Kommunal- und Kreistagswahl 2026

Landesweit schlechtestes Ergebnis seit 1952 für die CSU

BAYERN/REGION (lz). Bayern hat gewählt. Am 8. März 2026 hat bei einer Wahlbeteiligung von rund 65-70% die CSU heuer ihr schlechtestes Ergebnis seit 1952 eingefahren. In den Landkreisen und kreisfreien Städten gingen ihre Stimmenanteile laut Medienberichten von 34,5 (2020) auf 32,5% zurück.

Am 22. März 2026 kommt es in Burglengenfeld zur Stichwahl
zwischen Martin Antretter und Michael Schaller. Foto: pixabay

Auch die SPD musste herbe Verluste einstecken. Wo die AfD auf Kreisebene angetreten ist, hat sie rund dreimal so gut abschnitten wie vor sechs Jahren – sie hat sich auf 12,2 % gesteigert. Im Landkreis Schwandorf erreichte sie zweistellige Ergebnisse, etwa in der Stadt Schwandorf mit 17,8, in Steinberg am See 16,5 und in Nittenau 16,2%.

Im Landkreis Regensburg ist Tanja Schweiger (FW) mit einer Mehrheit von 60,3% zur Landrätin wiedergewählt worden, gefolgt von Patrick Grossmann (CSU) mit 26,1%. Im Kreistag hat die CSU 22 Sitze, die Freien Wähler 17, die AfD 11, die Grünen 7 sowie die SPD 6 Sitze.

Im Landkreis Schwandorf ist Thomas Ebeling (CSU) laut Wahlperiode ab 1. Mai wieder Landrat – mit einem Ergebnis von 54,8%. Marianne Schieder (SPD) unterlag mit 20,6%. Im Kreistag reicht es für die bisherigen Mehrheiten, obwohl sich die Zusammensetzung ändert: Die CSU verliert zwei und hat ab künftig 21 Sitze. Die Freien Wähler haben jetzt 9 Sitze (einen mehr), die AfD errang 11 Sitze mit einem Zuwachs von 8. Auch die SPD hat noch 8 Sitze, die Grünen 3. Die CWG/UW erhielten 2 Sitze, die JU Bayern 2, sowie die Linken und JW (Junge Wähler) je einen Sitz.

Stichwahl in Burglengenfeld

Zu einer Stichwahl am 22. März 2026 kommt es in Burglengenfeld zwischen Martin Antretter (SPD) mit 41,7 und Michael Schaller (CSU) mit 42,6%.
Der BWG-Kandidat Gregor Glötzl erhielt 15,8% der Stimmen. Im Gemeinderat eichte es für jeweils 7 Sitze für CSU und SPD, 2 Sitze für die FW/BFB, ebenfalls jeweils 2 für FWL und BWG sowie einen Sitz für die Linken. Die AfD sitzt jetzt mit 3 Stadträten in dem Gremium.

In Maxhütte-Haidhof erhielt Amtsinhaber Rudolf Seidl, Unabhängige Wähler Maxhütte (UWM), 63,5% der Stimmen. Matthias Meier (CSU) unterlag mit 26,5%. Im Stadtrat ist die UWM gleichauf mit der CSU mit jeweils 6 Sitzen. Die SPD erhielt 4, die FW 3 Sitze. Mit dabei sind zwei Grüne, ebenso zwei Vertreter der JU und eine Stadträtin von den Sozialen Bürgern Maxhütte (SBM). Die AfD ist nicht vertreten – anders als in Teublitz, wo sie mit 12,3% 2 Sitze errang. Die SPD verlor hier einen Sitz und hat jetzt 5. Ganz klarer Sieger der Teublitzer Bürgermeisterwahl ist Amtsinhaber Thomas Beer mit 69,3%, der Gegenkandidat Markus Pretzl (FW) erreichte 30,2 %. Die Wahlbeteiligung lag bei hohen 77,8%.

Auch in Regenstauf war die Wahlbeteiligung mit 68,6% relativ hoch. Bürgermeister Josef Schindler (CSU) bleibt mit 73,1% aller gültigen Stimmen im Amt. Gegenkandidatin Susanne Nichtewitz-Bauer (SPD) erhielt 14, Harald Richter (FW) 12,9%. Die 24 Sitze des Marktgemeinderats verteilen sich ab Mai wie folgt: CSU 11, FW 5, Grüne 2, SPD 4, ÖDP 1 und FDP/BL ebenfalls einen Sitz.

In Kallmünz (turnusgemäß keine Bürgermeister-, sondern nur Marktgemeindewahl)

Die Freien Wähler haben an Stimmen gewonnen und stellen jetzt 4 Sitze. Die meisten Stimmen erhielt Bernhard Hübl. Die CSU erhielt 3 Sitze, die meisten Stimmen bekam Johann Rinner. Weiterhin sind in dem Gremium 2 Grüne, 3 SPD-Räte, 1 Vertreter der Freien Liste Kallmünzer Umland (FLKU) sowie einer von der Christlichen Wählergemeinschaft (CWG).

Zeitlarn: Überwältigender Sieg für Andrea Dobsch (FW)

In Zeitlarn wissen die Wählerinnen und Wähler, was sie wollen: Andrea Dobsch (FW) wurde mit der absoluten Mehrheit von 84,8% im Amt bestätigt, Gegenkandidat Dr. Erik Schlegel erhielt 8,7%, Stefanie Grünauer (SPD) 6,5% – und das bei einer Wahlbeteiligung von 74%. Im Gemeinderat haben die Freien Wähler künftig mit 12 Sitzen die absolute Mehrheit (bisher 8). Die SPD verlor drei Sitze und hat nur noch 3, die CSU verliert zwei und hat künftig 3. Die Parteilose Wählergemeinschaft (PWG) bleibt bei 2 Sitzen.

Überraschendes Ergebnis im Markt Schmidmühlen

Die Freien Wähler sind hier die Gewinner und stellen mit Daniel Sandner künftig den Bürgermeister, der mit 837 mehr als die Hälfte aller abgegebenen gültigen Stimmen für sich einnehmen konnte (59,6%). Gegenkandidat Mathias Huger (CSU) erhielt 464 Stimmen (33%), Christian Renghart (SPD) 104 (7,4%). Im Gemeinderat haben die FW künftig 5 Sitze, die CSU 4, SPD 2 und FWGE 1 Sitz. Die zwei neuen Gruppierungen Junge Liste Schmidmühlen (JLS) sowie die Bürgerbewegung Schmidmühlen (BBW) sind mit je einem Sitz vertreten. Die Wahlbeteiligung lag bei 76,3%.
Einzusehen sind alle Wahlergebnisse auf (fast) allen Websites der Städte und Gemeinden. Die Landkreis-Seiten haben die aktuellen Ergebnisse der Landrats- und Kreistagswahlen veröffentlicht.