PIELENHOFEN (lz). Der Schülerlandeswettbewerb „Erinnerungszeichen“ fand dieses Jahr unter dem Motto „Alles neu? Bayern zur Zeit Ludwigs I.“ statt. Dabei begaben sich fast 900 Schülerinnen und Schüler aus ganz Bayern auf eine historische Spurensuche, um die Vergangenheit lebendig werden zu lassen. Ende Juli 2026 wurden im Senatssaal des Bayerischen Landtags die besten Ergebnisse von Landtagspräsidentin Ilse Aigner und Kultusministerin Anna Stolz prämiert.

Darüber hinaus wurde an die Klasse FOS 11 der Herder-Schule (Schulzweig Fachoberschule) in Pielenhofen mit ihrem Lehrer Albert Eichmeier der Sonderpreis „Multiperspektivische Spurensuche“ übergeben. „Schüler aus Duggendorf, Wenzenbach, Deuerling und Beratzhausen veranstalteten eine regelrechte Treibjagd nach Dokumenten, um die abenteuerlichen Jahre hochleben zu lassen, als es für Pielenhofen um Leben und Tod ging“, erklärte Geschichtslehrer Albert Eichmeier, der seine Schüler nach Kräften unterstützte.
Zur Zeit der Säkularisierung vor 200 Jahren habe das klösterliche Leben in ganz Bayern am Boden gelegen, so auch in Pielenhofen, wo in den verfallenen Klostergebäuden Ratten bereits die Herrschaft übernommen haben. Dass es zu einem erneuten Aufschwung kam, sei König Ludwig I. zu verdanken, der sich unermüdlich in geistlicher und geistiger Hinsicht für die Erneuerung eingesetzt habe. Für diese Entwicklung fanden die Schüler Eichmeiers in Regensburg etwa im Diözesanarchiv oder auch in uralten Zeitungstexten des Regensburger Tagblatts aus den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts eindrucksvolle Belege.
So wurde auch mit Hilfe von Karten und weiteren Dokumenten die Geschichte des Klosters nachverfolgt und ebenso mit der letzten Oberin des Klosters gesprochen. Ein weiterer Ansporn: Die Schüler untersuchten die Gebäude und Räumlichkeiten ihrer eigenen Schule, denn die Herder-Schule ist seit 2014 im Kloster untergebracht.
Den Schülerlandeswettbewerb „Erinnerungszeichen“ gibt es seit 1998, seit 2007 jährlich. Mit ihm soll das Bewusstsein von Schülerinnen und Schülern für Geschichte und geschichtliche Zusammenhänge im eigenen Lebensraum gestärkt und außerdem die Fähigkeit entwickelt werden, selbst erarbeitete Forschungsergebnisse vor Publikum zu präsentieren.
