Infos für Familien- und Behindertenbeauftragte

Besichtigung des Senioren-Servicehauses Burglengenfeld

BURGLENGENFELD (sr). Am 2. Juni trafen sich Familien- und Behindertenbeauftragte aus Städten und Gemeinden des Landkreises und Akteure des Lokalen Bündnisses für Familien gemeinsam zum Informations- und Ideenaustausch. Im Zentrum stand die Führung durch das Senioren-Servicehaus Burglengenfeld.

Die Familien- und Behindertenbeauftragten und Akteure des Lokalen Bündnisses mit Gleichstellungsbeauftragter Helga Forster (Siebte von links) und Ansprechpartner Harald Bruischütz (Zweiter von links) vor dem Senioren-Servicehaus Burglengenfeld. (Foto: Dorothea Seitz-Dobler)

Der Ansprechpartner des Senioren-Servicehauses Burglengenfeld, Harald Bruischütz, begrüßte die Teilnehmenden und erklärte das Konzept des Hauses, das erst im April eröffnete. Das besondere des Wohnprojektes sind die individuellen Leistungsbausteine mit Wohnen in 1- oder 2-Zimmer Appartements und der Möglichkeit, je nach Wunsch und Bedarf, Pflege, Betreuung und Hauswirtschaft sowie den Menüservice oder technische Unterstützungssysteme hinzubuchen zu können. Die Anwesenden konnten im Anschluss daran sowohl die Apartments als auch die Räumlichkeiten der Tagespflege und der ambulant betreuten Wohngemeinschaften, die ebenfalls in dem Gebäude angeboten werden, besichtigen. Das Projekt zeichnet sich dadurch aus, dass die Bewohnerinnen und Bewohner nur das bezahlen, was sie in Anspruch nehmen und das Leistungspaket jederzeit an die persönliche Situation angepasst werden kann. Es zeigte sich ein neues sehr interessantes Angebot, das für viele ältere Menschen eine Alternative zu den bestehenden Möglichkeiten sein kann.

Im Anschluss an die Führung lud die Organisatorin des Treffens, die Gleichstellungsbeauftragte Helga Forster, zusammen mit der Leiterin des Bürgertreffs Burglengenfeld, Tina Kolb, zum Info- und Erfahrungsaustausch in den Bürgertreff ein. Die EUTB (Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung) Schwandorf, vertreten durch Anna Goldberg und Yvonne Buonocore, informierten über die im Jahr 2023 in Schwandorf eröffnete Beratungsstelle und ihre Aufgaben. Die EUTB ist eine Beratungsstelle zur Stärkung der Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen und von Behinderung bedrohten Menschen. Die EUTB-Beraterinnen unterstützen in allen Fragen rund um Rehabilitations- und Teilhabeleistungen. Dazu gehören Fragen rund um den Schwerbehindertenausweis, das persönliche Budget, Teilhabe zum Arbeitsleben und welche finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten es generell gibt. Auch die Angehörigen können sich kostenlos beraten lassen.

Auch die neu installierte Stelle der Verfahrenslotsin, Simone Schwägerl vom Kreisjugendamt Schwandorf, stellte Ihre Schwerpunkte vor. Junge Menschen, die Leistungen der Eingliederungshilfe wegen einer Behinderung oder wegen einer drohenden Behinderung geltend machen (wollen) oder deren Eltern, haben bei der Antragstellung, Verfolgung und Wahrnehmung dieser Leistungen Anspruch auf Unterstützung und Begleitung durch einen Verfahrenslotsen. Eine ausführliche Vorstellungsrunde schloss sich an die Informationen an. Die Familien– und Behindertenbeauftragten berichteten über ihre bisherigen Aktionen und die Bündnisaktiven über ihre Aufgaben in den jeweiligen Stellen. Die Beispiele zeigten das breite Band der Aktionen auf, unter anderem ein Inklusionsfest und -cafe in der Kommune, Lesepatinnen und -paten in Schulen und Kindergärten, Veranstaltungen in der Familienwoche sowie generationsübergreifende Angebote in Kindergärten und Seniorenheimen.

Ein Hauptaspekt der Veranstaltung, der gegenseitige Informations- und Erfahrungsaustausch, konnte bei einem Imbiss noch vertieft werden und diente auch der weiteren Vernetzung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer untereinander. Die Bestellung von Familien- und Behindertenbeauftragten ist ein Gewinn für alle Bürgerinnen und Bürger und ein Imagegewinn für die Gemeinde, so Helga Forster als Resümee zum Abschluss der Veranstaltung.

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