BURGLENGENFELD (sr). Seit Wochen kommt es verstärkt zu Trinkwasserabsperrungen im Stadtgebiet von Burglengenfeld. Am Buchenweg besichtigten die beiden BFB-Stadträte Christine Kammerl und Hans Glatzl die aktuelle Baustelle.

Glatzl freut sich zwar über den Einsatz des Bauhofs zur raschen Schadensbehebung und dankte SWB-Chef Johannes Ortner in diesem Zusammenhang auch für die seit längerem ausstehende Beantwortung einer BFB-Stadtratsanfrage zum Zustand des Burglengenfelder Wasserleitungssystems.
Allerdings sind die übermittelten Zahlen „ökologisch und ökonomisch bestürzend“ so Glatzl. So lag der Wasserverlust zwischen Förderung und Hausanschlüssen demnach 2025 bei 19 Prozent, oder umgerechnet 176.000 Kubikmeter auf dem Weg vom Raffa in die Haushalte. Die „reinen Reparaturkosten an dem defekten Leitungsnetz beliefen sich laut SWB-Auskunft schon 2024 auf über 290.000 Euro und dürften – so die Vermutung Glatzls als langjährigen Finanzausschuss-Mitglied – aufgrund der massiven Rohrdefekte auf weit über 300.000 Euro im laufenden Jahr anwachsen.
„Bezahlen müssen diese Umweltkatastrophe die Anlieger über den Wasserpreis“ so zitiert Glatzl den Hinweis im Antwortschreiben der SWB vom 22. März auf eine BFB-Anfrage im Stadtrat vom Februar. Die Weichen für die notwendige Satzungsänderung zur Preiserhöhung habe der scheidende Stadtrat noch in seiner letzten Sitzung ohne jede Diskussion mit großer Mehrheit allein gegen die Stimme des BFB durchgewunken, bedauert Glatzl mit den Worten: „Das ist ökologisch wie wirtschaftlich unverantwortlich.
Die neu gewählte SR-Kollegin Christine Kammerl hofft, dass das neu gewählte Stadtratsgremium künftig über Parteigrenzen hinweg offen und konstruktiv hier für einen konkreten Sanierungsplan zusammenarbeitet, um die Probleme zu lösen. Glatzl verweist in diesem Zusammenhang auf das seit 2014 aufgestellte aber bis heute nicht realisierte Sanierungsprogramm. Er hofft unter dem neuen Bürgermeister Martin Antretter „endlich auf eine konsequente Umsetzung”.
