„Blühende, bunte Vielfalt statt graue Schotterwüste”

Die Stadt Maxhütte-Haidhof startet eine Offensive gegen Schottergärten

MAXHÜTTE-HAIDHOF (sr). Mittlerweile ist es durch viele Studien belegt: Schottergärten sind die schlechteste Lösung für die heimische Gartengestaltung. Nicht nur, dass Insekten, Kleinlebewesen und Vögel hier keine Heimat, Nahrung und Brutpflegemöglichkeiten finden, sondern diese Art von Gärten sind auch für das Kleinklima und den Grundwasserspiegel schädlich. Ganz zu schweigen davon, dass sich niemand auf einer Bank vor solch einer Schotterwüste ausruhen möchte.

Foto: Angelika Niedermeier, Stadt Maxhütte-Haidhof

Schlagwörter wie Artenvielfalt, Biodiversität, Klimaschutz und Flächenversiegelung sind heute in aller Munde: Hier möchte die Stadt Maxhütte-Haidhof ein Zeichen setzen! Die Kommune weist eine Kampagne gegen die sogenannten Schottergärten aus: „Blühende, bunte Vielfalt – statt graue Schottergärten“. Diese Aktion wird in drei verschiedenen Kategorien ausgerufen:

In der ersten Kategorie werden Blüh- und Staudengartenbesitzer belohnt! Sie werden aufgerufen, Bilder oder Videos ihres naturnahen Gartens einzusenden. Zu gewinnen gibt es in dieser Kategorie jeweils für die drei schönsten Blüh- und Staudengärten Maxhütter Groschen im Wert von 200 Euro. Platz vier bis zehn werden mit Maxhütter Groschen im Wert von je 100 Euro belohnt. Der Einsendeschluss für diese Kategorie ist der 01. August 2024.

In der zweiten Kategorie werden Schottergartenbesitzer aufgerufen, ihren Schottergarten in einen naturnahen, blühenden und duftenden Kräuter-, Stauden- und Blühgarten rückzubauen. Es soll hier der Bewerbungsbogen aus- gefüllt und mit Bildern des Ist-Zustandes an das Rathaus gesendet werden.
Eine Jury wird dann drei Gärten aussuchen, welche Potential haben, zu einem natur- und insektenfreundlichen Blüh- und Staudengarten zu werden. Der Schotter muss nicht zwingend komplett entsorgt werden: Ob mit einem kleinen Gartenteich, einer Kräuterspirale oder einem kleinen Steinhügel für Kleinstlebewesen – der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

Bewerbungsende für diese zweite Kategorie ist der 15. September 2024. Der Garten muss entweder noch heuer im Herbst oder spätestens im Frühling 2025 umgestaltet und neu bepflanzt werden. Die drei ausgesuchten Bewerber erhalten dann eine beratende Begleitung zur Umgestaltung ihres Gartens durch das Stadtgartenteam. Ebenso unterstützt die Stadt die drei Gewinner jeweils mit einem Betrag in Höhe von je 500 Euro, welcher nach der Fertigstellung des Rückbaues in einen naturnahen Blüh- und Staudengarten im Frühjahr 2025 ausgegeben wird.

In der dritten und letzten Kategorie geht es darum, neue Gartenbesitzer zu animieren, sich statt einer Schotterwüste einen natur- und insektenfreundlichen Blüh- und Staudengarten anzulegen. Diese Aktion wird im März 2025 starten. Interessierte können sich hier ebenfalls bewerben. Zu gewinnen gibt es ebenfalls Beratungsgespräche mit dem Stadtgartenteam sowie einen Preis in Höhe von 3 x 300 Euro. Die näheren Informationen kann man dann zum Beginn der Kampagne ab Januar 2025 auf der Homepage der Stadt nachlesen.

Gut zu wissen:

Bitte bewerben Sie sich für die einzelnen Kategorien: Die Bewerbungsbögen für die einzelnen Kategorien können auf der Homepage der Stadt unter „Aktuelles“ oder durch Einlesen des untenstehenden QR-Codes heruntergeladen werden. Auch an der Information im Rathaus können Bewerbungsbögen abgeholt werden.
Teilnehmen können alle Gartenbesitzer, Vereine oder Wohngemeinschaften der Stadt Maxhütte-Haidhof. Es gilt für jede Aktion die jeweilige Bewerbungsfrist.

Weitere Informationen zu der Aktion „Blühende, bunte Vielfalt – statt graue Schotterwüste“ findet man auf der Homepage der Stadt unter www.maxhuette-haidhof.de in der Rubrik „Aktuelles“.
Eine Jury (Mitarbeiter Stadtgarten-Team und des Rathauses sowie des Kreisgartenamtes) wird die Gewinner in der jeweiligen Kategorie nach dem Ende der Bewerbungsfrist auswählen. Die Gewinne werden nur so wie in der jeweiligen Kategorie beschrieben ausgegeben. Die Bewerber erklären sich mit ihrer Bewerbung damit einverstanden, dass die Jury den vorgestellten Garten persönlich besucht und nach bestimmten Auswahlkriterien auswertet.