) Unabhängigkeit unterscheiden mich.

LOKAL: Welches ist aktuell die größte Herausforderung in Ihrer Gemeinde und wie wollen Sie diese konkret anpacken?
Schaller: Ich werde die die Energiewende vorantreiben. Damit wird nicht nur Umweltschutz betrieben, sondern langfristig die finanzielle Lage deutlich verbessert.
Antretter: Die Finanzsituation! Aber wenn man sich ständig einredet, dass man einen „riesigen“ Schuldenberg verwaltet, blockiert man sich und verliert den Anschluss.
Glötzl: Neue Impulse für die Entwicklung von Burglengenfeld setzen, anstatt weiterhin von der Substanz zu leben.

LOKAL: Was ist aus Ihrer Sicht die wichtigste soziale Aufgabe der kommenden Jahre?
Schaller: Wir brauchen weiterhin eine hochwertige Kinderbetreuung und müssen unsere Senioren noch besser integrieren.
Antretter: Neben dem Ausbau der Kinderbetreuung, bezahlbarer Wohnraum. Wir müssen uns den Herausforderungen an eine älter werdende Gesellschaft stellen.
Glötzl: Die Integration aller zugezogenen Neubürger zu einer echten Stadtgemeinschaft realisieren sowie ein gutes Auskommen zwischen Alt und Jung.

LOKAL: Welche Klimaschutz- oder Energieprojekte wollen Sie konkret vorantreiben?
Schaller: Klimaschutz ist zuvorderst der sparsame Umgang mit Ressourcen. Konkret möchte ich den Flächenverbrauch reduzieren und die Energiebilanz unserer Einrichtungen verbessern.
Antretter: Ich werde den Ausbau der Energieautarkie, der erneuerbaren Energien und der Klimaresilienz unterstützen, mit dem Bewusstsein, dass auch Belange der Bürgerinnen und Bürger zu berücksichtigen sind.
Glötzl: Ein energetisches Quartierskonzept rund um das Bulmare erstellen, die kommunale Wärmewende vorantreiben und kommunal in Erneuerbare investieren.

LOKAL: Welche Maßnahme würden Sie zuerst umsetzen, um die Gemeinde als Wirtschaftsstandort zu stärken?
Schaller: Der „alte toom“ muss ersetzt und Leerstände in der Innenstadt müssen beseitigt werden. Dem nehme ich mich als „Kümmerer“ an.
Antretter: Wir müssen den Kontakt zur Wirtschaft verbessern und eng zusammenarbeiten. Ich werde 24/7 erster Ansprechpartner für die Gewerbetreibenden sein. Wir müssen Unternehmen aus Zukunftsbranchen ansiedeln.
Glötzl: Wirtschaftsförderung etablieren, Gewerbeflächen raumverträglich entwickeln, ein Gründerzentrum ins Städtedreieck holen und die Geschäftsleute der Altstadt unterstützen.

LOKAL: Welche Rolle soll der Tourismus künftig für die wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinde spielen?
Schaller: Tourismus spielt eine gewichtige Rolle. Speziell die Naab-Achse will ich ausbauen – am besten zusammen mit Kallmünz und Teublitz.
Antretter: Ich werde alles daransetzen, den Tourismus in Burglengenfeld zu fördern. Wir müssen uns als Urlaubsregion „bekannter machen“ und unsere Attraktionen besser bewerben. Ein großes „visionäres“ Ziel ist die Durchführung der Landesgartenschau in den 2030er Jahren!
Glötzl: Tourismus kann ein wichtiger Baustein in der Regionalentwicklung sein. Angebote, Einrichtungen und Infrastrukturen, die für Touristen attraktiv sind, dienen auch der Bevölkerung vor Ort. Das beste Beispiel sind Wander- und Fahrradwege.

LOKAL: Welchen Platz oder Ort in Ihrer Gemeinde mögen Sie besonders und warum?
Schaller: Generell unsere Gastronomie. Hier verbringe ich Primetime mit meinen Liebsten.
Antretter: Im Sommer sitze ich sehr gerne in der Altstadt, genieße einen Latte Macchiato und beobachte die Menschen. Oft gehe ich auch im Raffa spazieren.
Glötzl: Der Kreuzberg: Hier bin ich aufgewachsen, hier fühle ich mich wohl, kann die Natur beobachten, mich entspannen und mit den Kindern spielen.

LOKAL: Ihr Leitspruch zur Kommunalwahl 2026?
Schaller: Gemeinsam für Burglengenfeld – stark, heimatverbunden, und zukunftsorientiert.
Antretter: Antretter tritt an! Ein neuer Anfang – für eine historische Stadt, für eine gute Zukunft!
Glötzl: Wir. Mit euch. Für Alle! Zusammen Gemeinwohl schaffen!