REGENSTAUF (sr). In Regenstauf steht bei der Kommunalwahl 2026 eine richtungsweisende Entscheidung an: Wer übernimmt künftig Verantwortung im Rathaus und gestaltet die Zukunft des Marktes? Mit Josef Schindler (CSU), Susanne Nichtewitz-Bauer (SPD) und Harald Richter (Freie Wähler) bewerben sich drei Kandidierende um das Bürgermeisteramt. LOKAL stellte acht identische Fragen, um einen direkten und gut vergleichbaren Überblick über die Positionen, Schwerpunkte und Zielsetzungen zu ermöglichen. Nachfolgend geben die kompakten Antworten einen Einblick in die Prioritäten der Kandidierenden und zeigen, wie sie die kommenden Jahren gestalten möchten.

LOKAL: Warum möchten Sie Bürgermeister/in bleiben/werden und was unterscheidet Sie von Ihren Mitbewerbern?
Josef Schindler: Als Bürgermeister stehe ich für Bürgernähe und Verlässlichkeit. Ich möchte Regenstauf weiterhin nachhaltig, zukunftsorientiert und für alle Generationen gestalten.
Susanne Nichtewitz-Bauer: Ich möchte Bürgermeisterin werden, weil Regenstauf klare Führung braucht – und weil es Zeit für eine Frau im Rathaus ist. Ich stehe für Empathie, Transparenz und Entscheidungen, die geprüft, finanzierbar und verantwortungsvoll sind.
Harald Richter: Ich kandidiere, weil ich Verantwortung nicht theoretisch diskutiere, sondern täglich trage. Als Leiter einer Pflegeeinrichtung arbeite ich mit knappen Budgets, Personalengpässen und klaren gesetzlichen Rahmenbedingungen und liefere trotzdem Ergebnisse.
LOKAL: Welches ist aktuell die größte Herausforderung in Ihrer Gemeinde und wie wollen Sie diese konkret anpacken?
Schindler: Durch die hohe Kreisumlage müssen die Ausgaben noch sorgfältiger geprüft werden, um die finanziellen Mittel effizient, nachhaltig und zum Wohle aller einzusetzen.
Nichtewitz-Bauer:Nichtewitz-Bauer: Die größte Herausforderung ist es, Wachstum, Finanzen und Lebensqualität in Einklang zu bringen. Ich setze auf klare Prioritäten, sorgfältige Prüfung und transparente Entscheidungen.
Richter: Die angespannte Finanzlage ist die zentrale Herausforderung. Ich setze auf Priorisierung, Nutzenorientierung bei Investitionen und den Aufbau neuer, verlässlicher Einnahmequellen.
LOKAL: Was ist aus Ihrer Sicht die wichtigste soziale Aufgabe der kommenden Jahre?
Schindler: Weiterhin die Rahmenbedingungen für ein gutes Miteinander zu schaffen, damit alle Menschen in Regenstauf und den verschiedenen Ortsteilen eine hohe Lebensqualität spüren können.
Nichtewitz-Bauer: Die wichtigste soziale Aufgabe ist es, ein bezahlbares und gutes Leben für alle Generationen zu ermöglichen. Dazu gehören Wohnen, Betreuung und verlässliche kommunale Strukturen.
Richter: Der Erhalt des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Die Kommune muss Ehrenamt, soziale Infrastruktur und bürgernahe Verwaltung gezielt stärken.
LOKAL: Welche Klimaschutz- oder Energieprojekte wollen Sie konkret vorantreiben?
Schindler: Bei Sanierungen gemeindlicher Gebäude werden nachhaltige Energiequellen genutzt (bei Heizungen zum Beispiel Pellet- oder Hackschnitzelheizungen und bei Beleuchtung auf LED umrüsten). Außerdem werden, wo es Sinn macht, PV-Anlagen auf Dachflächen installiert.
Nichtewitz-Bauer: Ich setze auf Energieeinsparung, gut geplante und effizient genutzte kommunale Gebäude sowie eine vorausschauende Wärmeplanung. Entscheidend ist für mich, Bestehendes schrittweise zu verbessern und Maßnahmen umzusetzen, die sinnvoll und finanzierbar sind.
Richter: Energetische Sanierung kommunaler Gebäude, tragfähige erneuerbare Energien. Entscheidend sind auch Akzeptanz in der Bevölkerung und Wirtschaftlichkeit.
LOKAL: Welche Maßnahme würden Sie zuerst umsetzen, um die Gemeinde als Wirtschaftsstandort zu stärken?
Schindler: Ich bin für das Vorantreiben von weiteren Ansiedlungen von Gewerbetreibenden und Dienstleistern, um das Motto „Wohnen, Arbeiten und Einkaufen in Regenstauf“ weiter auszubauen.
Nichtewitz-Bauer: Zuerst möchte ich unsere bestehenden Unternehmen stärken, indem Vorhaben wie Erweiterungen oder Umbauten frühzeitig geprüft und verbindlich entschieden werden. Das gibt Betrieben Planungssicherheit und schafft Vertrauen für Investitionen am Standort Regenstauf.
Richter: Ausgewiesenen Gewerbegebiete konsequent und zeitnah vermarkten und belegen. Parallel dazu soll ein systematisches Leerstandsmanagement aufgebaut werden, um bestehende Flächen und Immobilien wieder wirtschaftlich nutzbar zu machen.
LOKAL: Welche Rolle soll der Tourismus künftig für die wirtschaftliche Entwicklung spielen?
Schindler: Unsere Rad- und Wanderwege werden von Touristen und Einheimischen gern genutzt. Unsere zahlreichen Gaststätten bieten ein breites Angebot, da ist für jeden etwas dabei.
Nichtewitz-Bauer: Tourismus soll Regenstauf gezielt ergänzen und zur regionalen Wertschöpfung beitragen. Entscheidend ist für mich, Angebote zu stärken, die zur Gemeinde passen und die Lebensqualität vor Ort unterstützen.
Richter:Richter: Tourismus soll ein ergänzender Baustein sein. Der Fokus liegt auf regionaler Wertschöpfung und Angeboten, die auch den Einheimischen nutzen.
LOKAL: Welchen Platz oder Ort in Ihrer Gemeinde mögen Sie besonders und warum?
Schindler: Den Schlossberg – ich mag die Natur und den schönen Ausblick über Regenstauf!
Nichtewitz-Bauer: Die Uferbereiche entlang des Regens sind für mich besondere Orte der Erholung. Sie bieten Raum zum Abschalten und sind ein wichtiger Bestandteil der Lebensqualität in unserer schönen Gemeinde.
Richter: Die Orte des Miteinanders: Bei Vereinen, auf Festen und bei ehrenamtlichem Engagement. Dort zeigt sich die tatsächliche Stärke einer Gemeinde.
LOKAL: Ihr Leitspruch zur Kommunalwahl 2026?
Schindler: Weida für Eich!
Nichtewitz-Bauer: Regenstauf hat Zukunft – mit Herz, Verstand und klarer Führung.
Richter: „Solide entscheiden. Ehrlich handeln.“
