ZEITLARN (sr). Anlässlich ihres siebenjährigen Bestehens haben die Freien Wähler Zeitlarn zu einer Bürgersprechstunde eingeladen. Gefeiert wurde das Jubiläum nicht mit einer Festrede, sondern im direkten Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern – ein Format, das der Ortsverein seit seiner Gründung regelmäßig anbietet und das auch diesmal auf großes Interesse stieß.


Gegründet kurz vor der letzten Kommunalwahl, wurden die Freien Wähler Zeitlarn damals aus dem Stand stärkste Fraktion im Gemeinderat und stellten mit Andrea Dobsch die Bürgermeisterin. „Seitdem haben wir kontinuierlich Bürgersprechstunden und Veranstaltungen durchgeführt“, so Dobsch. „Der direkte Austausch hilft uns, Anliegen früh aufzunehmen und sachlich in die Arbeit des Gemeinderats einzubringen.“
In den vergangenen Jahren habe man so zahlreiche Anträge formulieren können, die sich an den tatsächlichen Bedürfnissen der Bürger orientieren und im Gemeinderat auch mehrheitsfähig waren. Diesen Weg wolle man weitergehen, betont auch die Vorsitzende Dr. Catrin Nießen: „Unser Anspruch ist es, ansprechbar zu bleiben und Probleme gemeinsam zu lösen – bodenständig, sachlich und nah an den Menschen.“
Unterstützung aus der Landespolitik
Hauptsprecher der Bürgersprechstunde war Staatssekretär Tobias Gotthardt aus dem Bayerischen Wirtschaftsministerium. Bereits bei der Gründung des Ortsvereins war er beteiligt und begleitet die Freien Wähler Zeitlarn seither auch auf Landesebene. Bürgermeisterin Dobsch hob hervor, wie wichtig dieser Austausch sei: „Gerade bei Förderfragen oder gesetzlichen Regelungen ist es hilfreich, eine Einordnung aus der Landespolitik zu bekommen. Viele Vorschriften sind komplex und nicht immer eindeutig.“
Auch Landrätin Tanja Schweiger nahm an der Bürgersprechstunde teil und gratulierte persönlich zum Jubiläum. Sie stellte sich den Fragen der Gäste und Fraktionsmitglieder zu aktuellen Themen im Landkreis.
Sachthemen im Mittelpunkt
Im Mittelpunkt der Gespräche standen unter anderem die Situation rund um Asyl im Landkreis, hohe finanzielle Belastungen durch Milliardenprogramm zudem die stark steigenden Kosten in der Jugendhilfe und durch Schulbegleiter sowie die Verwendung der Kreisumlage. Zu all diesen Punkten gab es zahlreiche Nachfragen, die zeigten, wie sehr diese Themen viele Bürger aktuell beschäftigen.
Die Bürgersprechstunde wurde insgesamt sehr gut angenommen. Viele nutzten die Gelegenheit, ihre Anliegen direkt anzusprechen und Hintergrundinformationen zu erhalten.
Ausblick
Nach sieben Jahren ziehen die Freien Wähler Zeitlarn ein positives Fazit ihrer Arbeit. Man verfüge über engagierte Mitglieder, erfahrene Mandatsträger und einen engen Draht zur Bürgerschaft. „Diesen Ansatz wollen wir beibehalten“, so Nießen. „Nicht durch laute Worte, sondern durch verlässliche Arbeit und offene Gespräche.“
