„Familiendorf Burglengenfeld“: Ehrenamtliche Mamahilfe möglich!

BURGLENGENFELD (lz). „Der ständige Druck, immer funktionieren zu müssen“: Besonders Mütter tragen den Großteil der Familienarbeit und müssen den Anforderungen häufig allein gerecht werden. Das Familiennetzwerk „Familiendorf Burglengenfeld, Städtedreieck“ ist ein Netzwerk aus Menschen, die sich gegenseitig unterstützen wollen – sei es Alltagshilfe, Kinderbetreuung oder einfach gemeinsame Freizeitgestaltung. Das Familiendorf entstand als ein Projekt der gemeinnützigen Gesellschaft Mütter für Mütter (www.muetter-fuer-muetter.net), dessen Zentrale in Bad Endorf sitzt und die für die verwaltungstechnische Abwicklung zuständig ist.

Auch im Städtedreieck ist die gegenseitige Hilfe von Müttern für Mütter mit dem Projekt „Familiendorf“ seit Beginn des Jahres erfolgreich angelaufen. Jetzt gibt es ein Zusatzangebot, so informiert Mitinitiatorin Elke Bohm: „Ab sofort sind auch ehrenamtliche Einsätze möglich. Während zuvor das gegenseitige Vernetzen allein im Mittelpunkt stand, also sich gegenseitig bei der Betreuung aushelfen oder Kinderkleidung tauschen, können jetzt Ehrenamtliche in die Familien gehen und dort helfen. Und das unbürokratisch und mit einer geringen Aufwandsentschädigung. Die Ehrenamtlichen unterstützen dort, wo Hilfe fehlt.“

Manchmal reicht reguläre Unterstützung nicht

Viele Familien stehen im Alltag am Limit – nach Geburt, Krankheit oder in Krisen, so Bohm weiter. Das Netzwerk „Mütter für Mütter“ vermittele geschulte Ehrenamtliche, die praktisch entlasten und emotional stärken. Typische Situationen können zum Beispiel sein, wenn ein von der Krankenkasse genehmigter Einsatz beendet ist, aber die Mama trotzdem hin und wieder Unterstützung braucht – ehrenamtlich kann es weiter gehen, für ein offenes Ohr oder eine helfende Hand. Oder etwa, wenn gar kein Anspruch auf offizielle Hilfe besteht, kann Unterstützung trotzdem dringend notwendig sein – so können insbesondere finanziell schwache Familien Hilfe unbürokratisch in Anspruch nehmen. „Das Projekt der ehrenamtlichen Hilfe fängt Familien auf, wo die Hilfe sonst abbricht“, so Bohm. „Denn ehrenamtlich geleistete Hilfe bleibt oft die Konstante, wenn alles andere unsicher ist. Es braucht halt ein Dorf, um Kinder großzuziehen!“

Bohm betont, dass ein ehrenamtlicher Einsatz immer nur dann erfolgen kann, wenn eine akute Notsituation in der Familie vorliegt. Die Online-Ausbildung von „Mütter für Mütter“ zur ehrenamtlichen Mamahilfe dauert 12 Wochen. Die Aufwandsentschädigung für die ehrenamtlichen Einsätze beträgt 12 € pro Stunde (6,00 € von der Familie und 6,00 € aus dem Spendentopf der „gUG Mütter für Mütter“). Sie ist steuerfrei für die Ehrenamtlichen, solange der Betrag insgesamt 3.300 € pro Jahr nicht überschreitet.
Wer sich bei der Mamahilfe im Ehrenamt engagieren möchte, erhält auf der Website www.muetter-fuer-muetter.net oder direkt per Mail an info@muetter-fuer-muetter.net weitere Infos über die Ausbildung. Auch Hilfe-Anfragen können auf der Website gestellt werden.

Für alle Fragen rund um die Mamahilfe aus dem Raum Städtedreieck ist
Elke Bohm (Tel. 0160 95 817 180) die passende Ansprechpartnerin, ebenso wie die Whatsapp-Gruppe „Familiendorf Burglengenfeld“.