Fridays for Future: Gasaktionstag in Regensburg am 24. April

REGENSBURG (sr). Am Freitag, den 24. April um 17 Uhr, rief Fridays for Future Regensburg zu einer Kundgebung am Bismarckplatz auf, um gegen die Energiepolitik von Ministerin Katherina Reiche zu protestieren. 300 Menschen nahmen an der Kundgebung teil. Die Aktivist*innen fordern konsequenten Klimaschutz, ein eindeutiges Abwenden von der bizarren Politik von Reiche und treten ein für eine zwingend notwendige, sozial gerechte Energie- und Wärmewende.

Kundgebung am Bismarckplatz in Regensburg. Foto: Yara Pfeiffer

„Katherina Reiche und die CDU sind auf dem besten Weg, die Energie- und Wärmewende in Deutschland zu beerdigen. Das macht mir große Angst, aber vor allem macht es mich wütend. Dass es sich Reiche herausnehmen kann, zu versuchen ihre Politik durchzubringen, die abgesehen von Lobbyismus kaum erklärt werden kann, ist desaströs. Keine ihrer Entscheidung bringt uns etwas oder sind logisch erklärbar. Diese Pläne beenden die Klimaziele faktisch und sorgen für höhere Mieten. Sogar die Wirtschaft spricht sich dagegen aus“, erklärt Nina Maier von FFF Regensburg. „Statt Lobby-Geschenke für fossile Konzerne braucht es den konsequenten Ausbau von erneuerbaren Energien, Speichern und nachhaltiger Wärmeversorgung. Nur so schaffen wir eine klimaneutrale und sozial gerechte Zukunft.“

Auf der lauten, bunten Kundgebung gab es Redner*innen von Greenpeace, den Omas4Future, Scientist Rebellion, Ende Gelände und der Grünen Jugend. Außerdem gab es Live-Musik, die den Protest musikalisch untermalte. Hauptsächlich richtete sich die Kundgebung gegen die erneuerbare Energien abbauende Politik von Katherina Reiche. Die Klimabewegung warnt insbesondere vor den wirtschaftlichen Risiken fossiler Energien. Steigende Gas- und Benzinpreise in internationalen Krisen zeigten immer wieder, wie stark Deutschland von fossilen Energien abhängig ist. Erneuerbare Energien hingegen ermöglichten stabile Preise, reduzierten die Abhängigkeit von autoritären Regimen und sind auch – wenig überraschend – besser für das Klima als das Verheizen von fossilen Energieträgern. Gas ist und bleibt dreckig und lässt sich nicht schön rechnen.

„Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit sind keine Nice-to-haves, sondern eine politische Pflicht“, so Yara Pfeiffer von FFF Regensburg. „Wenn die Bundesregierung jetzt Rückschritte bei der Energie- und Wärmewende macht, gefährdet sie sowohl die Klimaziele als auch bezahlbare Energie für uns alle. Wer für soziale Gerechtigkeit stehen will, muss auch für eine bezahlbare und erneuerbare Energieversorgung kämpfen. Wir gehen auf die Straße, weil wir eine Regierung brauchen, die Verantwortung übernimmt und den Ausbau nachhaltiger Technologien entschlossen vorantreibt.“