KALLMÜNZ (sr). Die Kommunalwahlen in Bayern stehen vor der Tür. In Kallmünz und seinen Ortsteilen geht es dabei um zentrale Fragen: Wie wird sich die Gemeinde weiterentwickeln? Wie werden Steuergelder eingesetzt? Und welche Projekte haben in den kommenden Jahren Priorität?

Diesen und ähnlichen Fragen stellten sich in den letzten Wochen die Kandidierenden der FREIEN WÄHLER – sowohl im Kernort als auch in sämtlichen Ortsteilen. Unter dem Motto „Wo drückt der Schuh?“ kam man mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch. Kleinere Anliegen hätten teilweise direkt geklärt werden können, weitere Themen seien aufgenommen und zur Behandlung im Marktrat vorgemerkt worden, heißt es in einer rückblickenden Presseinformation.
„In den Diskussionsrunden wurde deutlich, dass der Gemeinde derzeit keine geeigneten Gewerbeflächen zur Verfügung stehen, um interessierten Unternehmen eine Ansiedlung zu ermöglichen“, heißt es weiter. Wirtschaftsstaatssekretär Tobias Gotthardt, MdL machte deutlich, dass allerdings ohne entsprechende Flächen wirtschaftliche Entwicklung kaum möglich sei. Gemeinsam mit Bürgermeister Martin Schmid richtete er einen klaren Appell an die Anwesenden: „Wer geeignete Grundstücke besitzt oder jemanden kennt, der entsprechende Flächen zur Verfügung stellen könnte, möge sich bitte melden.“
Auch der sanfte und nachhaltige Tourismus wurde als zusätzliche Einnahmequelle angesprochen. Kallmünz biete großes Potenzial, dieses könne jedoch nur mit passenden Rahmenbedingungen und mit Unterstützung der Bevölkerung ausgeschöpft werden.
Verkehr und Infrastruktur
In Dallackenried war die Querung der Staatsstraße ein zentrales Thema. Geschwindigkeitsbegrenzungen würden häufig nicht eingehalten, das Verkehrsaufkommen nehme stetig zu. Besonders für Schulkinder sei die Situation gefährlich, da sie die Straße auf dem Weg zur Bushaltestelle überqueren müssten.
Auch in Rohrbach wurde intensiv diskutiert. Im Mittelpunkt stand der geplante Kallmünzer Großparkplatz in der Gessendorfer Straße. Dieser sei sowohl für Einheimische als auch für Gäste von großer Bedeutung. Trotz bestehender Herausforderungen bei der Umsetzung sei man sich einig gewesen: „Dieses Projekt muss weiterverfolgt werden!“
Darüber hinaus wurde die Zufahrt ins Schreibertal angesprochen – diese müsse verbessert werden. Eine Umsetzung könne jedoch aufgrund der angespannten Haushaltslage nur nach Priorität erfolgen, so die FREIEN WÄHLER.
Wohin mit der Marktbücherei?
Ein zentrales Anliegen bleibt der Erhalt der Marktbücherei. Sie ist für die Gemeinde insgesamt und besonders auch für Familien von großer Bedeutung. Als wichtiger Bestandteil des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens soll ihr Fortbestehen auf jeden Fall gesichert werden. Die Suche nach einer geeigneten Ausweichfläche habe jedoch bislang keinen Erfolg gehabt, bedauerten die FREIEN WÄHLER, zeigten sich aber optimistisch: „Langfristig kann sich im Zusammenhang mit einem geplanten Kindergartenneubau eine Lösung ergeben. Da dieses Vorhaben Zeit in Anspruch nehmen wird, ist es uns wichtig, trotz allem zeitnah eine praktikable Lösung zu finden.“
Blick in den Landkreis
Neben den Gemeinderatskandidierenden stellten sich bei den verschiedenen Wahlwerbe-Terminen auch die Kreistagskandidaten der FREIEN WÄHLER, Johann Mayer aus Kallmünz und Josef Mandl aus Duggendorf, vor. Johann Mayer erläuterte, die Einführung der Gelben Tonne sei mit Mehrkosten verbunden und wirke sich auf die Müllgebühren aus. Dennoch werde sie umgesetzt. Positiv hob er hervor, dass durch das Engagement von Landrätin Tanja Schweiger die Kreisumlage gesenkt werden konnte. Die Reduzierung überbordender Bürokratie bleibe eine wichtige Aufgabe der FREIEN WÄHLER. Bei allen Terminen wurde deutlich, wie groß das bürgerschaftliche Engagement in den Ortsteilen ist. Dieses Miteinander wollen die FREIEN WÄHLER weiter stärken und unterstützen, lautet denn auch ihr Wahlspruch: „Für Kallmünz mit Herz und Verstand!“
Gut zu wissen: Am 7. März .2026 ab 10:00 Uhr wird Landrätin Tanja Schweiger zu einem Infostand am Netto in Kallmünz erwartet.
