Kallmünzer Unternehmer suchen bei CSU-Ortstermin gemeinsam nach Lösungen

„Unsere Wirtschaft braucht eine Perspektive!“

KALLMÜNZ (sr). Wie bleibt der Markt Kallmünz auch in Zukunft ein starker Wirtschafts- und Arbeitsstandort? Diese und ähnliche Fragen standen im Mittelpunkt einer kürzlichen Unternehmensbesichtigung mit anschließender Diskussionsrunde, zu der der CSU-Ortsverband Kallmünz eingeladen hatte. Treffpunkt war das traditionsreiche Unternehmen Carolinenhütte GmbH Eisengießerei in Kallmünz.

Vertreter der örtlichen Wirtschaft, Mitglieder des CSU-Ortsverbands Kallmünz sowie Landratskandidat MdL Patrick Grossmann trafen sich in der traditionsreichen Carolinenhütte zur Unternehmensbesichtigung und anschließenden Diskussionsrunde über die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Kallmünz. Foto: Marion Höllein

Geschäftsführer Maximilian Höllein zeichnete die Entwicklung der Carolinenhütte nach. Mit rund 300 Jahren Geschichte zählt sie zu den ältesten Eisengießereien Bayerns und befindet sich bis heute in Familienhand. Als größter Arbeitgeber vor Ort trägt der Betrieb eine besondere Verantwortung für die Region. Beim Rundgang durch die Produktionshallen wurde deutlich, mit welchen Herausforderungen ein Industriebetrieb im ländlichen Raum konfrontiert ist.

Auch CSU-Landratskandidat MdL Patrick Grossmann begleitete die Besichtigung und nutzte die Gelegenheit zum intensiven Austausch mit den anwesenden Unternehmern.

In der anschließenden Gesprächsrunde zeigte sich, wie vielfältig die Wirtschaftsstruktur in Kallmünz ist. Mit am Tisch saßen Vertreter der Metzgerei Meindl, Bauunternehmer Küffner mit Sohn, Elektro Rauch sowie Bio-Landwirt und Selbstvermarkter Johann Rinner. Schnell wurde klar, dass die einzelnen Branchen sehr unterschiedliche Rahmenbedingungen und Herausforderungen haben.

Investitionen mit Augenmaß für die Region

„Während das Handwerk mit Fachkräftemangel und steigenden Anforderungen kämpft, stehen Bauunternehmen unter Investitionsdruck und landwirtschaftliche Direktvermarkter vor wachsenden Auflagen und Preisdruck“, fasste Johann Rinner, ebenso Ortsvorsitzender der CSU, zusammen. Ein starkes örtliches Gewerbe bleibe die Grundlage für Arbeitsplätze, Ausbildungsmöglichkeiten und Lebensqualität.
Patrick Grossmann unterstrich die Bedeutung einer starken regionalen Wertschöpfung. „Jeder Euro, der vor Ort erwirtschaftet und investiert wird, stärkt nicht nur einzelne Betriebe, sondern die gesamte Region“, sagte er. Ziel müsse es sein, Wirtschaftskreisläufe im Landkreis zu halten, Ausbildungsplätze zu sichern und unternehmerische Initiative zu unterstützen. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Kommunen, Landkreis und Betrieben sei unverzichtbar.

Martin Rauch betonte, dass Investitionen notwendig seien, um wettbewerbsfähig zu bleiben. „Gewerbeansiedlungen dürften nicht pauschal kritisch gesehen werden, wenn es darum geht, bestehende Arbeitsplätze zu sichern und neue zu schaffen. Entscheidend ist ein verantwortungsvolles und maßvolles Vorgehen mit Augenmaß für Ort und Region.“

Ein weiteres zentrales Thema war die engere Zusammenarbeit von Politik und Wirtschaft. Wie können Fachkräfte im Ort gehalten werden und welche Perspektiven bietet man jungen Menschen?

Neben einer leistungsfähigen Infrastruktur und einer attraktiven Standortentwicklung wurde auch die Belebung des Ortskerns angesprochen.
Die Veranstaltung war Teil einer Reihe von Informations- und Dialogformaten der CSU im gesamten Gemeindegebiet. Weitere Veranstaltungen in Rohrbach, Kallmünz und Krachenhausen, sind in den kommenden Tagen geplant.