KALLMÜNZ (sr). Am Donnerstag, den 9. April 2026, wird in Kallmünz gleich zweier historischer Ereignisse gedacht: des 81. Jahrestags der Todesmärsche von Hersbruck nach Dachau sowie der letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs und dem damit verbundenen Kriegsende vor Ort.

Im April 1945 führten die Todesmärsche von KZ-Häftlingen auch durch Kallmünz. Zahlreiche Menschen verloren unter unmenschlichen Bedingungen ihr Leben. Dieses dunkle Kapitel der Geschichte mahnt bis heute zur Wachsamkeit und zum Einsatz für Menschlichkeit und Frieden.
Gleichzeitig erinnern die Tage im Frühjahr 1945 auch an das Ende des Krieges in Kallmünz. Eine Zeit zwischen Angst, Hoffnung und Neubeginn. Das Gedenken verbindet somit die Erinnerung an das Leid der Opfer mit dem Bewusstsein für die Bedeutung von Frieden und Versöhnung.
Nachdem im vergangenen Jahr ein großes Gedenken stattfand, bei dem am Schmidwöhr ein Mahnmal durch die Künstlergruppe „MOSAIK“ geschaffen wurde, ist dieser Ort inzwischen zu einem zentralen Platz des Erinnerns geworden.
Die diesjährige Gedenkfeier findet am Donnerstag, den 9. April 2026, um 18:00 Uhr am Mahnmal am Schmidwöhr in Kallmünz (bei Schlechtwetter in der Pfarrkirche St. Michael) statt. Im Rahmen der Veranstaltung ist eine ca. 45-minütige Andacht vorgesehen, die von Pfarrer Andreas Gierl gestaltet wird. Musikalisch umrahmt wird das Gedenken von dem Galeriebesitzer und Musiker Ludwig Thoma junior.
Zu dieser Veranstaltung lädt der Markt Kallmünz, vertreten durch Bürgermeister Martin Schmid, herzlich ein. Organisiert wird das Gedenken durch Ortsheimatpfleger Stephan Stoiber sowie durch die Vorsitzende des Kulturecks Kallmünz, Eva Schropp.
Alle Bürgerinnen und Bürger sowie Interessierte sind herzlich eingeladen, gemeinsam innezuhalten, der Opfer zu gedenken und ein Zeichen für Erinnerung, Frieden und Verantwortung zu setzen.
