WC-Groschen hilft dem Hospizverein in Stulln

Stullner Vereine überreichen 1.000 € Spende

SCHWANDORF (sr). Es ist schon eine Besonderheit, die es in Stulln gibt. Seit Jahrzehnten betreiben die Stullner Vereine gemeinsam mit der Gemeinde einen Klowagen. Während die Benutzung für den Festbesucher kostenlos ist, zahlt der Veranstalter eine Leihgebühr. Und diese wird zu hundert Prozent für gemeinsame Anschaffungen der Vereine verwendet.

Im Namen aller Stullner Ortsvereine überreichte Bürgermeister Hans Prechtl im Garten des Bruder-Gerhard-Hospizes eine Spende in Höhe von 1.000 Euro an die Vorsitzende des Hospizvereins Stadt und Landkreis Schwandorf e. V., Gisela Pöhler. Foto: Irmgard Berr

Seit zehn Jahren wird diese Kasse mit etwaigen Erlösen aus Bürgerfesten aufgestockt. In der jüngsten Sitzung aller Stullner Ortsvereine wurde aus dieser Kasse eine Spende in Höhe von 1.000 Euro beschlossen, die Bürgermeister Hans Prechtl im Bruder-Gerhard-Hospiz an die Vorsitzende des Hospizvereins Stadt und Landkreis Schwandorf e. V., Gisela Pöhler, überreichte.

Der Hospizverein Stadt und Landkreis Schwandorf wurde im Jahr 2004 gegründet und begleitet seitdem Schwerstkranke und Sterbende sowie deren Angehörige, sei es zu Hause, im Krankenhaus, in Pflegeeinrichtungen oder in stationären Hospizen. Seit zwei Jahren ist der Verein mit Büroräumen im neu errichteten Bruder-Gerhard-Hospiz in der Hoher-Bogen-Straße in Schwandorf ansässig. Mit der Spende wird das ehrenamtliche Engagement von 85 aktiven HospizbegleiterInnen und zwölf ausgebildeten TrauerbegleiterInnen unterstützt. Der Verein ist Kooperationspartner der Johanniter-Unfall-Hilfe e. V., die Trägerin des Hospizes ist.

Bürgermeister Hans Prechtl nahm seinen Besuch im Hospiz zum Anlass, den aktiven Hospiz- und Trauerbegleitern, die das Herzstück des Vereins sind, seinen Dank und seine Anerkennung auszusprechen.

Neben den 1.000 Euro Spende brachte er eine Zeitungsseite vom November 2015 mit. Der Stullner Pinkelgroschen war damals eine Berichterstattung auf der Titelseite eines Wochenblattes wert. „Ein Fest zu feiern und mit den Erlösen das Ehrenamt zu unterstützen, ist eine tolle Sache“, freute sich Prechtl, der nicht nur dem Hospizverein für seine oft fordernde Arbeit besonders dankte, sondern auch den Stullner Vereinen für deren Großzügigkeit.

Vorsitzende Gisela Pöhler freute sich „über jeden Unterstützer und Multiplikator der wertvollen Arbeit unserer ehrenamtlichen Hospiz- und Trauer-Begleiter“ und die „hohe Wertschätzung“, die in dieser Spende zum Ausdruck kommt. „Eine Spende ist mehr als Hilfe – sie ist ein Zeichen von Menschlichkeit und Hoffnung“, zitierte sie den Spruch auf dem Briefbogen des Hospizvereins. Mit einer Tasse Kaffee und selbstgebackenem Kuchen, der dem Stullner Bürgermeister immer mundet, wurde die Spendenübergabe in eine kleine Feierstunde gepackt.